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UV-Strahlung – die unterschätzte Gefahr

©Thomas Lucks – BG BAU

Sommer, Sonne, Hitze: Des einen Freud, des anderen Leid. Während sich viele Arbeitnehmer in den heißen Monaten des Jahres im Sommerurlaub erholen können, müssen die Beschäftigten der Baubranche oftmals erst richtig an ihre Grenzen gehen. Stabile Wetterlagen werden genutzt, um die zahlreichen Aufträge abzuarbeiten. Das betrifft insbesondere auch das Dachhandwerk. Bei Temperaturen zwischen 25 und 40 Grad im Schatten, die 2018 im Sommer der Superlative keine Seltenheit waren, müssen sich die Dachdecker dringend vor Hitze und UV-Strahlen schützen, um ihre Gesundheit nicht zu gefährden.

Weißer Hautkrebs durch arbeitsbedingte UV-Strahlung

Es ist längst wissenschaftlich erwiesen, das bestimmte Hautkrebserkrankungen durch langjährige, intensive UV-Strahlung verursacht werden können, die auf ungeschützte Körperregionen einwirkt. Mittlerweile ist auch anerkannt, dass diese Hautkrebserkrankungen auch „arbeitsbedingt“, also durch eine überwiegend im Freien ausgeübte Tätigkeit entstehen können. Seit dem 1. Januar 2015 können bestimmte Formen des weißen Hautkrebses, die durch Sonnenstrahlung verursacht werden, als Berufskrankheit anerkannt werden: Plattenepithelkarzinome sowie ihre Vorstufen, die multiplen aktinischen Keratosen. 2017 wurden der BG BAU fast 2.800 neue Verdachtsfälle der Berufskrankheit weißer Hautkrebs gemeldet. Damit waren durch UV-Strahlung ausgelöste Hauttumore in dem Jahr die am häufigsten angezeigte Berufskrankheit der Bauwirtschaft.

Leider gehen immer noch zu viele Handwerker allzu sorglos mit diesem Thema um und arbeiten oberkörperfrei, in kurzen Hosen und ohne Sonnenschutz auf der Baustelle. Derart ungeschützt riskieren sie nicht nur Hautschäden in Form von Sonnenbrand, sondern auch eine Schädigung der DNS, des Erbmaterials der menschlichen Zellen. Bis zu einem gewissen Maß ist der Körper in der Lage, die DNS zu reparieren. Wird der Schaden jedoch größer, kann an den betroffenen Stellen Krebs entstehen. Ganz wichtig: Hautkrebs kann auch ohne vorherigen Sonnenbrand entstehen!

UV-Schutz bei der Arbeit im Freien

Wer trotz der Arbeit im Freien gesund bleiben will, braucht daher umfassenden UV-Schutz für den gesamten Körper, den Kopf und die Augen, auch wenn hochsommerliche Temperaturen zu leichter Bekleidung verlocken. Aber wie kann man sich richtig schützen? Optimal ist eine Kombination aus technischen und organisatorischen Maßnahmen, die mit personenbezogenen Schutzmaßnahmen kombiniert werden.

Beispiele für technische Maßnahmen

Technische Maßnahmen reduzieren die UV-Belastung am Arbeitsplatz durch den Einsatz technischer Hilfsmittel, wie

  • Überdachungen an Arbeitsplätzen im Freien
  • Einsatz von Sonnenschirmen / Sonnensegeln

Beispiele für organisatorische Maßnahmen

In Mitteleuropa ist die Sonneneinstrahlung in der Sommerzeit zwischen 11 und 15 Uhr am stärksten. Durch organisatorische Maßnahmen kann ein Aufenthalt in der direkten Sonne während dieser Zeit reduziert werden, z.B. durch

  • Verschieben von Arbeits- und Pausenzeiten (z.B. den Arbeitsbeginn in die frühen Morgenstunden vorverlegen)
  • Durchführen von Außenarbeiten auf von der Sonne abgewandten Gebäudeseite (morgens auf der Westseite, mittags auf der Nordseite und nachmittags auf der Ostseite)

Beispiele für personenbezogene Maßnahmen

  • Bekleidung mit langen Ärmeln und Beinen (idealerweise UV-Schutz-Funktionskleidung für einen besseren Feuchtigkeitstransport)
  • Kopfbedeckung, die auch Nacken und Ohren schützt
  • Sonnenbrille mit UV-Schutz und seitlicher Abschirmung nach der Norm DIN EN 166 oder 172
  • Sonnenschutzmittel mit mindestens Lichtschutzfaktor (LSF) 30, besser LSF 50

Die Anschaffung von UV-Schutzkleidung wird von der BG Bau gefördert. Für weitere Infos klicken Sie hier.

Auf den Internetseiten der BG BAU finden Betroffene weitere umfassende Informationen rund um das Thema Sonne und Hitze (https://www.bgbau.de/themen/sicherheit-und-gesundheit/sonne-und-hitze/). Sehr empfehlenswert ist auch die Broschüre „Sonnenschutz auf dem Bau“ der BG BAU, die dort als PDF-Datei heruntergeladen werden kann.

 

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Langzeitverhalten von RESITRIX® EPDM-Dichtungsbahnen

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Ein Dach bildet den oberen Abschluss eines Gebäudes und schützt den darunter liegenden Innenraum vor Witterungseinflüssen. Die Anforderungen an dieses Bauteil variieren dabei zunächst nach dem Grad der Dachneigung. Dacheindeckungen von Steildächern und flach geneigten Dächern müssen lediglich regensicher sein, Flachdachabdichtungen hingegen dauerhaft wasserdicht. Die Flachdachabdichtung muss daher besonders genau geplant und ausgeführt sowie alle Einzelkomponenten des gesamten Dachaufbaus sorgfältig ausgewählt werden. Schon kleine Mängel oder Nachlässigkeiten können die Funktionssicherheit gefährden oder zu gravierenden Schäden führen.

Einordnung in das technische Regelwerk

Nach dem technischen Regelwerk für Dachabdichtungen kann die Abdichtung aus bahnenförmigen oder flüssig zu verarbeitenden Stoffen hergestellt werden. Alle in DIN 18531-2 aufgeführten Kunststoff- und Elastomerbahnen werden bei einlagiger Ausführung der höchsten Eigenschaftsklasse E1 zugeordnet. Die Zertifizierung nach DIN EN 13956 schafft die Grundlage für das Inverkehrbringen der Bahnen. In DIN SPEC 20000-201 sind die anwendungstechnischen Anforderungen formuliert. Die spezifischen Einbaubedingungen innerhalb des Gesamtdachaufbaus werden über zusätzliche Konstruktionsvorschriften geregelt. Nicht genutzte und genutzte Dächer können entweder nach DIN 18531 oder nach der Fachregel für Dachabdichtungen (Flachdachrichtlinie) geplant und ausgeführt werden. Neben konstruktiven Anforderungen sind im gesamten Regelwerk eine Reihe physikalischer und stofflicher Anforderungen enthalten. Allerdings sind nicht alle relevanten Kennwerte für den Nutzungszustand, sondern lediglich für den frischen Einbauzustand nachzuweisen. Gleiche Einbaubedingungen vorausgesetzt, können sich jedoch bestimmte Eigenschaften in Abhängigkeit vom Bahnentyp im Verlauf von Jahren oder Jahrzehnten gravierend verändern und so zu teils erheblichen Unterschieden bezüglich der zu erwartenden Nutzungsdauer von Abdichtungen führen.

Eine ausführliche Einordnung unserer Dichtungsbahnen in das technische Regelwerk finden Sie hier.

Besondere Eigenschaften von EPDM-Dichtungsbahnen

Während bei plastischen Werkstoffen die notwendigen Zugkräfte von der Trägerlage aufgenommen werden, bildet bei Elastomerbahnen die Reißdehnung den entscheidenden Kennwert zur Charakterisierung des Alterungsverhaltens. Hierbei ist ihre Wechselwirkung mit anderen thermischen und mechanischen Einflüssen zu berücksichtigen.

Die Molekülketten von Elastomeren sind hochgradig miteinander vernetzt. Diese stoffliche Besonderheit bildet die Grundlage für das über mehrere Jahrzehnte auf hohem Niveau nahezu gleichbleibende gummielastische Verhalten. Es muss also nicht erst durch die Zugabe von Weichmachern erzeugt werden. Somit besteht auch nicht die Gefahr, dass nach allmählichem Entweichen von Weichmachern unter Wärmeeinwirkung ein Masseverlust und damit eine Längenänderung der Dichtungsbahnen (Materialschrumpf) eintreten kann.

Zusätzliche Belastungen für frei bewitterte Dachabdichtungen entstehen vor allem durch hohe mechanische und thermische Einwirkungen. Ein Extremereignis stellt z.B. ein plötzlich auftretender, starker Temperatursturz oder ein Hagelschlag dar. Infolge von Materialschrumpf spannungsgeladene Dichtungsbahnen können nach plötzlichem Temperatursturz und eingeschränkter Kälteflexibilität diesen einwirkenden Kräften oft nicht widerstehen. Eine solche Extremsituation kann Rissbildungen verschiedenen Ausmaßes hervorrufen.

Alterungsverhalten von RESITRIX® Dichtungsbahnen

RESITRIX® Dichtungsbahnen von CARLISLE® CM Europe stellen eine spezielle Elastomerbahnvariante mit einem spezifischen Langzeitverhalten dar. Im Unterschied zu herkömmlichen EPDM-Bahnen sind sie unterseitig mit Polymerbitumen oder selbstklebendem Polymerbitumen beschichtet und besitzen eine Verstärkung aus Glasgelege. Ihre Bezeichnung nach DIN SPEC 20000-201 lautet DE/E1 EPDM-BV-V-GG-1,6-PBS/SK.

Resitrix Schichtenaufbau Visual

Schichtenaufbau der vollflächig selbstklebenden EPDM-Bahn RESITRIX® SK W Full Bond.

RESITRIX® Kennwerte im Neuzustand und nach Freibewitterung bzw. künstlicher Alterung

In vorstehender Tabelle werden einige, für das Nutzungsverhalten von Dachabdichtungen relevante, Kennwerte dargestellt. Dabei ist zu erkennen, dass nach Freibewitterung von 20 Jahren keine signifikante Verschlechterung dieser Kennwerte eintritt. Für RESITRIX® Dichtungsbahnen mit einer EPDM-Dicke von 1,6 mm liegen noch keine Praxisdaten vor, da eine Erhöhung der EPDM-Dicke erst in 2016 vorgenommen wurde. Die Prüfbedingungen nach künstlicher Alterung bestätigen jedoch, dass auch hierfür die Eigenschaften nahezu unverändert bleiben. Untersuchungen haben ergeben, dass die thermisch bedingten Veränderungen der Kennwerte ein entscheidender Gradmesser für die Beurteilung des Alterungsverhaltens sind.

Nach DIN 18531 werden für Dachabdichtungen zwei Anwendungsklassen unterschieden: die Standardausführung K1 und die höherwertige Anwendungsklasse K2. Diese stellt erhöhte Anforderungen an die Konstruktion (Dachgefälle, Untergrundbeschaffenheit, Detailgestaltung) und gibt für einlagig verlegte Kunststoff- und Elastomerbahnen höhere Bahnendicken vor. So müssen Abdichtungen von nicht genutzten Dächern mit verstärkten EPDM-Dichtungsbahnen, zu denen auch RESITRIX® gehört, bei Ausbildung nach K1 eine Mindestbahnendicke von 1,3 mm besitzen, bei Ausbildung nach K2 von 1,6 mm. Die in der Tabelle dargestellten Untersuchungsergebnisse belegen jedoch, dass eine Erhöhung der Bahnendicke die Prüfergebnisse der nutzungsrelevanten Eigenschaften unwesentlich beeinflusst. Diese stoffliche Anforderung stellt also eine pauschale Vereinfachung dar, die den tatsächlich auftretenden Beanspruchungen der Dachabdichtung nicht gerecht wird.

Auch im Alter gut gehalten

Die Gegenüberstellung der nach dem Regelwerk geltenden Kennwerte für RESITRIX® zeigt, dass die einlagig verlegte EPDM-Bahn den Praxisanforderungen in vollem Umfang gerecht wird und sich bewährt hat. Die Funktionstauglichkeit sowohl der frei bewitterten als auch der künstlich gealterten RESITRIX® Dichtungsbahnen ist noch in vollem Umfang gesichert. Die Prüfergebnisse spiegeln zudem die Aussagen einer Langzeitstudie zur Abschätzung der Gebrauchsdauer von EPDM-Dichtungsbahnen wider, die vom SKZ Würzburg im Jahr 2003 durchgeführt wurde. Sie beziffert die Gebrauchsdauer von RESITRIX® auf mehr als 50 Jahre – dies gilt auch für die Nahtfügung.

Die 32.000 Quadratmeter große Dachfläche des Hamburger Hauptbahnhofs ist seit 1993 sicher mit RESITRIX® CL EPDM-Dichtungsbahnen abgedichtet, die auf einer Stahlkonstruktion mit Holzschalung mechanisch befestigt wurden.

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Fachbereich Produkte Wissen

DIN 18533 – Vergleich von RESITRIX® und Bitumen bei der Abdichtung von erdberührten Bauteilen

Trockene Kellerräume – Auf die Abdichtung kommt es an!

Bauherren, die sich trotz höherer Baukosten bewusst für einen Keller entschieden haben, möchten diesen selbstverständlich auch möglichst vielfältig nutzen. Ob Fitness- oder Hobbyraum, Kinosaal oder behagliche Sauna – die Möglichkeiten sind zahlreich. Unbedingte Voraussetzung hierfür ist allerdings eine trockene Gebäudehülle. Eingedrungene Feuchtigkeit verursacht nicht nur den typischen, unangenehmen Modergeruch, sondern führt schlimmstenfalls dazu, dass die Kellerräume nicht mehr nutzbar sind. Wie so oft gilt auch hier: Vorbeugen ist besser als Heilen.

Mit der Entscheidung für die richtige Abdichtung zusammen mit einer passend dimensionierten Perimeterdämmung wird sozusagen der eigentliche Grundstein für dauerhaft trockene Räume im Untergeschoss gelegt. Sie wird üblicherweise aus Bitumendickbeschichtung oder Bitumenbahnen hergestellt. Aber auch eine Abdichtung mit Elastomerbahnen aus dem Synthesekautschuk EPDM ist möglich und bietet darüber hinaus diverse Vorteile gegenüber den bituminösen Werkstoffen.

Neue Regeln für die Bauteilabdichtung

Mit der Einführung des neuen, differenzierten Regelwerkes für die verschiedenen Bauteilabdichtungen wurden auch neue Festlegungen für die Abdichtung von erdberührten Bauteilen getroffen. Die Konstruktionsnorm DIN 18533 umfasst alle Vorgaben für die Abdichtung gegen Bodenfeuchte, gegen nicht drückendes sowie gegen von außen drückendes Wasser, gegen nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken, gegen Spritzwasser am Wandsockel und gegen Kapillarwasser in und unter erdberührten Wänden. Sie definiert fünf Kriterien zur Auswahl der richtigen Abdichtungsart: Wassereinwirkungsklasse, Rissklasse, Rissüberbrückungsklasse, Raumnutzungsklasse und Zuverlässigkeitsanforderungen.

Die neuen Wassereinwirkungsklassen im Überblick (DIN 18533)

Wassereinwirkungsklasse Einstufung
W1-E Bodenfeuchte und nichtdrückendes Wasser
W2-E Drückendes Wasser
W3-E Nichtdrückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken
W4-E Spritzwasser und Bodenfeuchte am Wandsockel sowie Kapillarwasser in und unter Wänden

Mehr zum neuen Regelwerk finden Sie hier.

RESITRIX®  – starker Schutz für Dach und Bauwerk

Eine besonders sichere Abdichtung im erdberührten Bereich kann mit RESITRIX® EPDM-Dichtungsbahnen ausgeführt werden. Die Produkte sind als einlagige, dauerhaft sichere Flachdachabdichtung nach DIN 18531 schon lange bekannt. Sie erfüllen jedoch gleichzeitig die Anforderungen für alle Wassereinwirkungsklassen der DIN 18533 und haben auch bei Eintauchtiefen über drei Metern keine Probleme. RESITRIX® Bahnen besitzen eine Verstärkungseinlage aus Glasgelege und sind zur einfachen und sicheren Verarbeitung unterseitig mit polymermodifiziertem Bitumen beschichtet. RESITRIX® erfüllt die Anforderungen an die Ausführung der genannten Abdichtungen im erdberührten Bereich und dabei für alle Raumnutzungsklassen, Riss- bzw. Rissüberbrückungsklassen sowie alle Wassereinwirkungsklassen. Bei Einwirkung von drückendem Wasser können Resitrix Dichtungsbahnen für alle infrage kommenden Eintauchtiefen eingesetzt werden. Je nach Anwendungsfall können sie lose verlegt bzw. voll- oder teilflächig verklebt werden.

Sichere Heißluftverschweißung

Der Bahnenaufbau von RESITRIX® stellt ein Alleinstellungsmerkmal unter den am Markt verfügbaren EPDM-Dichtungsbahnen dar. Die unterseitige Polymerbitumenschicht von RESITRIX® wird in die mittels Heißluft zu verschweißenden Nahtverbindungen einbezogen. Es gibt also keine besonderen Fügenähte. Separate Deckstreifen an Querstößen und bei der Verlegung von angeschnittenen Bahnen entfallen. Der Bitumenfluss während der Nahtverschweißung erfordert keine Zusatzmaßnahmen im Bereich von T-Stößen. Die gleichmäßig austretende und gut erkennbare Bitumenraupe an der Bahnenkante sowie das enorm große Schweißfenster bieten dem Verarbeiter zusätzliche Vorteile und erhöhen die Ausführungssicherheit. Dazu gehört natürlich auch der Ausschluss einer offenen Flamme während der Verlegung.

RESITRIX® Nahtverschweißung einfach erklärt:

An die Untergrundbeschaffenheit bestehen geringe Anforderungen. Lediglich überstehende Putzreste müssen beseitigt werden. Zusätzliche Spachtelungen oder Putzschichten sind nicht erforderlich. Offene Stoßfugen bzw. Hohlstellen bis 5 mm können verbleiben. Einen derart vorbereiteten und festen Untergrund vorausgesetzt, sind vertikal verlaufende Abdichtungen, wie an Wänden oder im Sockelbereich, mit der vollflächig selbstklebenden Bahn RESITRIX® SK W Full Bond standfest bzw. abrutschsicher. Sie gelten in dieser Ausführung auf vorbereitetem Beton mit einer Rautiefe bis maximal 1,5 mm auch als unterlaufsicher.

Detailpunkte können mit separaten, selbstklebenden Bahnenzuschnitten bzw. mit dem Systemzubehör einfach und sicher ausgebildet werden. Übergänge zu Abdichtungsbereichen an Sockeln aus mineralischen Dichtungsschlämmen sind ebenfalls problemlos herstellbar. Bei Einwirkung von drückendem Wasser erfolgt der Anschluss mit Fest- und Losflanschverbindungen. Die Anordnung von Hohlkehlen ist nicht erforderlich. Außerdem kann auf die aufwendige Prüfung der Dicke sowie Kontrollen der Trocknungszeiten, wie bei Bitumendickbeschichtung nötig, verzichtet werden. Direkt nach der Verarbeitung sind die EPDM-Abdichtungen wasser- und schlagregendicht. Das Ergebnis überzeugt, so bescheinigt das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum (SKZ) Resitrix eine Nutzungsdauer von über 50 Jahren, als einzigem Produkt auch für die Nahtfügung.

Übergänge von Wandabdichtungen auf Bodenplatten aus wasserundurchlässigem Beton stellen eine besondere Herausforderung dar. Auch hierfür gibt es eine passende Lösung mit RESITRIX® SK W Full Bond. Die Bahn wird bis auf die Stirnseite der vorbereiteten, abgeschliffenen Bodenplatte geführt und dort am Bahnenende in einer Breite von 5 cm mittels Heißluft aufgeschweißt. In gleicher Weise können DIN-übergreifend Arbeits- und Sollrissfugen innerhalb von WU-Betonbauteilen abgedichtet werden und dabei auch bei Einwirkung von drückendem Wasser. Für diese besonderen Einsatzgebiete liegt ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis vor.

Gegenüberstellung von RESITRIX® Abdichtungen mit ausgewählten Stoffvarianten

1.1 Stoffauswahl in Abhängigkeit von der Beanspruchung:

1.2 Verlegetechnische Angaben

Hier die Gegenüberstellung bequem als PDF heruterladen.

Gut geschützt – auch gegen Radon

Eine weitere Besonderheit von Resitrix liegt darin, dass die EPDM-Bahnen nicht nur effektiv vor eindringender Feuchtigkeit schützen, sondern auch vor dem radioaktiven Edelgas Radon. Das farb- und geruchlose Gas kann durch undichte Stellen in Kellerwänden und Bodenplatten in Gebäude gelangen und sich dort in bedenklichen Konzentrationen in der Raumluft anreichern. Radon ist die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs und fordert in Deutschland pro Jahr rund 1.900 Todesopfer. Daher soll nun bis zum 31.12.2018 das „Gesetz zur Neuordnung des Rechts zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung“ schrittweise in Kraft treten. Über die Radondichtigkeit von RESITRIX® Dichtungsbahnen liegt ein unabhängiger Prüfbericht vor.

Wie sie sich effektiv gegen Radon schützen erfahren Sie hier in unserem Blogbeitrag.

Vorteile von RESITRIX® Abdichtungen auf einem Blick

  • Ein Material für alle Aufgaben
  • Einlagige Verlegung für

                – alle Wassereinwirkungsklassen (W1-E, W2-E, W3-E, W4-E)

                – alle Raumnutzungsklassen (RN1-E, RN2-E, RN3-E)

                – alle Rissklassen (R1-E, R2-E, R3-E, R4-E) bzw.

                – Rissüberbrückungsklassen (RÜ1-E, RÜ2-E, RÜ3-E, RÜ4-E)

  • Geringe Anforderungen an die Untergrundbeschaffenheit
  • Keine Trocknungszeiten, damit sofort wasser- und schlagregendicht
  • Kein Messen der Schichtdicke notwendig
  • Keine Hohlkehlen erforderlich
  • Nahtverschweißbar an allen Stellen der Dichtungsbahnen, damit keine separaten Deckstreifen erforderlich
  • Standfeste Wandabdichtung bei Selbstklebung mit RESITRIX® SK W Full Bond
  • Einfache und sichere Ausbildung von Details mit separaten Bahnenzuschnitten bzw. Systemzubehör
  • Übergänge auf vorbereiteten WU-Beton ohne zusätzliche Einbauteile, auch bei Druckwassereinwirkung
  • Nachträgliche Abdichtung von Arbeitsfugen innerhalb von WU-Betonelementen mit Resitrix SK W Full Bond, auch bei Druckwasserbelastung
  • Unterlaufsichere Verlegung mit RESITRIX® SK W Full Bond auf vorbereitetem Beton möglich
  • Kein Einsatz einer offenen Flamme
  • Nutzungsdauer von über 50 Jahren nach SKZ-Studie

Mehr Informationen finden Sie in der Broschüre „Professionelle Abdichtung von erdberührten Bauteilen mit CARLISLE“.  Jetzt PDF ansehen.

Weitere Broschüren finden Sie hier: https://www.ccm-europe.com/de/downloads/

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Gesetzliche Anforderung: Radondichtheit?! Wir bieten Ihnen Lösungen!

Radon Illustration

Was ist Radon?

Radon ist eine noch immer weitgehend unbekannte und vor allem unterschätzte Gefahr. Das radioaktive Edelgas entsteht überall auf der Erde in Gesteinen und Bodenteilchen und diffundiert von dort aus über Spalten oder das Grundwasser zum Teil auch in die Atmosphäre. Im Freien ist dies ungefährlich, da sich das Radon sehr schnell verteilt. Dringt das Gas hingegen durch undichte Stellen von Gebäudeteilen im erdberührten Bereich in Innenräume ein, so sammelt es sich in den unteren Räumen an, da es schwerer ist als Luft. Da Radon geruchlos, geschmacklos und farblos ist, kann es von den menschlichen Sinnen nicht wahrgenommen werden.

Gesundheitliche Gefahren durch Radon:

Je höher die Radonbelastung in der Atemluft ist und je länger man diese Luft einatmet, desto größer ist die Gefahr, die von dem Edelgas ausgeht. Nach dem Rauchen und noch deutlich vor Asbest und Dieselruß ist Radon die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebserkrankungen. Je nach Region und Gesteinszusammensetzung des jeweiligen Bodens können in Einzelfällen Radonkonzentrationen von mehr als 10.000 Becquerel pro Kubikmeter auftreten. Das Bundesamt für Strahlenschutz geht davon aus, dass schon Radonbelastungen von 100 Becquerel je Kubikmeter das Krebsrisiko signifikant erhöhen.

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat den Ursprung und die Wirkung des Gases im folgenden Video zusammengefasst:

Radon Risiko lauert auch im Haus

Das radioaktive Gas Radon kann aus dem Boden ins Gebäude eindringt. Eigentümer können bei Neubauten vorsorgen. Im Bestand lässt sich die Konzentration mithilfe der Technik senken.

Ob das Radongas ins Haus eindringen kann, hängt in erster Linie davon ab, wie dicht das Haus im Kontakt gegenüber dem Untergrund ist.

Beispiele von undichten Stellen in der Gebäudehülle:

  • Risse und Fugen in Wänden und Böden
  • Öffnungen für die Durchführung von Kabeln und Rohren
  • Kellerböden aus Erde oder Kies

Dringt das Gas jedoch in Gebäude ein, so sammelt es sich in den unteren Räumen an.

Gesetzliche Anforderungen in Deutschland

Das neue Strahlenschutzgesetz tritt bis Jahresende 31.12.2018 schrittweise in Kraft!!
Dieses Gesetz, das der Bundesrat am 12. Mai 2017 verabschiedet hat, bietet erstmals eine gesetzliche Grundlage für verbindliche Regeln zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere in Gebäuden der öffentlichen Hand wie Kindergärten oder Schulen und für Arbeitsplätze.

Der Referenzwert für die über das Jahr gemittelte Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft in Aufenthaltsräumen (§ 124) und an Arbeitsplätzen (§ 126) beträgt 300 Becquerel je Kubikmeter (Bq/m³).

Wie kann man sich vor Radon schützen?

Am einfachsten durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung. Insbesondere in Kellerräumen ist dies jedoch nicht immer möglich bzw. ausreichend.
Daher empfiehlt sich das Versiegeln von Kellerwänden und Bodenplatten. Hierbei haben sich unsere vollflächig selbstklebenden RESITRIX® SKW Full Bond EPDM-Dichtungsbahnen bewährt.

Sie bieten nicht nur einen DIN konformen und effektiven Schutz gegen Feuchtigkeit, sondern sorgen auch dafür, dass das radioaktive Gas nicht ins Gebäudeinnere gelangen kann.

Auch unsere ALUTRIX® Dampfsperrbahnen sind zum Schutz vor Radon geeignet. Für beide Produkte liegen unabhängige Prüfberichte über die Radondichtigkeit vor.

Bei Neubauten kann diese zusätzliche Lage Sicherheit von Anfang an mitgeplant werden, bzw. mit unseren Produkten mit der Bauwerksabdichtung kombiniert werden.

Mit unserem Produkt RESITRIX® SKW Full Bond vereinen Sie die Bauwerkabdichtung mit dem Radonschutz Ihres Gebäudes.
Aber auch bei Altbauten können neben einer kontrollierten Wohnraumlüftung auch unsere RESITRIX® EPDM-Bahnen oder die ALUTRIX® Dampfsperrbahnen nachträglich als Radonschutz aufgebracht werden.

Weiterführende Informationen zur Bauwerksabdichtung mit RESITRIX® finden Sie unter www.resitrix.com

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Dichtungsbahnen von CCM: Einordnung in das technische Regelwerk

EPDM-Bahnen und EPDM Planen für Bauteilabdichtungen: Einordnung in das technische Regelwerk

Grundlage für die Planung und Ausführung von Bauteilabdichtungen bilden die allgemein anerkannten Regeln. Die EU Normung führt zunächst dazu, dass die Produkte mit einem CE-Zeichen versehen werden. Zusammen mit der CE-Kennzeichnung werden vom Hersteller mit der CE-Leistungserklärung die Eigenschaften des Bauproduktes deklariert und damit das Inverkehrbringen ermöglicht. Für Dachabdichtungen aus Kunststoff- und Elastomerbahnen gilt hierfür DIN EN 13956, für Mauersperrbahnen DIN EN 14909 und alle sonstigen Bauteilabdichtungen (früher Bauwerksabdichtungen) DIN EN 13967. Die CE-Kennzeichnung und die CE-Leistungserklärung beinhalten aber keine Angaben für konkrete Anwendungsbedingungen des Bauproduktes, da die Verwendung der Bauprodukte national geregelt wird. Die CE-Kennzeichnung gilt in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die Verwendungsregeln können national unterschiedlich sein, so auch in Deutschland.

Es gelten folgende, zusätzliche Anwendungsnormen:

  • DIN SPEC 20000-201 Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken – Teil 201: Anwendungsnorm für Abdichtungsbahnen nach Europäischen Produktnormen zur Verwendung in Dachabdichtungen
  • DIN SPEC 20000-202 Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken – Teil 202: Anwendungsnorm für Abdichtungsbahnen nach Europäischen Produktnormen zur Verwendung in Bauwerksabdichtungen

Darüber hinaus gehören zum technischen Regelwerk noch folgende Konstruktionsnormen:

  • DIN 18531 Abdichtung von Dächern sowie von Balkonen, Loggien und Laubengängen
  • Deutsches Dachdeckerhandwerk, Fachregel für Abdichtungen – mit Flachdachrichtlinie –
  • DIN 18532 Abdichtung von befahrbaren Verkehrsflächen aus Beton
  • DIN 18533 Abdichtung von erdberührten Bauteilen
  • DIN 18534 Abdichtung von Innenräumen
  • DIN 18535 Abdichtung von Behältern und Becken

Dabei regelt die DIN 18531 die Anforderungen an die Abdichtung von nicht genutzten und genutzten Dächern. DIN 18532 bis 18535 bilden die Nachfolge der bisherigen DIN 18195. Die neue DIN 18195 legt nach der Überarbeitung Mitte 2017 Begriffe sowie Abkürzungen und Bezeichnungen für die Anwendung der gesamten Normenreihe fest.

Die im Dezember 2016 überarbeitete Flachdachrichtlinie befasst sich hauptsächlich mit Aspekten von Dachabdichtungen, enthält aber auch Regelungen für die Abdichtung anderer Bauteile. Hierbei ist besonders hervorzuheben, dass die darin enthaltenden Anforderungen nicht in jeder Hinsicht mit denen der aufgeführten DIN-Reihe übereinstimmen. Um eine notwendige Sicherheit bei der Planung und Ausführung, v.a. aber bei der Bewertung möglicher Mängel und Schäden, herzustellen, ist es unumgänglich, bereits bei der Leistungsbeschreibung den konkreten Bezug auf das jeweilige Regelwerk exakt zu benennen.

Die EPDM-Abdichtungssysteme RESITRIX® und HERTALAN® EASY COVER wurden nach den europäischen Vorgaben zertifiziert und sind Bestandteil des oben aufgeführten, deutschen Regelwerkes. Sie können somit für Dach- und Bauteilabdichtungen jeglicher Art eingesetzt werden.

Wir haben für Sie eine Gesamtübersicht unserer Produkte des neuen technischen Regelwerks für Abdichtung von Bauteilen mit RESITRIX® und HERTALAN® erstellt.

Laden Sie sich hier bequem die Übersicht als PDF herunter:

Gesamtübersicht neues technisches Regelwerk für Abdichtungen von Bauteilen

Gesamtübersicht neues technisches Regelwerk für Abdichtungen von Bauteilen

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