Das Sanierungskonzept für die Frachthalle
Die Dachabdichtung war in die Jahre gekommen und wies zahlreiche Risserscheinungen auf. Undichtigkeiten sowie Wassereinbrüche im Gebäudeinneren waren die Folge. Das hatte die Bau beteiligten veranlasst, innerhalb jeder Schale gezielt 6 Dachöffnungen vorzunehmen, um den Gesamtzustand des Dachaufbaus genau zu bewerten. Im Ergebnis dieser Voruntersuchungen musste die vorhandene Wärmedämmung aufgrund der vorgefundenen Durchfeuchtungen in Teilbereichen der Schalen kehlen ausgebaut werden. Sie wurde durch trittfeste Mineralwolleplatten ersetzt.
Deren oberseitige Mineralvlieskaschierung bildete die Klebunterlage für die neu zu verlegende Dachabdichtung. In den übrigen Bereichen konnte die vorhandene Kunststoff-Dichtungsbahn als Klebunterlage genutzt werden. Eine Erhöhung der vorhandenen Wärmedämmschicht kam indes nicht infrage. Sie hätte einen nicht fachgerechten, zu niedrig bemessenen Anschluss an die Oberlichtfront hervorgerufen. Alternativ hätte die gesamte Konstruktion mit einem unverhältnismäßig hohen Kostenaufwand komplett ausgewechselt werden müssen.
Eine gesonderte Berechnung, erstellt durch den Dämmstoffhersteller, ergab zudem den Nachweis der feuchtetechn ischen Unbedenklichkeit für den Gesamtdachaufbau. Insgesamt war die beschriebene Verfahrensweise nur möglich, weil die bei der Sanierung zum Einsatz kommende RESITRIX® EPDM-Dichtungsbahn nach Aufbringen der Flächengrundierung FG 35 vollflächig selbstklebend und dabei windsogsicher sowie standfest verlegt werden konnte. Für den Gesamtaufbau wurde eine gesonderte Brandschutzprüfung vorgenommen, um den Nachweis der harten Bedachung, auch für die Teilbereiche mit Dachneigungen über 20°, zu erbringen.