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Abdichtung erdberührter Bauteile

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Erdberührte Bauteilabdichtung – Trockene Keller mit EPDM

RESITRIX® Dichtungsbahnen von CARLISLE® CM Europe haben sich seit Jahrzehnten bei der Abdichtung von Flachdächern aller Art bewährt. Die einlagigen EPDM-Abdichtungen schützen aber nicht nur Dächer. Sie gehören zu den sichersten Produkten, die zur Bauteilabdichtung im erdberührten Bereich eingesetzt werden können und überzeugen dabei durch eine lange Nutzungsdauer sowie eine einfache Verarbeitung.

Zunehmende Starkregenereignisse, die zu steigenden Grundwasserspiegeln führen und Überflutungsgefahren mit sich bringen sowie deutlich höhere Baukosten veranlassen zahlreiche Bauherren dazu, ihr Haus nicht zu unterkellern. Wer sich trotzdem bewusst für einen Keller entschieden hat, möchte diesen selbstverständlich auch möglichst vielfältig nutzen. Ob Fitness- oder Hobbyraum, Kinosaal oder behagliche Sauna – die Möglichkeiten sind zahlreich. Unbedingte Voraussetzung hierfür ist allerdings eine trockene Gebäudehülle. Eingedrungene Feuchtigkeit verursacht nicht nur den typischen, unangenehmen Modergeruch, sondern führt schlimmstenfalls dazu, dass die Kellerräume nicht mehr nutzbar sind. Wie so oft gilt auch hier: Vorbeugen ist besser als Heilen. Mit der Entscheidung für die richtige Abdichtung zusammen mit einer passend dimensionierten Perimeterdämmung wird sozusagen der eigentliche Grundstein für dauerhaft trockene Räume im Untergeschoss gelegt. Die Kellerabdichtung wird üblicherweise aus Bitumendickbeschichtung oder Bitumenbahnen hergestellt. Eine sehr gute Alternative stellen Elastomerbahnen aus dem Synthesekautschuk EPDM dar: Sie bieten diverse Vorteile gegenüber den bituminösen Werkstoffen.

BAUTEILABDICHTUNG NEU GEREGELT

Mit der Einführung des neuen, differenzierten Regelwerkes für die verschiedenen Bauteilabdichtungen wurden auch neue Festlegungen für die Abdichtung von erdberührten Bauteilen getroffen. Die seit 2017 geltende Konstruktionsnorm DIN 18533 umfasst alle Vorgaben für die Abdichtung gegen Bodenfeuchte, gegen nicht drückendes sowie gegen von außen drückendes Wasser, gegen nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken, gegen Spritzwasser am Wandsockel und gegen Kapillarwasser in und unter erdberührten Wänden. Sie definiert vordergründig folgende Kriterien zur Auswahl des geeigneten Abdichtungsstoffes und seiner Bauart:

  • Raumnutzungsklasse
  • Wassereinwirkungsklasse
  • Rissklasse des Untergrundes sowie Rissüberbrückungsklasse des Abdichtungssystems
  • Verformungsklasse im Bereich von Bewegungsfugen

 

RESITRIX® – EINLAGIGES MULTITALENT MIT VERSTÄRKUNG

Zu den bahnenförmigen Abdichtungsstoffen nach DIN 18533 gehören Elastomerbahnen, die bei einlagiger Ausführung die höchsten Einstufungen aller vorgenannten Kriterien erfüllen. RESITRIX® Dichtungsbahnen weisen einige material- und verlegetechnische Besonderheiten auf. Sie bestehen aus dem Synthesekautschuk EPDM und besitzen eine Verstärkung aus Glasgelege. Je nach Typ sind sie zusätzlich mit einer unterseitigen Beschichtung aus Polymerbitumen oder einer selbstklebenden Polymerbitumenschicht ausgerüstet.

Wie alle EPDM-Bahnen zeichnen sie sich durch ein dauerelastisches Verhalten bei gleichzeitig sehr hoher Witterungs- bzw. Alterungsbeständigkeit aus. Ihre Verstärkungseinlage sowie ihre weichmacherfreie Beschaffenheit garantieren ein schrumpffreies Verhalten. RESITRIX® gehört zur höchsten Rissklasse und erfüllt die Anforderungen für alle Wassereinwirkungsklassen. Diese Einstufung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Infolge der klimatischen Veränderungen ist zunehmend mit wechselnden, teilweise heftigen Niederschlägen zu rechnen. Die Hochwassergefahr nimmt stetig zu. So müssen gerade unterkellerte Gebäude, denen in der Vergangenheit lediglich die Wasserbeanspruchung „Bodenfeuchte“ zugeordnet wurde, vorsorglich als druckwasserbeansprucht eingestuft werden. Mit RESITRIX® EPDM-Bahnen kann eine besonders sichere Abdichtung im erdberührten Bereich ausgeführt werden. Je nach Anwendungsfall können sie lose verlegt bzw. voll- oder teilflächig verklebt werden.

VORTEILE DER ERDBERÜHRTEN BAUTEILABDICHTUNG MIT RESITRIX®

  • Ein Material für alle Aufgaben
  • Keine Trocknungszeiten – sofort wasser- und schlagregendicht
  • Keine Hohlkehlen und kein Messen der Schichtdicke erforderlich
  • Standfeste Wandabdichtung bei Selbstklebung mit RESITRIX® SK W Full Bond
  • Übergänge auf vorbereiteten WU-Beton ohne zusätzliche Einbauteile möglich

>Produktkatalog Bauwerksabdichtung hier herunterladen.

SICHERE HEISSLUFT-VERSCHWEISSUNG

Der Bahnenaufbau von RESITRIX® bildet ein Alleinstellungsmerkmal unter den am Markt verfügbaren EPDM-Dichtungsbahnen. Die unterseitige Polymerbitumenschicht von RESITRIX® wird in die mittels Heißluft zu verschweißenden Nahtverbindungen einbezogen. Es gibt also keine besonderen Fügenähte. Separate Deckstreifen an Querstößen und bei der Verlegung von angeschnittenen Bahnen entfallen. Der Bitumenfluss während der Nahtverschweißung erfordert
keine Zusatzmaßnahmen im Bereich von T-Stößen. Die gleichmäßig austretende und gut erkennbare Bitumenraupe an der Bahnenkante sowie das enorm große Schweißfenster bieten dem Verarbeiter zusätzliche Vorteile und erhöhen die Ausführungssicherheit. Dazu gehört natürlich auch der Ausschluss einer offenen Flamme während der Verlegung.

Resitrix Schichtenaufbau Visual

Schichtenaufbau der vollflächig selbstklebenden EPDM-Bahn RESITRIX® SK W Full Bond.

EINBAUMÖGLICHKEITEN VON RESITRIX®

Wegen des elastischen Verhaltens von RESITRIX® bestehen nur geringe Anforderungen an die Untergrundbeschaffenheit. Lediglich überstehende Putzreste müssen beseitigt werden. Offene Stoßfugen bzw. Hohlstellen bis 5 mm können verbleiben. Mit der selbstklebenden Bahnenvariante RESITRIX® SK W Full Bond werden nach vollflächiger Grundierung standfeste, abrutschsichere Klebeverbindungen hergestellt. Gerade im Bereich von Kellerwänden und Sockelbereichen ist dies ein unschätzbarer Vorteil. Auf vorbereitetem Betonuntergrund mit Rautiefen bis 1,5 mm können zudem nachweislich unterlaufsichere Verbindungen ausgeführt werden. So wird verhindert, dass im Leckagefall eine großflächige Wasserausbreitung unterhalb der Abdichtung stattfindet. Bodenplatten werden vorrangig aus wasserundurchlässigem Beton hergestellt. Übergänge von Wandabdichtungen auf solche Bodenplatten stellen eine besondere Herausforderung dar. Aber auch hierfür gibt es eine einfache und sichere Lösung mit RESITRIX® SK W Full Bond. Dabei wird die Abdichtung bis auf die Stirnseite der Bodenplatte geführt und dort in einer Breite von 5 cm auf den geglätteten und von Schalungsölen befreiten Untergrund mittels Heißluft aufgeschweißt. In ähnlicher Weise können Arbeits- und Sollrissfugen innerhalb von WU-Betonbauteilen außenseitig abgedichtet werden. Hierbei werden Streifen aus RESITRIX® SK W Full Bond oberhalb der Fugen auf den entsprechend vorbereiteten Untergrund aufgeklebt und an beiden Seiten mittels Heißluft aufgeschweißt. Beide Anwendungsfälle gelten sowohl bei Einwirkung von nicht drückendem als auch von drückendem Wasser. Da sie nicht durch die DIN 18533 geregelt werden, liegen dafür gesonderte Nachweise in Form von allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen (abP) vor. Im Sockelbereich kann RESITRIX® SK W Full Bond außerdem auf weiterführende, mit Dichtungsschlämmen abgedichtete Bereiche aufgeschweißt werden. Bei Einwirkung von drückendem Wasser erfolgt der Anschluss an Durchdringungen bzw. Einbauteile mit Fest- und Losflanschverbindungen. Die Anordnung von Hohlkehlen ist nicht erforderlich. Außerdem kann auf die aufwendige Prüfung der Dicke sowie Kontrollen der Trocknungszeiten, wie bei Abdichtungen aus Bitumendickbeschichtungen nötig, verzichtet werden. Direkt nach der Verarbeitung sind die EPDM-Abdichtungen wasser- und schlagregendicht.

 


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