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Margot Holländer
ARCHITEKTENGESPRÄCH
> Margot Holländer, MOR Studio
// „Wir begreifen den Umbau und die Wiederverwendung von Gebäuden nicht als Notlösung, sondern als Chance“, so beschreibt Mitgründerin Margot Holländer den Impuls für die Gründung des Architekturbüros MOR Studio. Im Gespräch erläutert sie, wie Nachhaltigkeit beim Baobab-Projekt von Anfang an mitgedacht wurde, welche Rolle Gestaltung dabei spielt und welche Verantwortung Architektinnen und Architekten angesichts von Klimakrise und Ressourcenknappheit übernehmen sollten.
Vom Rechenzentrum zum zirkulären Studierendenwohnheim
Im Gespräch mit Margot Holländer vom Rotterdamer Architekturbüro MOR Studio
Das Rotterdamer Architekturbüro MOR Studio hat sich auf die Transformation bestehender Gebäude spezialisiert und folgt dabei konsequent zirkulären Prinzipien: Weiterbauen statt Abriss, Wiederverwendung statt Wegwerfen, Materialkreisläufe statt linearem Verbrauch. Ein prägnantes Beispiel ist das Projekt „Baobab“ in Utrecht, bei dem ein ehemaliges Rechenzentrum in ein lebendiges Wohngebäude für Studierende transformiert wurde.
Das Baobab-Projekt zeigt auf, wie sich vorhandene Gebäude durch gezielte Eingriffe zirkulär umnutzen lassen. Für die Fassade (Ansichten von Osten bzw. Südosten) kamen neben Solarmodulen auch Stahlpaneele aus dem Bestand zum Einsatz.
Für die Vierer-WGs haben die Architekten die gesamte Geschosshöhe von fünf Metern genutzt und ein Zwischenstockwerk mit zwei übereinander liegenden Schlafzimmern integriert.
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Im Rahmen des Umbaus konnte ein Großteil der bestehenden Tragstruktur und Gebäudesubstanz weiter verwendet werden.
Der Neubau in Capelle aan den IJssel bietet Lager- und Besprechungsräume für den Weinbaubetrieb Sjatoo. Die Fassade des Gebäudes ist mit Kork ausgebildet.
Das Interview führte Robert Uhde.
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