Darauf kommt es bei der hagelfesten Dachabdichtung an
Die für die Planung und Ausführungen von Dächern gesetzten physikalischen und konstruktiven Vorgaben gemäß DIN 18531 bzw. der Fachregel für Dachabdichtungen (Flachdachrichtlinie) beziehen sich lediglich auf den frischen Einbauzustand. Der Nutzungszustand nach mehreren Jahren sowie Parameter wie Nachhaltigkeit oder Klimawandel bleiben unbeachtet. Dabei spielen bei der Bewertung von Dachabdichtungen in heutigen Zeiten gerade die mögliche Nutzungsdauer sowie die Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Wetterereignissen eine wichtige Rolle.
Der Lübecker Dachdeckermeister Florian Neumann kann das nur bestätigen:
„Nicht nur hier bei uns im Norden häufen sich seit Jahren die Kundenanfragen zu kurzfristig benötigten Dachreparaturen infolge von Hagelschäden; das ist mittlerweile ein bundesweites Phänomen. Auch beim Hausbau wird es also immer wichtiger, sich auf die veränderte Klimasituation einzustellen.“

Dachdeckermeister Florian Neumann
Durch natürliche, witterungsbedingte Alterungsprozesse können sich bestimmte Eigenschaften von Abdichtungsbahnen auch bei gleichen Einbauvoraussetzungen im Verlauf von Jahren oder Jahrzehnten signifikant ändern. Dies führt teilweise zu erheblichen Unterschieden, was die zu erwartende Nutzungsdauer von Flachdachabdichtungen und die Resistenz gegenüber Hagelschäden angeht. Während Flachdächer mit zusätzlichem Oberflächenschutz wie Kiesauflast, Begrünung oder Nutzschicht ausreichend gegen Hagelschlag geschützt sind, hängt die Sicherheit auf frei bewitterten Dachflächen allein von ihrer Abdichtung ab. Im Versagensfall entstehen nicht selten Schäden von mehreren Hunderttausend Euro auf großflächigen Industriedächern.