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Die 5 beliebtesten Dacharten auf einen Blick

Darstellung der Top 5 Dacharten

Dächer prägen das Erscheinungsbild von Häusern maßgeblich und erfüllen wichtige funktionale Anforderungen. Mit der Vielzahl an verfügbaren Dachformen kann die Entscheidung jedoch herausfordernd sein. Dieser Artikel bietet daher einen Überblick über die populärsten Dacharten und ihre charakteristischen Merkmale. Außerdem werden verschiedene Dachdeckungen und Dachabdichtungen vorgestellt.   

Was sind die populärsten Dacharten? 

Ein Dach prägt das Gesamtbild des Hauses, trägt zur Energieeffizienz bei und schützt vor Witterungseinflüssen. Die Wahl der Dachform hängt von den klimatischen Bedingungen, architektonischen Vorlieben und dem verfügbaren Budget ab.  

1) Satteldach: die populärste Dachform 

Das Satteldach ist wahrscheinlich die bekannteste und beliebteste Dachform, insbesondere im Bereich des privaten Wohnungsbaus. Es besteht aus zwei gegeneinander geneigten Dachflächen, die sich in der Mitte treffen und so eine dreieckige Querschnittsform bilden. Diese Dachbauart ist besonders wegen ihrer Einfachheit und Effizienz bei der Regen- und Schneewasserabführung beliebt. 

Ein weiterer Vorteil des Satteldachs ist seine Vielseitigkeit in der Gestaltung, was es zu einer passenden Wahl für eine Vielzahl von Baustilen macht. Allerdings kann die Schlichtheit des Designs für manche Bauherren zu konventionell wirken. 

Satteldach
Walmdach

2) Walmdach: perfekt bei starken Windverhältnissen 

Das Walmdach ähnelt dem Satteldach, bietet jedoch zusätzliche Dachflächen an den Enden, die Walm genannt werden. Diese zusätzlichen Flächen verbessern die Windstabilität des Gebäudes und verleihen ihm ein harmonisches, abgerundetes Erscheinungsbild. Walmdächer sind besonders in Regionen mit stärkeren Windverhältnissen eine gute Wahl. Ihr elegantes Design macht sie für klassische und moderne Hausstile gleichermaßen attraktiv.  

Jedoch zählen zu den Nachteilen beim Walmdach vor allem die hohen Baukosten.  

3) Pultdach: die moderne und minimalistische Dachform  

Ein Pultdach hingegen ist eine moderne Dachform mit nur einer geneigten Fläche. Es ist optimal für minimalistische Gebäude und bietet bei geeigneter Lage hervorragende Möglichkeiten zur Nutzung von Solarenergie. Außerdem ermöglicht es eine effiziente Raumnutzung unter dem Dach.  

Jedoch ist es weniger geeignet für Regionen mit starkem Schneefall, da die Schneelast auf einer Seite des Daches konzentriert wird. Zudem ist ein wesentlicher Nachteil, dass sich die oberen Räume an heißen Tagen stärker erhitzen als bei anderen Dachformen.  

Pultdach
Mansarddach

4) Mansarddach: breites Platzangebot   

Mansarddächer sind eine traditionelle Wahl, die zusätzlichen Wohnraum im Dachgeschoss ermöglichen. Diese Dachform hat zwei unterschiedliche Neigungswinkel: einen steileren unteren Teil und einen flacheren oberen Teil. Diese Form bietet nicht nur zusätzlichen Raum, sondern auch ein unverwechselbares, elegantes Aussehen. Allerdings kann die komplexe Struktur zu höheren Baukosten führen.    

5) Flachdach: die minimalistische Ästhetik  

Das Flachdach ist in der modernen Architektur weit verbreitet. Es kommt vorrangig beim Bau von Industrie- oder Gewerbehallen sowie Mehrfamilienhäusern zur Anwendung, bietet eine minimalistische Ästhetik und die Möglichkeit zusätzlicher Nutzungsflächen, z.B. Dachterrassen. Dafür bietet sich außerdem eine ökologische Gründachabdichtung an, da die Dachbegrünung ein nachhaltiges Kleinst-Biotop darstellt, das vor allem in städtischen Gebieten mit wenig Außenfläche besonders wertvoll ist.  

Flachdächer sind zudem besonders energieeffizient: Die flache Form des Daches ermöglicht eine optimale Platzierung von Solarpaneelen bzw. Photovoltaikanlagen, da sie leicht in der optimalen Winkelposition installiert werden können. Dies kann zur Senkung der Energiekosten und zur Steigerung der Nachhaltigkeit des Gebäudes beitragen. 

Flachdach

Dachdeckung und Dachabdichtung 

Dachdeckungen bilden den oberen Abschluss von Gebäuden auf geneigten Dachkonstruktionen und sind lediglich regensicher. Sie bestehen aus in der Regel schuppenförmig überdeckten ebenen oder profilierten platten- oder tafelförmigen Deckwerkstoffen. 

Dachabdichtungen sind dagegen wasserundurchlässig und bilden den Abschluss von Gebäuden auf flachen oder geneigten Dachkonstruktionen. Sie kommen für genutzte oder nicht genutzte Dachflächen zur Anwendung und werden aus zusammenfügbaren Abdichtungsbahnen oder -planen oder als ganzflächige Beschichtung hergestellt. 

Dachdeckungen  

Die richtige Dachdeckung ist eine wichtige Komponente von Gebäuden mit schräg geneigten Dächern, da sie vor Witterungseinflüssen schützt und die Ästhetik eines Hauses beeinflusst. Die Wahl hängt von Faktoren wie Klima, Budget, gewünschtem Erscheinungsbild und Wartungsanforderungen ab.  

Dachziegel: zeitloser Klassiker   

Dachziegel bestehen zu 60 % aus Lehm oder Ton und zu 40 % aus wassergefüllten Poren. Ihre Herstellung beinhaltet das Brennen bei Temperaturen um 1.000 °C, was ihnen eine besondere Beständigkeit gegenüber Witterungseinflüssen verleiht. Die Vielfalt in Formen und Farben der Dachziegel ermöglicht eine nahtlose Integration in unterschiedliche architektonische Stile.  

Dachziegel
Sandwitchplatten

Sandwichplatten: wärmedämmend und stilvoll  

Dachdeckungen aus Sandwichpaneelen sind eine moderne und effiziente Lösung für Gebäudedächer. Diese Paneele bestehen aus zwei äußeren Schichten, typischerweise aus Metall, zwischen denen ein isolierendes Material eingebettet ist. Einer der größten Vorteile von Sandwichpaneelen ist ihre Leichtbauweise, die eine schnelle und einfache Montage ermöglicht. Trotz ihres geringen Gewichts sind sie sehr stabil und widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse wie Regen, Wind und Schnee.  

Ein weiterer Vorteil von Sandwichpaneelen ist ihre ausgezeichnete Wärme- und Schalldämmung, wodurch sie zu einer energieeffizienten Option werden.   

Schiefer: funktional und ästhetisch 

Schiefer als Dachdeckung bietet eine Kombination aus Ästhetik und Funktionalität, die ihn zu einer beliebten Wahl in der Architektur macht. Dieses natürliche, feinkörnige Gestein zeichnet sich durch seine Langlebigkeit und Witterungsbeständigkeit aus. Ein weiterer Vorteil von Schiefer ist seine Vielseitigkeit in Farbe und Textur, die es ermöglicht, einzigartige und ansprechende Dachdesigns zu kreieren.  

Metalldach

Metalldächer: innovativ und zunehmend populär 

Metalldächer zeichnen sich durch ihre Haltbarkeit, Energieeffizienz und ästhetische Vielfalt aus. Ein Hauptmerkmal ist ihre außerordentlich lange Nutzungsdauer. Sie widerstehen problemlos extremen Witterungsbedingungen wie starken Winden, Hagel und Schnee. Zudem sind sie feuerfest, was ihnen eine zusätzliche Sicherheitskomponente verleiht.  

Darüber hinaus zeichnen sich Metalldächer durch ihre Umweltfreundlichkeit aus. Sie bestehen häufig aus einem hohen Anteil an recycelten Materialien und sind am Ende ihrer Lebensdauer komplett recycelbar.  

Dachabdichtungen für Flachdächer 

Flachdachabdichtungen schützen das Gebäude vor Wind und Wetter. Die Wahl der Abdichtung hängt von den klimatischen Bedingungen, der weiteren Nutzung, dem Budget sowie der geplanten Nutzungsdauer ab. Im Folgenden werden verschiedene Dachabdichtungen kurz vorgestellt.  

Bitumen- und Polymerbitumenbahnen 

Diese bestehen aus normalem, meist jedoch polymermodifiziertem Bitumen und werden in der Regel zweilagig verlegt; dazu werden die Bahnen meist mittels offener Flamme miteinander verschweißt, um eine wasserdichte Schicht zu bilden.  

EPDM-Abdichtungsbahnen und -planen  

Ethylen-Propylen-Dien-Monomer (EPDM) ist ein synthetischer Kautschuk, der wegen seiner hohen Elastizität und außergewöhnlich langen Nutzungsdauer geschätzt wird.

EPDM-Abdichtungen sind besonders widerstandsfähig gegen UV-Strahlung, Ozon, und eine Vielzahl chemischer Einflüsse. Sie sind im Vergleich der verschiedenen Abdichtungsmaterialien herausragend witterungs- und somit alterungsbeständig. 

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PVC-P Dachabdichtungsbahnen 

Polyvinylchlorid weich (PVC-P) Abdichtungsbahnen sind Kunststoff-Abdichtungen, die durch Zugabe von Weichmachern flexibel und leicht. Sie zeichnen sich durch eine geringe Brandneigung aus und werden oft bei der Sanierung von Altbauten verwendet. Aufgrund des günstigen Materialpreises werden sie häufig für großflächige Neubauten im Industriebereich eingesetzt. 

FPO-Abdichtungsbahnen 

Dachabdichtungen aus flexiblem Polyolefin (FPO) vereinen die Vorteile von EPDM und PVC. Sie sind UV-beständig, reflexiv und können dazu beitragen, die Kühlkosten im Sommer zu senken. 

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Abdichtungen mit Flüssigkunststoffen 

Flüssige Abdichtungssysteme bestehen aus ein- oder mehrkomponentigen flüssigen Stoffen, die vor Ort aufgetragen werden und eine nahtlose, vollständig haftende Abdichtungsschicht bilden. Flüssigkunststoff eignet sich besonders für komplizierte Dachgeometrien. 

Gründachsysteme  

Dachbegrünungen bilden eine sinnvolle Ergänzung zu einer Dachabdichtung. Man unterscheidet zwischen extensiven und intensiven Begrünungen. Zu den wesentlichen Vorteilen gehören die Regulierung des Wasserhaushaltes, die Feinstaubbindung, eine verbesserte Wärmedämmung, der Erhalt bzw. die Verbesserung der Artenvielfalt sowie ein natürlicher Schutz der Dachabdichtung. 

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Metallabdichtungen 

Bei einigen Flachdächern werden auch Metallplatten aus z.B. Aluminium oder Kupfer verwendet, die überlappend verlegt und miteinander verlötet oder verschweißt werden, um eine wasserdichte Oberfläche zu schaffen. Diese sind besonders langlebig und bieten eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen extreme Wetterbedingungen. 

Ein Dach, viele Entscheidungen  

Die Auswahl der Dachform ist mehr als eine ästhetische Entscheidung. Sie beeinflusst maßgeblich die Funktionalität, Nutzungsdauer und Energieeffizienz des Gebäudes. Ebenso spielt die Wahl der geeigneten Dachdeckung bzw. Dachabdichtung eine wichtige Rolle, da sie ein breites Spektrum material- und verlegetechnischer sowie konstruktiver Optionen bietet.    

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