Die erste Skizze, auf deren Basis der Industriedesigner sein Konzept für das WeOn Haus entwickelte, war ein Planwagen, welcher einst als Transportmittel und mobile Unterkunft zugleich diente. Bei der Übertragung dieses Entwurfs in die moderne Welt mit ihren veränderten Bedürfnissen stellte sich heraus, dass sich im Transportwesen global der ISO-Container-Standard für einen möglichst kostengünstigen Transport durchgesetzt hat. Daher war es für Timo Weil naheliegend, diese Maße als Format für die Größe eines Raummoduls vorzugeben.
Als Baumaterial sollte jedoch im Gegensatz zum Containerbau kein Cortenstahl verwendet werden, da dieser zwar sehr robust, aber auch wenig nachhaltig ist. Zudem sollte der limitierte Container-Wohnraum bei nur einem Transport auf drei Containergrößen erweiterbar sein. Die Lösung: ein Faltmechanismus für ein Modulhaus aus standardisierten Massivholzrahmen. Bei der Montage kann der Raumkörper somit einfach auf das etwa dreifache Volumen aufgefaltet werden.
Es entstehen stabile, jedoch zugleich schlanke, ressourcenschonende Wandaufbauten aus Holz, Lehm und einer innovativen Vakuumdämmung. Heizpaneele aus Aluminium mit innenliegenden Kupferrohren können in Wand-, Boden- und Deckenelemente integriert werden. Im nicht faltbaren Modulkern werden Küche und Bad fest vorinstalliert. Die umliegenden Innenräume, die beim Auffalten des Raummoduls entstehen, können durch eine flexible Ausstattung der Wandrahmen mit Wand-, Fenster- oder Türelementen höchst individuell gestaltet werden.