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Hautkrebs

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UV-Strahlung – die unterschätzte Gefahr

©Thomas Lucks – BG BAU

Sommer, Sonne, Hitze: Des einen Freud, des anderen Leid. Während sich viele Arbeitnehmer in den heißen Monaten des Jahres im Sommerurlaub erholen können, müssen die Beschäftigten der Baubranche oftmals erst richtig an ihre Grenzen gehen. Stabile Wetterlagen werden genutzt, um die zahlreichen Aufträge abzuarbeiten. Das betrifft insbesondere auch das Dachhandwerk. Bei Temperaturen zwischen 25 und 40 Grad im Schatten, die 2018 im Sommer der Superlative keine Seltenheit waren, müssen sich die Dachdecker dringend vor Hitze und UV-Strahlen schützen, um ihre Gesundheit nicht zu gefährden.

Weißer Hautkrebs durch arbeitsbedingte UV-Strahlung

Es ist längst wissenschaftlich erwiesen, das bestimmte Hautkrebserkrankungen durch langjährige, intensive UV-Strahlung verursacht werden können, die auf ungeschützte Körperregionen einwirkt. Mittlerweile ist auch anerkannt, dass diese Hautkrebserkrankungen auch „arbeitsbedingt“, also durch eine überwiegend im Freien ausgeübte Tätigkeit entstehen können. Seit dem 1. Januar 2015 können bestimmte Formen des weißen Hautkrebses, die durch Sonnenstrahlung verursacht werden, als Berufskrankheit anerkannt werden: Plattenepithelkarzinome sowie ihre Vorstufen, die multiplen aktinischen Keratosen. 2017 wurden der BG BAU fast 2.800 neue Verdachtsfälle der Berufskrankheit weißer Hautkrebs gemeldet. Damit waren durch UV-Strahlung ausgelöste Hauttumore in dem Jahr die am häufigsten angezeigte Berufskrankheit der Bauwirtschaft.

Leider gehen immer noch zu viele Handwerker allzu sorglos mit diesem Thema um und arbeiten oberkörperfrei, in kurzen Hosen und ohne Sonnenschutz auf der Baustelle. Derart ungeschützt riskieren sie nicht nur Hautschäden in Form von Sonnenbrand, sondern auch eine Schädigung der DNS, des Erbmaterials der menschlichen Zellen. Bis zu einem gewissen Maß ist der Körper in der Lage, die DNS zu reparieren. Wird der Schaden jedoch größer, kann an den betroffenen Stellen Krebs entstehen. Ganz wichtig: Hautkrebs kann auch ohne vorherigen Sonnenbrand entstehen!

UV-Schutz bei der Arbeit im Freien

Wer trotz der Arbeit im Freien gesund bleiben will, braucht daher umfassenden UV-Schutz für den gesamten Körper, den Kopf und die Augen, auch wenn hochsommerliche Temperaturen zu leichter Bekleidung verlocken. Aber wie kann man sich richtig schützen? Optimal ist eine Kombination aus technischen und organisatorischen Maßnahmen, die mit personenbezogenen Schutzmaßnahmen kombiniert werden.

Beispiele für technische Maßnahmen

Technische Maßnahmen reduzieren die UV-Belastung am Arbeitsplatz durch den Einsatz technischer Hilfsmittel, wie

  • Überdachungen an Arbeitsplätzen im Freien
  • Einsatz von Sonnenschirmen / Sonnensegeln

Beispiele für organisatorische Maßnahmen

In Mitteleuropa ist die Sonneneinstrahlung in der Sommerzeit zwischen 11 und 15 Uhr am stärksten. Durch organisatorische Maßnahmen kann ein Aufenthalt in der direkten Sonne während dieser Zeit reduziert werden, z.B. durch

  • Verschieben von Arbeits- und Pausenzeiten (z.B. den Arbeitsbeginn in die frühen Morgenstunden vorverlegen)
  • Durchführen von Außenarbeiten auf von der Sonne abgewandten Gebäudeseite (morgens auf der Westseite, mittags auf der Nordseite und nachmittags auf der Ostseite)

Beispiele für personenbezogene Maßnahmen

  • Bekleidung mit langen Ärmeln und Beinen (idealerweise UV-Schutz-Funktionskleidung für einen besseren Feuchtigkeitstransport)
  • Kopfbedeckung, die auch Nacken und Ohren schützt
  • Sonnenbrille mit UV-Schutz und seitlicher Abschirmung nach der Norm DIN EN 166 oder 172
  • Sonnenschutzmittel mit mindestens Lichtschutzfaktor (LSF) 30, besser LSF 50

Die Anschaffung von UV-Schutzkleidung wird von der BG Bau gefördert. Für weitere Infos klicken Sie hier.

Auf den Internetseiten der BG BAU finden Betroffene weitere umfassende Informationen rund um das Thema Sonne und Hitze (https://www.bgbau.de/themen/sicherheit-und-gesundheit/sonne-und-hitze/). Sehr empfehlenswert ist auch die Broschüre „Sonnenschutz auf dem Bau“ der BG BAU, die dort als PDF-Datei heruntergeladen werden kann.

 

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