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ARCHITEKTENGESPRÄCH
> Kees de Haan und Esther Postma, J.O.N.G. architecten
// Steigender Preisdruck, struktureller Wandel und fehlender Nachwuchs führen auch in den Niederlanden dazu, dass immer mehr landwirtschaftliche Betriebe aufgegeben werden. Zurück bleiben Höfe, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben, die aber zugleich ein enormes räumliches und kulturelles Potenzial bergen. Mit ihrem Klosterprojekt in Jorwert, aber auch mit weiteren Arbeiten, zeigen J.O.N.G. architecten, wie solche Bausubstanz nachhaltig weiterentwickelt werden kann.
Mit Blick fürs Land: Transformation eines historischen Hofes in Friesland
Im Gespräch mit Kees de Haan und Esther Postma von J.O.N.G. architecten, Balk (NL)
In der kleinen friesischen Gemeinde Jorwert bei Leeuwarden haben J.O.N.G. architecten den denkmalgeschützten Bauernhof „Westerhûs“ in ein zeitgenössisches Kloster für die protestantische Gemeinschaft Nijkleaster transformiert. Bestehende Strukturen wurden nicht einfach abgebrochen, sondern bewahrt, ergänzt und neu interpretiert. Entstanden ist ein Ort, der Spiritualität, Gemeinschaft und Landschaft in Einklang bringt. Im Gespräch erläutern Büropartner Kees de Haan und Architektin Esther Postma, welche Herausforderungen nachhaltiges Bauen im ländlichen Raum mit sich bringt.
Im Rahmen des Umbaus haben haben die bestehenden Räume neue Funktionen erhalten, zusätzlich wurden ein Wohnhaus und ein Gästehaus hinzugefügt. Der Hof ist aber aus Denkmalschutzgründen weiterhin im Landschaftsbild ablesbar.
Ein zentraler Baustein des neuen Klosters ist der U-förmig auf drei Achsen verlaufende Kreuzgang, der einen geschützten Innenhof im Zentrum der Anlage umschließt.
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Im Altbau rechts ist unter anderem der Speise- und Veranstaltungsraum untergebracht.
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Im linken Teil des Bildes ist der neu hinzugefügte Baukörper mit den Gästewohnungen zu sehen.
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Das Mauerwerk der neu hinzugefügten Baukörper wurde geschlämmt, um Unterschiede auszugleichen und einen ruhigen Gesamteindruck zu schaffen.
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Im Speise- und Veranstaltungsraum bietet eine große Glasfront freie Sicht auf die weite Landschaft.
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Im ehemaligen Milchkeller haben die Architekten eine kleine intime Kapelle mit Platz für etwa 15 Personen integriert.
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Den Hof in IJlst haben die Architekten zum Wohnhaus umgewandelt.
Im Innenraum des Hofes in IJlst haben die Architekten das Box-in-Box-Prinzip angewandt.
Das eigene Büro haben die Architekten in einer umgebauten ehemaligen Schmiede eingerichtet.
Das Interview führte Robert Uhde.
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