Eine Radonfachperson berät zu den Gefahren von Radon, führt Messungen der Radonkonzentration in Gebäuden und auf Grundstücken durch, interpretiert die Ergebnisse und empfiehlt gegebenenfalls Maßnahmen zur Reduzierung. Zudem begleitet sie Sanierungen, um die Radondichtheit zu gewährleisten, die Radonbelastung zu senken und den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden.
1. Beratung in Radonfragen
Die Radonfachpersonen sind Experten auf dem Gebiet Radon und beraten Sie gerne umfassend zu diesem Thema. Sie erläutern Ihnen, was Radon ist, wo es herkommt und wie und wann man sich davor schützen kann bzw. muss.
2. Durchführung von Radonmessungen
Über diese Beratung hinaus führen Radonfachpersonen auch Messungen der Radonkonzentration aus. Hierzu gibt es je nach Anwendungsfall verschiedene Messarten.
Hier geht es von der Messung der Konzentration von Radon im Boden Ihres Grundstücks über eine Kurzzeitmessung, um eine Einschätzung des Radonvorkommens in Ihrem Gebäude zu erlangen, bis hin zur Langzeitmessung, welche aussagekräftig die mittlere Radonbelastung Ihres Gebäudes innerhalb eines Jahres erfasst.
Die Messergebnisse werden ausgewertet, von der Radonfachperson interpretiert und bei Bedarf geeignete Maßnahmen zur Senkung der Radonkonzentration vorgeschlagen.
3. Begleitung bei Radonsanierungen
Die Radonfachperson begleitet Sie aber natürlich auch bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Hierbei wird ein Maßnahmenplan erarbeitet und systematisch abgearbeitet.
Wichtig hierbei ist, dass nach jeder durchgeführten Maßnahme eine Kontrollmessung durchgeführt werden sollte. Hierdurch wird die Wirksamkeit der Maßnahme und die anschließend vorliegende Radonkonzentration gemessen.
Sollte der vereinbarte Referenzwert noch nicht erreicht worden sein, werden weitere Maßnahmen angestoßen.
Diese Vorgehensweise trägt dazu bei, die Kosten für den Bauherren so niedrig wie möglich zu halten. Denn sollte der Referenzwert erreicht worden sein, sind keine weiteren Maßnahmen mehr notwendig.
4. Berücksichtigung von Radon bei Neubauten
Natürlich spielt der Schutz vor Radon auch bei geplanten Neubauten eine große Rolle. Bei Sanierungen werden die Ziele für die Radonkonzentrationen häufig über Wohnraumlüftung oder ähnliche Systeme erreicht.
Beim Neubau ist der Schutz vor Radon bereits in der Planungsphase essenziell. Durch die Auswahl geeigneter Abdichtungen, wie etwa unserer vollflächig selbstklebenden RESITRIX® SK W Full Bond EPDM-Dichtungsbahnen oder der ALUTRIX® 600 Dampfsperrbahn kann das Eindringen von Radon zuverlässig verhindert werden.
Diese Dichtungsbahnen bieten neben einem geprüften Radonschutz auch eine DIN-gerechte Abdichtung gegen Feuchtigkeit.
5. Berücksichtigung von Radon bei energetischen Sanierungen
Bei energetischen Sanierungen ist besondere Vorsicht geboten, da eine dichtere Gebäudehülle und verbesserte Dämmung dazu führen können, dass die Radonkonzentration im Innenraum ansteigt. Eine Radonfachperson kann Sie beraten, wie Sie diesen Effekt minimieren und den Schutz Ihres Hauses gewährleisten.