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7 Praxistipps für das fachgerechte Flachdach

Sieben Praxistipps-Carlisle Blog

Flachdachkonstruktionen sind einer Vielzahl von Einwirkungen ausgesetzt. Um ihre Funktionssicherheit und die geplante Nutzungsdauer zu gewährleisten, bedarf es der Einhaltung und Umsetzung aller Anforderungen des technischen Regelwerkes. Hierbei sind die DIN 18531 sowie die Fachregel für Abdichtungen (Flachdachrichtlinie) von maßgebender Bedeutung. Da beide Vorschriften teilweise unterschiedliche Anforderungen aufweisen, ist der Bezug auf die jeweilige Regel schon in der Ausschreibungsphase bzw. bei der Angebotserstellung von entscheidender Bedeutung, um spätere Mängelanzeigen schon im Vorfeld auszuschließen. Entscheidend kann auch die Bedeutung und Anwendung der innerhalb des Regelwerkes enthaltenen Modalverben sein.

Die nachfolgend dargestellten Einbaubedingungen verdeutlichen die Komplexität der Einflussfaktoren. Es werden vorhandene Unterschiede des Regelwerkes berücksichtigt. Dabei können nicht immer alle Einzelheiten des technischen Regelwerkes wiedergegeben werden.

 

1. TRAUFAUSBILDUNG

Gemäß der Flachdachrichtlinie sollen die unterhalb der Traufbleche angeordneten Randbohlen oder wärmegedämmten Profile 10 mm niedriger als die vorhandene Dämmschicht sein, um eine ungehinderte Ableitung von Niederschlagswasser zu ermöglichen. Rinnenhalter sollen eingelassen oder die Zwischenräume aufgefüttert werden. Eingeklebte Traufbleche erfüllen gemäß DIN 18531 nur die Anwendungsklasse K1. Bei Rinnen aus verzinktem Stahl oder Titanzink sind laut Flachdachrichtlinie unabhängig von der Art der Abdichtung innenseitig Maßnahmen zum Korrosionsschutz erforderlich. Gemäß DIN 18531 beschränkt sich diese Anforderung auf Abdichtungen mit Bitumen- und Polymerbitumenbahnen und bitumenhaltige Kunststoff- oder Elastomerbahnen ohne schweren Oberflächenschutz.

 

CARLISLE® TIPP:
Dachrinnen oder andere Bauteile aus Zink oder verzinktem Stahlblech sind stets mit einem Korrosionsschutzanstrich zu versehen.

 

2. SOLARANLAGEN UND/ODER BAUTECHNISCHE ANLAGEN

Dächer mit Solaranlagen und/oder bautechnischen Anlagen gehören zu den genutzten Dächern. Wärmedämmstoffe müssen deshalb der erhöhten Druckfestigkeitsklasse dh entsprechen. Gemäß Flachdachrichtlinie können auch Dämmstoffe aus Mineralwolle mit einer Druckfestigkeit von mindestens 70 kPa verwendet werden. Die Abdichtungsschicht darf nicht zur lastabtragenden Befestigung, z.B. durch Kleb- oder Schweißverbindungen, genutzt werden. Bei aufgelegten Systemen mit geeigneten Schutzlagen oder Schutzschichten müssen die Druckkräfte durch den Schichtenaufbau in die Tragkonstruktion abgeleitet werden. Der Mindesthöhenabstand von aufgestellten Anlagen über Oberfläche Belag sollte mindestens 0,50 m betragen, um die Ausführungs-, Wartungs- und Pflegearbeiten nicht zu behindern. Insgesamt muss eine Bewertung der Funktionstüchtigkeit des Dachaufbaus im Hinblick auf die geplante Nutzungsdauer der Anlage vorgenommen werden. Bei Dächern im Bestand ist deshalb die Abdichtungsschicht gegebenenfalls zu erneuern.

CARLISLE® TIPP:
Abdichtungen unter Aggregaten und Anlagen sollten eine lange Nutzungsdauer haben, da im Sanierungsfall eine zeit- und kostenintensive Demontage erforderlich ist.

 

3. MECHANISCHE BEFESTIGUNG DES DACHAUFBAUS

Die mechanische Befestigung zur Aufnahme vertikaler Kräfte kann durch verschiedene Systeme vorgenommen werden. Einzelbefestiger müssen eine dynamische Ausreißkraft von mindestens 0,4 kN aufweisen, die Mindestanzahl beträgt zwei Stück/m2. Bei Befestigung in der Überdeckung beträgt der Mindestabstand zwischen Lastverteilteller und Bahnenkante mindestens 10 mm. Zusätzlich ist die Mindestfügebreite für die jeweilige Dichtungsbahn zu beachten. Bei Instandsetzungen von wärmegedämmten Dachaufbauten sollen gemäß der Flachdachrichtlinie korrosionsbeständige Befestiger verwendet werden. Gemäß DIN 8531 sind bei Abdichtungen der erhöhten Anwendungsklasse K2 sogar immer korrosionsbeständige Schrauben zu verwenden, im Allgemeinen aus Edelstahl.

CARLISLE® TIPP:
Die richtige Positionierung und Werkstoffauswahl der Befestiger bilden wichtige Voraussetzungen für eine windsogsichere Befestigung.

 

4. MASSNAHMEN ZUR AUFNAHME HORIZONTALER KRÄFTE

Horizontalkräfte innerhalb der Abdichtungsebene wirken abhängig von Unterkonstruktion, Wärmedämmung, Auflast und Abdichtungsart. Dabei ist die Abdichtung an Dachrändern, Durchdringungen und Einbauteilen mechanisch zu befestigen. Die Befestigung in der Unterkonstruktion erfolgt in oder unmittelbar über der Abdichtungsebene durch Linienbefestigung oder durch lineare Befestigung. Während die Flachdachrichtlinie die
Anordnung bei allen einlagigen Abdichtungen vorschreibt, ist nach DIN 18531 die Horizontalbefestigung auf lose verlegte einlagige Abdichtungen beschränkt. Weitere unterschiedliche Vorgaben des technischen Regelwerkes ergeben sich aus der Art der Tragkonstruktion, der Wärmedämmung und der Art der Verlegung.

CARLISLE® TIPP:
Maßnahmen zur Aufnahme horizontaler Kräfte sind mitentscheidend für die horizontale Lagesicherheit aller Einzelschichten.

 

5. AUSBILDUNG VON BEGEHBAREN DACHFLÄCHEN

Dämmstoffe für begehbare Dächer müssen der Druckfestigkeitsklasse dh entsprechen. Bei bahnenförmigen Abdichtungen muss die Nutzschicht von der Abdichtungsschicht getrennt werden. Es sind geeignete Schutzlagen oder -schichten anzuordnen. Für die Abdichtung von Balkonen, Loggien und Laubengängen können nach DIN 18531 auch alternative Abdichtungsstoffe verwendet werden. Im Anschlussbereich ist die Abdichtung gegen mechanische Beschädigung zu schützen.

CARLISLE® TIPP:
Bei begehbaren Dachflächen müssen alle Einzelschichten und -lagen der Dachkonstruktion den erhöhten Anforderungen gerecht werden.

 

6. WÄRMEDÄMMSTOFFE AUS POLYSYROL-HARTSCHAUMPLATTEN

Derartige Dämmstoffe können in Abhängigkeit von ihrer Festigkeitsklasse sowohl für nicht genutzte als auch für genutzte Dachflächen eingesetzt werden. Während Platten aus expandiertem Hartschaum (EPS) ausschließlich unterhalb der Abdichtungsschicht verlegt werden dürfen, liegt der Anwendungsbereich von Platten aus extrudiertem Hartschaum (XPS) in der Regel im Bereich von Umkehrdächern auf Basis einer bauaufsichtlichen Zulassung, also oberhalb der Abdichtungsschicht. Da XPS-Platten große temperaturbedingte Längenänderungen mit negativen Auswirkungen auf die Abdichtung besitzen, sollte ihr Anwendungsbereich auf Umkehrdächer beschränkt bleiben. Ansonsten ist eine vollflächige und damit aufwendige Trennung zwischen Dämmung und Abdichtungsschicht vorzusehen. Bei EPS-Platten ist zu berücksichtigen, dass ihre Temperaturbeständigkeit eingeschränkt ist. Bei hoher Temperatureinwirkung, z.B. bei Einsatz im Bereich vor aufgehenden windgeschützten reflektierenden Bauteilen, kann es zu Verformungen oder zum Aufschmelzen des Dämmstoffs kommen. Außerdem können herstellungsbedingte Längenänderungen (Schrumpf) von EPS-Fugen verursachen. Deshalb empfiehlt sich die Verwendung von Platten mit Stufenfalz oder eine mehrlagige Verlegung.

CARLISLE® TIPP:
EPS- und XPS-Platten sollten gezielt unterhalb bzw. oberhalb der Abdichtungsschicht angeordnet werden.

 

7. Dächer in Holzbauweise

Dächer in Holzbauweise mit Vollsparrendämmung ohne Hinterlüftung der Abdichtungsunterlage haben sich in der Praxis als sehr schadensträchtig gezeigt. Sie sind als Sonderkonstruktionen zu betrachten und erfordern zur Vermeidung von schweren Holzschäden gesonderte bauphysikalische Nachweise sowie zusätzliche konstruktive, baustoffliche und einbautechnische Besonderheiten.

CARLISLE® TIPP:
Die hygrothermische Simulation ist eine geeignete Methode zur Berechnung des realen Verhaltens der nach DIN 4108 sogenannten „nicht nachweisfreien Bauteile“ im Hinblick auf kapillaren Feuchtetransport, Sorption, Baufeuchte etc.

Schauen Sie sich auch gerne unseren Blogbeitrag 8 Praxistipps für die fachgerechte Flachdachabdichtung an. Hier beleuchtet Burkhard Saabel, Dachdeckermeister und Sachverständiger, u.a die Themen Dachneigung, Entwässerung und die Ausbildung von Details.

 

Die aufgeführten Kriterien stehen in enger Wechselwirkung zueinander. Das verdeutlicht die Komplexität der Problematik. Schon der Ausfall eines Gliedes innerhalb der Kette kann die Funktionalität des Gesamtwerkes infrage stellen und zu Schäden führen. Daher sind die fachgerechte Planung und Ausführung nach den Vorgaben des entsprechenden technischen Regelwerkes von entscheidender Bedeutung.

 


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Brandschutz am Dach? Das sollten Sie beachten.

Maßnahmen zum Brandschutz tragen bei korrekter Planung und Umsetzung dazu bei Menschenleben zu retten, die Umwelt zu schonen und Investitionen zu schützen.

Da das Thema sehr komplex ist und viele Fragen aufwirft, widmet sich Torsten Stegner, Architektenberater für die Regionen Bayern/Baden-Württemberg und ausgebildeter Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz in diesem Blog explizit dem Thema Brandschutz am Dach. Er erläutert die wichtigsten Begriffe, gibt Einblicke in die Gesetzeslage und zeigt Möglichkeiten auf, um das Brandrisiko am Dach zu minimieren.

Ziele der Brandschutzplanung

Als erstes stellt sich vielen die Frage, ist eine Brandschutzplanung zwingend notwendig und was ist eigentlich das Ziel?

  • Vorbeugung gegen Brandentstehung und der Ausbreitung von Feuer und Rauch
  • Im Falle eines Brandes, wirksame Löscharbeiten zu ermöglichen
  • Schutz der Gesundheit und des Lebens der Nutzer und Retter durch Ausbildung ausreichend geschützter Rettungswege
  • Schutz der Gebäudesubstanz, des Inventars und der Betriebsfähigkeit
  • Schutz der Umwelt vor giftigen Brand- bzw. Reaktionsgasen

Um diese Ziele zu erreichen, sind die folgenden Anforderungen und gesetzlich Vorgaben einzuhalten.

Normen und Gesetze

Welche Brandbeanspruchung unterscheiden wir

Es gibt unterschiedliche Brandbeanspruchungen. Es kommt darauf an, wo das Feuer anliegt oder wie sich die einzelnen Baustoffe bei einem Brand verhalten. Häufig kommt es bei einem Brand jedoch dazu, dass all diese Beanspruchungen gleichzeitig auftreten und somit zeitgleich relevant sind. Sie können also nicht isoliert betrachtet werden, sondern spielen im Brandfall alle eine Rolle.

 

Harte Bedachung auf dem Flachdach? Was ist das und wo kommt diese Forderung her?

Eine grundlegende Brandschutzforderung für Dächer ist bereits in der Musterbauordnung (und den jeweiligen Landesbauordnungen) verankert und beschreibt die Forderung nach Wiederstandfähigkeit gegen Flugfeuer und strahlender Wärme von Dachkonstruktionen. Dies wird auch als harte Bedachung bezeichnet.

Die harte Bedachung wird vom Hersteller von Abdichtungen für die einzelnen Aufbauten entweder nach DIN 4102-7 oder DIN EN 13501-5 nachgewiesen. Es gibt 2 Arten der Prüfung:

  1. Prüfung des Dachaufbaus bei 15° Dachneigung (Gültigkeit von 0° bis <20°)
  2. Prüfung des Dachaufbaus bei 45° DN (Gültigkeit ab 20° DN)

Nach bestandener Prüfung erhält man für den geprüften Dachaufbau ein abP (allgemein bauaufsichtliches Prüfzeugnis) mit Angabe der freigegeben Dachneigungen, welches als Nachweis der harten Bedachung dient.

Aber die Anforderung nach harter Bedachung gilt ebenfalls als erfüllt, wenn auf die Dachfläche eine 5 cm starke Kiesschicht (16/32), ein 4 cm starker Plattenbelag oder eine Begrünung mit mind. 3 cm starker Substratschichtdicke und einem organischen Anteil <20 Gewichtsprozent aufgebracht wird.

 

Baurecht ist Länderrecht!

Neben der allgemeinen Verpflichtung nach harter Bedachung kommen je nach Gebäudeart Anforderungen hinsichtlich der verwendbaren Materialien und Dachaufbauten hinzu. Je nach Gebäudenutzungsart ändern sich die einzuhaltenden Regelwerke und Vorschriften bzw. werden durch diese ergänzt.

Hier einige Beispiele:

Relevante Bauordnungen, Richtlinien und Normen

Gebäude- / Nutzungsart Regelwerke/ Vorschriften
Gebäude mit normaler Wohnnutzung Musterbauordnung (MBO)

Landesbauordnung (LBO)

Gebäude besonderer Art mit erhöhtem Risiko, jedoch mit eingegrenzter Nutzung Sonderverordnungen, z.B.

Verkaufsstättenverordnung (VkVO)

Garagenverordnung (GarVO)

Versammlungsstättenverordnung (VstättVO)

Gebäude besonderer Art mit erhöhtem Risiko, ohne einzugrenzende Nutzung Landesbauordnung (LBO)

Richtlinie über den baulichen Brandschutz im Industriebau (MIndBauRiLi)

Aber, da in Deutschland das Baurecht Länderrecht ist, ist es vor Beginn der Maßnahme wichtig zu prüfen, ob und in welchem Umfang die einzelnen Verordnungen im zuständigen Bundesland umgesetzt bzw. eingeführt wurden.

So wurde die Hochhausrichtlinie nicht in allen Bundesländern eingeführt und in z.B. Sachsen wir ein Hochhaus baurechtlich nach Landesbauordnung behandelt.

 

Brandwände auf dem Dach?

Neben den Regelungen zur allgemeinen Dachflächenausführung (harte Bedachung…) gibt es auf Dächern immer wieder gesonderte Anforderungen. Eine stellt ohne Zweifel die Ausbildung der Dachabdichtung an einer Brandwand dar. Hier kommt es je nach Tragschale auch auf die Dämmung an.

Es gibt 2 Arten von Brandwänden und entsprechende Anforderungen an die Dachabdichtung:

Brandwand über Dach

MBO Ind.Bau.Richtl.
Geforderte Höhe der Brandwand über der Dachfläche 30 cm 50 cm

bei Komplextrennwänden
70 cm empfohlen

Brand bis zum Dach

MBO Ind.Bau.Richtl.
Sondermaßnahmen bei Brandwand bis unter die Dachhaut  Schwer entflammbare Dämmung

5 cm Kiesauflast (16/32)

Altern. t3 Bahn

Breite je Seite 2,5 m

Schwer entflammbare Dämmung

5 cm Kiesauflast (16/32)

Altern. t3 Bahn

Breite je Seite 5 m

Breite Komplextrennwand 7 m

 

Wichtig dabei ist, dass die „Spielregeln“ bei Brandwänden im Gebäudeinneren und bei Brandwänden über Dach gleich sind. So dürfen Medien (Kabel, Rohre…) nicht ohne Einbau entsprechender Brandschotts durch oder über eine Brandwand hinweg geführt werden.

Die Brandwand dient dazu die Ausbreitung eines möglichen Brandes zu behindern und ein Vordringen der Feuerwehr bis zur Brandwand und somit bis zum Brandgeschehen zu ermöglichen. Dies ist wichtig, um bei großen Dachflächen einen Löschangriff durchführen zu können.

Ausblicke

In Bezug auf den Brandschutz wird immer häufiger auch bei nicht Industriegebäuden die Empfehlungen der DIN 18234 herangezogen. In dieser werden Anforderungen an die einzelnen Schichten der Dachabdichtung gestellt. So spielt die Dämmung eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, zum einen Zeit zur Evakuierung der Dachfläche und zum anderen Zeit bis zum Eintreffen der Feuerwehr zu gewinnen.

Verarbeitung

Auch die Qualität der Dachabdichtungsarbeiten selbst und die Auswahl der eingesetzten Materialien sind ein nicht zu unterschätzender Faktor in Bezug auf die Brandgefahr. So kommt es nicht selten durch mangelnde Sorgfalt zu folgeschweren Fehlern, wodurch Brände am Dach erst entstehen. Unsere Produkte RESITRIX® und HERTALAN® werden flammenlos verarbeitet und tragen somit nicht zur Gefahr einer Brandentstehung bei.

Brandschutz?! – ein komplexes Thema

Das Thema Brandschutz ist äußert komplex und ein wichtiger Bestandteil des Bauens. Deshalb soll dieser Blogbeitrag dazu dienen erste Einblicke in die Materie zu erlangen. Wir stehen Ihnen gerne sowohl während der Planung als auch bei der Bauausführung beratend zur Seite. Durch die flammenlose Verarbeitung unserer Produkte mit Heißluft tragen wir aktiv zum Brandschutz auf der Baustelle bei.

Weiterführende Informationen und Tipps zum Thema Brandschutz und weiteren interessanten Themen rund um das Flachdach und der Bauwerksabdichtung erhalten Sie über unsere Webinarangebote.  Diese finden Sie unter: https://www.ccm-europe.com/academy/webinare/

 


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Produkte Wissen

Erdberührte Bauteilabdichtung – Trockene Keller mit EPDM

RESITRIX® Dichtungsbahnen von CARLISLE® CM Europe haben sich seit Jahrzehnten bei der Abdichtung von Flachdächern aller Art bewährt. Die einlagigen EPDM-Abdichtungen schützen aber nicht nur Dächer. Sie gehören zu den sichersten Produkten, die zur Bauteilabdichtung im erdberührten Bereich eingesetzt werden können und überzeugen dabei durch eine lange Nutzungsdauer sowie eine einfache Verarbeitung.

Zunehmende Starkregenereignisse, die zu steigenden Grundwasserspiegeln führen und Überflutungsgefahren mit sich bringen sowie deutlich höhere Baukosten veranlassen zahlreiche Bauherren dazu, ihr Haus nicht zu unterkellern. Wer sich trotzdem bewusst für einen Keller entschieden hat, möchte diesen selbstverständlich auch möglichst vielfältig nutzen. Ob Fitness- oder Hobbyraum, Kinosaal oder behagliche Sauna – die Möglichkeiten sind zahlreich. Unbedingte Voraussetzung hierfür ist allerdings eine trockene Gebäudehülle. Eingedrungene Feuchtigkeit verursacht nicht nur den typischen, unangenehmen Modergeruch, sondern führt schlimmstenfalls dazu, dass die Kellerräume nicht mehr nutzbar sind. Wie so oft gilt auch hier: Vorbeugen ist besser als Heilen. Mit der Entscheidung für die richtige Abdichtung zusammen mit einer passend dimensionierten Perimeterdämmung wird sozusagen der eigentliche Grundstein für dauerhaft trockene Räume im Untergeschoss gelegt. Die Kellerabdichtung wird üblicherweise aus Bitumendickbeschichtung oder Bitumenbahnen hergestellt. Eine sehr gute Alternative stellen Elastomerbahnen aus dem Synthesekautschuk EPDM dar: Sie bieten diverse Vorteile gegenüber den bituminösen Werkstoffen.

BAUTEILABDICHTUNG NEU GEREGELT

Mit der Einführung des neuen, differenzierten Regelwerkes für die verschiedenen Bauteilabdichtungen wurden auch neue Festlegungen für die Abdichtung von erdberührten Bauteilen getroffen. Die seit 2017 geltende Konstruktionsnorm DIN 18533 umfasst alle Vorgaben für die Abdichtung gegen Bodenfeuchte, gegen nicht drückendes sowie gegen von außen drückendes Wasser, gegen nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken, gegen Spritzwasser am Wandsockel und gegen Kapillarwasser in und unter erdberührten Wänden. Sie definiert vordergründig folgende Kriterien zur Auswahl des geeigneten Abdichtungsstoffes und seiner Bauart:

  • Raumnutzungsklasse
  • Wassereinwirkungsklasse
  • Rissklasse des Untergrundes sowie Rissüberbrückungsklasse des Abdichtungssystems
  • Verformungsklasse im Bereich von Bewegungsfugen

 

RESITRIX® – EINLAGIGES MULTITALENT MIT VERSTÄRKUNG

Zu den bahnenförmigen Abdichtungsstoffen nach DIN 18533 gehören Elastomerbahnen, die bei einlagiger Ausführung die höchsten Einstufungen aller vorgenannten Kriterien erfüllen. RESITRIX® Dichtungsbahnen weisen einige material- und verlegetechnische Besonderheiten auf. Sie bestehen aus dem Synthesekautschuk EPDM und besitzen eine Verstärkung aus Glasgelege. Je nach Typ sind sie zusätzlich mit einer unterseitigen Beschichtung aus Polymerbitumen oder einer selbstklebenden Polymerbitumenschicht ausgerüstet.

Wie alle EPDM-Bahnen zeichnen sie sich durch ein dauerelastisches Verhalten bei gleichzeitig sehr hoher Witterungs- bzw. Alterungsbeständigkeit aus. Ihre Verstärkungseinlage sowie ihre weichmacherfreie Beschaffenheit garantieren ein schrumpffreies Verhalten. RESITRIX® gehört zur höchsten Rissklasse und erfüllt die Anforderungen für alle Wassereinwirkungsklassen. Diese Einstufung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Infolge der klimatischen Veränderungen ist zunehmend mit wechselnden, teilweise heftigen Niederschlägen zu rechnen. Die Hochwassergefahr nimmt stetig zu. So müssen gerade unterkellerte Gebäude, denen in der Vergangenheit lediglich die Wasserbeanspruchung „Bodenfeuchte“ zugeordnet wurde, vorsorglich als druckwasserbeansprucht eingestuft werden. Mit RESITRIX® EPDM-Bahnen kann eine besonders sichere Abdichtung im erdberührten Bereich ausgeführt werden. Je nach Anwendungsfall können sie lose verlegt bzw. voll- oder teilflächig verklebt werden.

VORTEILE DER ERDBERÜHRTEN BAUTEILABDICHTUNG MIT RESITRIX®

  • Ein Material für alle Aufgaben
  • Keine Trocknungszeiten – sofort wasser- und schlagregendicht
  • Keine Hohlkehlen und kein Messen der Schichtdicke erforderlich
  • Standfeste Wandabdichtung bei Selbstklebung mit RESITRIX® SK W Full Bond
  • Übergänge auf vorbereiteten WU-Beton ohne zusätzliche Einbauteile möglich

>Produktkatalog Bauwerksabdichtung hier herunterladen.

SICHERE HEISSLUFT-VERSCHWEISSUNG

Der Bahnenaufbau von RESITRIX® bildet ein Alleinstellungsmerkmal unter den am Markt verfügbaren EPDM-Dichtungsbahnen. Die unterseitige Polymerbitumenschicht von RESITRIX® wird in die mittels Heißluft zu verschweißenden Nahtverbindungen einbezogen. Es gibt also keine besonderen Fügenähte. Separate Deckstreifen an Querstößen und bei der Verlegung von angeschnittenen Bahnen entfallen. Der Bitumenfluss während der Nahtverschweißung erfordert
keine Zusatzmaßnahmen im Bereich von T-Stößen. Die gleichmäßig austretende und gut erkennbare Bitumenraupe an der Bahnenkante sowie das enorm große Schweißfenster bieten dem Verarbeiter zusätzliche Vorteile und erhöhen die Ausführungssicherheit. Dazu gehört natürlich auch der Ausschluss einer offenen Flamme während der Verlegung.

Resitrix Schichtenaufbau Visual

Schichtenaufbau der vollflächig selbstklebenden EPDM-Bahn RESITRIX® SK W Full Bond.

EINBAUMÖGLICHKEITEN VON RESITRIX®

Wegen des elastischen Verhaltens von RESITRIX® bestehen nur geringe Anforderungen an die Untergrundbeschaffenheit. Lediglich überstehende Putzreste müssen beseitigt werden. Offene Stoßfugen bzw. Hohlstellen bis 5 mm können verbleiben. Mit der selbstklebenden Bahnenvariante RESITRIX® SK W Full Bond werden nach vollflächiger Grundierung standfeste, abrutschsichere Klebeverbindungen hergestellt. Gerade im Bereich von Kellerwänden und Sockelbereichen ist dies ein unschätzbarer Vorteil. Auf vorbereitetem Betonuntergrund mit Rautiefen bis 1,5 mm können zudem nachweislich unterlaufsichere Verbindungen ausgeführt werden. So wird verhindert, dass im Leckagefall eine großflächige Wasserausbreitung unterhalb der Abdichtung stattfindet. Bodenplatten werden vorrangig aus wasserundurchlässigem Beton hergestellt. Übergänge von Wandabdichtungen auf solche Bodenplatten stellen eine besondere Herausforderung dar. Aber auch hierfür gibt es eine einfache und sichere Lösung mit RESITRIX® SK W Full Bond. Dabei wird die Abdichtung bis auf die Stirnseite der Bodenplatte geführt und dort in einer Breite von 5 cm auf den geglätteten und von Schalungsölen befreiten Untergrund mittels Heißluft aufgeschweißt. In ähnlicher Weise können Arbeits- und Sollrissfugen innerhalb von WU-Betonbauteilen außenseitig abgedichtet werden. Hierbei werden Streifen aus RESITRIX® SK W Full Bond oberhalb der Fugen auf den entsprechend vorbereiteten Untergrund aufgeklebt und an beiden Seiten mittels Heißluft aufgeschweißt. Beide Anwendungsfälle gelten sowohl bei Einwirkung von nicht drückendem als auch von drückendem Wasser. Da sie nicht durch die DIN 18533 geregelt werden, liegen dafür gesonderte Nachweise in Form von allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen (abP) vor. Im Sockelbereich kann RESITRIX® SK W Full Bond außerdem auf weiterführende, mit Dichtungsschlämmen abgedichtete Bereiche aufgeschweißt werden. Bei Einwirkung von drückendem Wasser erfolgt der Anschluss an Durchdringungen bzw. Einbauteile mit Fest- und Losflanschverbindungen. Die Anordnung von Hohlkehlen ist nicht erforderlich. Außerdem kann auf die aufwendige Prüfung der Dicke sowie Kontrollen der Trocknungszeiten, wie bei Abdichtungen aus Bitumendickbeschichtungen nötig, verzichtet werden. Direkt nach der Verarbeitung sind die EPDM-Abdichtungen wasser- und schlagregendicht.

 


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Tipps für den Ortstermin mit einem Sachverständigen

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Die neuen Medien machen es möglich – sie stellen Fachwissen für die breite Öffentlichkeit zur Verfügung – barrierefrei und rund um die Uhr. Während Kommentare zu den Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks früher nur in gedruckter Form und in Fachkreisen vorlagen, kann sich heute jeder Bauherr auch ohne den nötigen Sachverstand diese und weitere Informationen aus dem Internet herunterladen und verinnerlichen. Das führt nicht selten zu gefährlichem Halbwissen und so ist der Streit am Bau oft vorprogrammiert.

Gestärkt durch das Selbststudium der Fachlektüre verlässt der Bauherr sich nicht mehr nur auf seinen Architekten, Dachdeckermeister oder auch den Sachverständigen – er bringt sich selbst wissend ein. Womöglich hat er auch in den Medien immer wieder wahrgenommen, dass die Bauschäden dramatisch zunehmen. Aber ist dies tatsächlich so oder stehen die Schäden durch die neue Medienvielfalt heute nur allgemein stärker im Fokus der Öffentlichkeit? Wenn es unterschiedliche Meinungen zur fachgerechten Ausführung zwischen den am Bau Beteiligten gibt, kann ein Ortstermin mit einem vereidigten Sachverständigen sinnvoll sein. Der Ortstermin muss nicht unbedingt einen gerichtlichen Ursprung haben, er kann eine Vorstufe sein, um unterschiedliche Sichtweisen zu erläutern und die Weichen für eine Einigung stellen. So muss der Dachdecker bei einem ersten Ortstermin auch nicht zwingend einen Rechtsbeistand hinzuziehen. Wenn man ein paar einfache Grundregeln beachtet, lässt sich ein Ortstermin jedoch gut überstehen und als das nutzen, wofür er geschaffen wurde – als Chance für eine gütliche Einigung.

Was Sie vor dem Ortstermin beachten sollten

  1. Seien Sie pünktlich sowie gedanklich und sachlich gut vorbereitet.
  2. Falls Sie eine Probeöffnung durchführen sollen, halten Sie entsprechendes Werkzeug und Material bereit. Machen Sie jedoch keine freiwilligen Probeöffnungen, um zu zeigen, wie sorgfältig Sie gearbeitet haben. Falls Sie genau an dieser Stelle etwas offenlegen, was bisher nicht im Fokus des Sachverständigen lag, ist eventuell ein weiterer Mangel relevant.
  3. Fragen Sie sich, welche Mitarbeiter die Baustelle abgewickelt haben und ob Sie sich eventuell noch auf Überraschungen gefasst machen müssen wie Bauschuttreste, Bierflaschen oder Zigarettenkippen in Bereichen, die nicht leicht einsehbar sind.
  4. Der Ortstermin ist immer Chefsache!
  5. Der Mitarbeiter, der eventuell am Ortstermin teilnimmt, muss ein loyaler Mitarbeiter sein, der sich in Ihrem Betrieb wohlfühlt und respektiert wird. Auf keinen Fall jemand, der eventuell noch eine Privatabrechnung mit Ihrer Firma vornehmen möchte und dem Gutachter Hinweise gibt, die nicht nötig gewesen wären. Dies stellt bei dem heutigen Fachkräftemangel eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar, da der eventuelle Verlust des Arbeitsplatzes nicht mit einem Beschäftigungsverlust verbunden sein muss. Die Erfahrung zeigt zwar, dass die Vorarbeiter und Gesellen bis auf ganz wenige Ausnahmen zu ihrer Firma stehen. Man muss sie jedoch häufig in ihrem Eifer bremsen, weil sie nicht ausreichend über die aktuellen Fachregeln informiert sind.
  6. Weisen Sie Ihre Mitarbeiter darauf hin, was im Umgang mit der Gegenseite zu beachten ist: Höflichkeit, Sauberkeit, Zurückhaltung. Abgestimmte Angaben zur Sache sind erforderlich und dienlich.

Was Sie während des Ortstermins beachten sollten

  1. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – erzählen Sie nicht zu viel ungefragt.
  2. Lassen Sie sich nicht provozieren, wie z.B. durch
    • Ihre Arbeit wird schlecht gemacht
    • Sie werden als unzuverlässig dargestellt
    • Sie hätten auf freundliche Hinweise des Auftraggebers nicht reagiert
    • Sie seien nicht der billigste Verarbeiter gewesen, der Auftraggeber habe sich daher bewusst für Ihre Firma entschieden und jetzt „so etwas“
  3. Schalten Sie Ihr Handy aus – Ihnen könnten ansonsten wichtige Feststellungen und Hinweise während des Ortstermins entgehen.
  4. Notieren Sie sich alle Argumente der Gegenpartei, so können Sie nach dem Ortstermin in Ruhe überlegen, wie Sie darauf reagieren werden.

Was Sie nach dem Orstermin beachten sollten

  1. Reichen Sie die erforderlichen Unterlagen ein, bevor das Gutachten erstellt wird (Windlastberechnung, Entwässerungsberechnung, Verarbeitungshinweise der Hersteller der verwendeten Produkte), wenn der Sachverständige anzweifelt, dass diese Dinge erstellt wurden bzw. nach ihnen gearbeitet wurde.
  2. Seien Sie zu erträglichen Zugeständnissen bereit, um eine gerichtliche Auseinandersetzung zu vermeiden, denn eindeutige Sieger sind in Bau-Prozessen die absolute Ausnahme. Bau-Prozesse sind nicht nur lang und teuer, sie sind für die Beteiligten auch eine Belastung. Von ihnen profitieren häufig nur die Rechtsanwälte.
  3. Falls Sie sich für einen Rechtsanwalt zu Ihrer Unterstützung entscheiden, wählen Sie einen Anwalt, der sich auf Baurecht spezialisiert hat.

 


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Produkte Unternehmen Wissen

CARLISLE® ACADEMY – Weiterbildung, die wirklich weiterbringt!

Wir lassen Sie nicht im Regen stehen! Dieses Versprechen bezieht sich nicht nur auf die Qualität der CARLISLE® Abdichtungsprodukte, sondern auch auf die professionellen Kundenschulungen in der CARLISLE® ACADEMY.

Die Schulung der Anwender im Umgang mit den CARLISLE® Abdichtungsprodukten hat Tradition. Der Hersteller hat seit jeher darauf gesetzt, gemeinsam mit dem Handel Informationsveranstaltungen und Praxisvorführungen anzubieten, damit die Handwerker das Beste aus dem Material herausholen können. Hat ein Verarbeiter noch keine Erfahrung mit RESITRIX® EPDM-Bahnen oder HERTALAN® EPDM-Planen machen können, bietet CARLISLE® bei der Erstverlegung eine Baustelleneinweisung durch einen Mitarbeiter der hauseigenen Anwendungstechnik an. Dieser Service ist nicht selbstverständlich und wird daher von den Betrieben sehr begrüßt. In Summe kommen so pro Jahr einige hundert Schulungen im Handel und auf Baustellen zusammen. Daher reifte im Unternehmen der Gedanke, das Thema Weiterbildung zu Einsatzmöglichkeiten und sicherer Verarbeitung der CARLISLE® Produkte auf die nächste Ebene zu heben und die CARLISLE® ACADEMY zu gründen.

Hier geht’s zur CARLISLE® ACADEMY Website

VERANTWORTUNG FÜR UNSERE KUNDEN

Rudolf Bürdek, Leiter CARLISLE® ACADEMY

„Wir sind uns bewusst, dass wir als Europas führender Hersteller von dauerhaft sicheren EPDM-Abdichtungsprodukten eine große Verantwortung für unsere Kunden tragen“, erklärt Rudolf Bürdek, Leiter der CARLISLE® ACADEMY. Der Diplom-Ingenieur ist seit 2014 Leiter der Architektenberatung bei CARLISLE® und verantwortet in dieser Funktion auch das Schulungsangebot der ACADEMY an den Standorten Hamburg und Waltershausen in Thüringen.

„Wenn wir in unseren Räumlichkeiten schulen, haben wir ganz andere Möglichkeiten, auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen einzugehen“,

erläutert Rudolf Bürdek. „In der Schulungsumgebung darf man auch einmal einen Fehler machen und so ohne Risiko erfahren, wo die eigenen Grenzen oder die des Materials liegen. Denn man läuft nicht gleich Gefahr, diesen Fehler auf der Baustelle zu machen, wo er unter Umständen nicht mehr korrgiert werden kann“, ergänzt er.

PROFIWISSEN AN ZWEI STANDORTEN

Im Oktober 2015 öffnete die CARLISLE® ACADEMY am Produktionsstandort Hamburg-Harburg ihre Türen. Dort befindet sich auch das Technikum, Sitz der hausinternen Forschung und Entwicklung. Hier werden nicht nur neue Produkte und Einsatzmöglichkeiten entwickelt, sondern auch die gleichbleibend hohe Qualität der bestehenden Produkte gesichert. Im Prüflabor werden dazu beispielsweise kontinuierliche Windsog- und Alterungstests durchgeführt. Den Ingenieuren und Technikern ist der regelmäßige Austausch mit den Kunden sehr wichtig, denn sie begreifen ihre Arbeit als möglichst kunden- und anwendungsorientiert. Die Besucher der ACADEMY schätzen es wiederum, dass ihre Meinung gefragt ist und sie auch einmal einen Blick hinter die Kulissen
der EPDM-Produktion werfen können.

Seit September 2018 gibt es einen zweiten ACADEMY Standort im thüringischen Waltershausen. Dort entstand auf einer 11.600 Quadratmeter großen Innenfläche eine hochmoderne und flexibel erweiterbare Produktions- und Logistikhalle. Unter einem Dach vereint das Unternehmen auch Räume für die Verwaltung sowie die ACADEMY.

„Obwohl viele Schulungsteilnehmer auch sehr gern zu uns nach Hamburg kommen, war es für uns logisch, ein weiteres Schulungszentrum in der geographischen Mitte Deutschlands zu eröffnen. So ermöglichen wir es deutschlandweit einfach noch mehr Kunden, unser Weiterbildungsangebot zu nutzen“,

begründet Rudolf Bürdek die Entscheidung des Unternehmens.

DAS CARLISLE® ACADEMY TEAM

Der ACADEMY Leiter ist für die Ausgestaltung und Entwicklung des Weiterbildungsangebotes an beiden Standorten verantwortlich. Für das Tagesgeschäft jedoch vertraut er voll und ganz auf seine erfahrenen Schulungsleiter: Carsten Henkel in der ACADEMY Waltershausen, Marko Grimm in der Hamburger ACADEMY. Beide Kollegen kennen die Möglichkeiten der CARLISLE® Produkte in- und auswendig: Carsten Henkel arbeitete jahrelang im Team Anwendungstechnik des Herstellers, Marko Grimm war zuvor mehrere Jahre als Fachberater im Vertriebsaußendienst für CARLISLE® unterwegs. Die Schulungsleiter leben praktisch für „ihre“ ACADEMY und vermitteln ihr Profiwissen mit Engagement und Leidenschaft an die Teilnehmer. Dass sie richtig Freude an ihrer Arbeit haben, merkt man auch daran, dass der Spaßfaktor bei den Schulungen nicht zu kurz kommt – nicht zuletzt das schätzen die Kunden an den CARLISLE® Veranstaltungen. Tatkräftig unterstützt werden die beiden von den ACADEMY Assistentinnen: Astrid Tumforde in Hamburg und Anja Wolf in Waltershausen. Ihr Motto lautet „Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger!“. Und bei all den vielen Aufgaben, die die Kolleginnen täglich hervorragend meistern, haben sie immer noch ein freundliches Lächeln für Teilnehmer und Kollegen übrig.

(v.l.n.r.) Schulungsleiter Marko Grimm (Hamburg), Rudolf Bürdek, Leiter CARLISLE® ACADEMY, ACADEMY Assistentinnen: Astrid Tumforde (Hamburg) und Anja Wolf (Waltershausen), Schulungsleiter Carsten Henkel (Waltershausen)

WAS BIETET DIE CARLISLE® ACADEMY?

„Unser Weiterbildungsangebot umfasst Grund- und Aufbaukurse für Verarbeiter, in denen wir eine gesunde Mischung aus Theorie und Praxis für die Kunden bereithalten“, beschreibt Carsten Henkel das Konzept der CARLISLE® ACADEMY.

„Sie können nur das Beste aus unserem Material herausholen, wenn wir unsere jahrzehntelange Erfahrung mit EPDM an sie weitergeben und sie professionell und umfassend in der Verarbeitung unserer Produkte schulen“,

ergänzt er. Marko Grimm fügt hinzu „Nach erfolgreich absolviertem Aufbaukurs erfolgt die Prüfung zum qualifizierten Fachverleger für unsere Produkte. So können unsere Kunden nicht nur die Qualität ihrer Arbeit verbessern, sondern auch die Zufriedenheit ihrer Kunden steigern und das zahlt sich aus.“ Aber auch Fachhändler sowie Architekten und Planer finden in der ACADEMY speziell auf sie zugeschnittene Seminare, die sich auszahlen. Für die Tagesveranstaltung „Das sichere Flachdach!“, das Rudolf Bürdek und seine Kollegen aus der Architektenberatung bundesweit anbieten, sind sogar Weiterbildungspunkte der Architektenkammern erhältlich. Das Konzept geht auf: CARLISLE® verzeichnet stetig steigende Besucherzahlen an beiden Schulungsstandorten. Bis einschließlich Herbst 2019 hat das ACADEMY Team bereits über 5.000 Teilnehmer erfolgreich durch spannende Schulungstage begleitet und freut sich bereits auf die nächste Schulungssaison.

Zum Schulungsprogramm der CARLISLE® ACADEMY

 


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Wissen

Was macht eigentlich eine Radonfachperson?

Carlisle Radonfachperson Thorsten Stegner

Das Thema Radon ist durch die Änderung des Strahlenschutzgesetzes Anfang 2019 in den Fokus gerückt. Da das Thema sehr komplex ist und viele Fragen aufwirft, hat sich Torsten Stegner, Architektenberater für die Regionen Bayern und Baden-Württemberg, zur geprüften Radonfachperson weitergebildet. In diesem Blogbeitrag beschreibt er, was eine Radonfachperson eigentlich macht.

Radon?!  Was ist das?

Das neue Strahlenschutzgesetz tritt seit Anfang 2019 schrittweise in Kraft und beschäftigt sich mit dem Thema Radon bei Neubauten und Sanierungen. Es regelt Grenzwerte und Anforderungen in Bezug auf Radon. Doch das neue Gesetz wirft auch Fragen auf:

  • Was ist Radon überhaupt?
  • Warum gibt es jetzt ein Gesetz?
  • Wie kann ich mich davor schützen?
  • Ist Radon immer schädlich?
  • Wo kommt Radon her?
  • Wie verbreitet sich Radon?
  • Muss ich etwas dagegen tun?

Um den Bürgern diese Fragen zu beantworten gibt es sogenannte ausgebildete Radonfachpersonen.

Mehr zum Thema Radondichtheit finden Sie hier.

Was macht eigentlich eine Radonfachperson?

  1. Beratung in Radonfragen: 

    Die Radonfachpersonen sind Experten auf dem Gebiet Radon und beraten Sie gerne umfassend zu diesem Thema. Sie erläutern Ihnen, was Radon ist, wo es herkommt und wie und wann man sich davor schützen kann bzw. muss.

  2. Durchführung von Radonmessungen: 

    Über diese Beratung hinaus führen Radonfachpersonen auch Messungen der Radonkonzentration aus. Hierzu gibt es je nach Anwendungsfall verschiedene Messarten. Hier geht es von der Messung der Konzentration von Radon im Boden Ihres Grundstücks über eine Kurzzeitmessung, um eine Einschätzung des Radonvorkommens in Ihrem Gebäude zu erlangen, bis hin zur Langzeitmessung, welche aussagekräftig die mittlere Radonbelastung Ihres Gebäudes innerhalb eines Jahres erfasst. Die Messergebnisse werden ausgewertet, von der Radonfachperson interpretiert und bei Bedarf geeignete Maßnahmen zur Senkung der Radonkonzentration vorgeschlagen.

    Radona Messgerät

    ©www.radonshop.com

  3. Durchführung von Radonsanierungen: 

    Die Radonfachperson begleitet Sie aber natürlich auch bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Hierbei wird ein Maßnahmenplan erarbeitet und systematisch abgearbeitet. Wichtig hierbei ist, dass nach jeder durchgeführten Maßnahme eine Kontrollmessung durchgeführt werden sollte. Hierdurch wird die Wirksamkeit der Maßnahme und die anschließend vorliegende Radonkonzentration gemessen. Sollte der vereinbarte Referenzwert noch nicht erreicht worden sein, werden weitere Maßnahmen angestoßen. Diese Vorgehensweise trägt dazu bei, die Kosten für den Bauherren so niedrig wie möglich zu halten. Denn sollte der Referenzwert erreicht worden sein, sind keine weiteren Maßnahmen mehr notwendig.

  4. Berücksichtigung von Radon bei Neubauten: 

    Natürlich spielt der Schutz vor Radon auch bei geplanten Neubauten eine große Rolle. Werden die Ziele für die Radonkonzentration bei Sanierungen häufig über Wohnraumlüftung oder ähnliche Systeme erreicht, kann man bei Neubauten das Eindringen von Radon in das Gebäude durch die Wahl geeigneter Abdichtungen verhindern. Hierbei haben sich unsere vollflächig selbstklebenden RESITRIX® SK W Full Bond EPDM-Dichtungsbahnen bewährt. Diese bieten Ihnen einen geprüften Radonschutz und erfüllen gleichzeitig alle Anforderungen an die DIN 18533 (Abdichtung von erdberührten Bauteilen). Damit erhalten Sie neben einer DIN-gerechten Abdichtung gegen Feuchtigkeit gleichzeitig einen effektiven Schutz gegen Radon. Mehr zu RESITRIX® SK W Full Bond und ihren Produkteigenschaften finden Sie hier.

  5. Berücksichtigung von Radon bei energetischen Sanierungen: 

    Auch bei energetischen Sanierungen ist es ratsam, eine Radonfachperson zu kontaktieren. Denn durch die Dämmung der Gebäudehülle und die damit einhergehende dichtere Bauweise kommt es zu geänderten bauphysikalischen Parametern im Gebäude. Dies kann dazu führen, dass die Radonkonzentration durch den nun vorliegenden geringeren Luftwechsel bzw. die erhöhte Raumtemperatur im Gebäude ansteigen kann.

Radon?! – Ein komplexes Thema!

Das Thema Radon ist komplex. Deshalb gibt es speziell dafür ausgebildete Radonfachpersonen. Bei Neubauten stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite und zeigen Ihnen Möglichkeiten auf, wie Sie mit unserer RESITRIX® SK W Full Bond EPDM-Dichtungsbahn die Anforderungen an Abdichtung gegen Feuchtigkeit und Radon erfüllen können.

Weiterführende Informationen zur Bauwerksabdichtung mit RESITRIX® finden Sie unter www.resitrix.com/bauwerksabdichtung

 


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8 Praxistipps für die fachgerechte Flachdachabdichtung

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Einbaubedingungen für Dachabdichtungen nach dem technischen Regelwerk

Die vordringliche Aufgabe von Dachabdichtungen besteht in der schnellen, gezielten und dauerhaften Ableitung von anfallendem Niederschlagswasser. Das technische Regelwerk formuliert dazu eine Reihe von Anforderungen. Neben der konstruktiven Ausbildung sind aber auch das Alterungsverhalten des Abdichtungsmaterials, ihr Zusammenwirken mit anderen Schichten des Dachaufbaus und die fachgerechte Ausführung des Gesamtwerkes von hoher Bedeutung.

Dachabdichtungen können sowohl nach DIN 18531 als auch nach der Fachregel für Abdichtungen (Flachdachrichtlinie) geplant und ausgeführt werden. Da beide Vorschriften teilweise unterschiedliche Anforderungen aufweisen, ist der Bezug auf die jeweilige Regel schon in der Ausschreibungsphase bzw. bei der Angebotserstellung von entscheidender Bedeutung, um spätere Mängelanzeigen schon im Vorfeld auszuschließen. Ebenso wichtig ist es, die Bedeutung der innerhalb des Regelwerkes enthaltenen Modalverben zu erkennen und anzuwenden.

Hierbei ist besonderes Augenmerk auf den kleinen, aber entscheidenden Unterschied zwischen den Modalverben „sollten“ und „sollen“ zu richten. Eine Gesamtübersicht ist in der Grundregel für Abdichtungen enthalten.

Nachfolgend werden acht wichtige Kriterien beschrieben, die für eine gezielte Ableitung des Niederschlagswassers verantwortlich sind. Dabei werden vorhandene Unterschiede des Regelwerkes berücksichtigt.

1. Dachneigung, Gefälle

Gemäß der Flachdachrichtlinie soll das geplante Gefälle mindestens 2 % betragen. Nur in begründeten Fällen, die beispielhaft aufgelistet werden, können auch gefällelose Flächen geplant und ausgeführt werden. Im Unterschied dazu sollte nach DIN 18531 lediglich ein Mindestgefälle von 2 % geplant werden. Gefällelose Dächer sind demnach möglich, wenn die Auswahl der Abdichtung die Anforderungen der Anwendungsklasse K2 erfüllt. Der Unterschied zwischen beiden Regelwerken liegt jedoch eindeutig im Gebrauch der Modalverben. Hinsichtlich der Pfützenfreiheit werden in beiden Regelwerken die gleichen Aussagen getroffen. Danach ist bei Dachflächen mit einer Neigung bis ungefähr 5 % Pfützenbildung unvermeidbar.

TIPP: Abweichungen vom geplanten Gefälle sind nicht immer vermeidbar und deshalb zulässig.

 

2. Dachentwässerung

Abläufe der Innenentwässerung sind an den tiefsten Stellen der zu entwässernden Teilflächen anzuordnen. Nach der Flachdachrichtlinie sollen Abläufe zusätzlich durch Kies-/Laubfangkörbe vor Verstopfungen geschützt werden. Traufbohlen sollen nach der Flachdachrichtlinie 10 mm niedriger als die vorhandene Dämmschicht sein.

TIPP: Eine regelmäßige Kontrolle bzw. Wartung der Ablauföffnungen ist unverzichtbar.

3. Ausbildung von Anschlüssen

Auch hierfür gelten einheitliche Vorgaben. Die Höhe der Abdichtung beträgt bei Dachneigungen bis 5° (ca. 9 %) mindestens 15 cm, bei Dachneigungen über 5° (ca. 9 %) mindestens 10 cm, jeweils über Oberkante Belag. An der Oberkante sind die Anschlüsse gegen hinterläufiges Spritzwasser und Schlagregen durch geeignete konstruktive Maßnahmen zu sichern.

TIPP: Auskragende Elemente und Anschluss-Schienen sind geeignete konstruktive Maßnahmen.

 

4. Ausbildung von Türanschlüssen

Die Anschlusshöhe über Oberkante Belag kann bis auf 5 cm verringert werden, wenn im Belag unmittelbar vor der gesamten Türbreite durch Einbau einer wannenbildenden Entwässerungsrinne oder einer vergleichbaren Konstruktion die Wasserbelastung minimiert wird. Eine solche Rinne muss unmittelbar an die Entwässerung angeschlossen werden. Es wird außerdem auf die Gefahr von Verformungen oder Verhärtungen der Kunststoffteile bei Verwendung von erhitztem Bitumen, einer offenen Flamme oder von Heißluft hingewiesen. Barrierefreie Übergänge mit einer weiteren Unterschreitung der Anschlusshöhe sind dagegen Sonderkonstruktionen und erfordern abdichtungstechnische Sonderlösungen.

TIPP: Sonderkonstruktionen müssen genau zwischen den Baubeteiligten abgestimmt werden.

 

5. Einbau der Dachabdichtung

Die fachgerechte Verlegung der Abdichtung in allen Bereichen ist von entscheidender Bedeutung. Das Regelwerk legt neben Parametern zur stofflichen Beschaffenheit der Abdichtungsmaterialien auch deren Einbaubedingungen fest. Hervorzuheben sind hierbei die materialspezifischen Methoden der Nahtfügung von Abdichtungsbahnen. Nur eine handwerklich korrekte Verlegung schafft neben den beschriebenen, vordergründig konstruktiven Einbaubedingungen die Voraussetzung für die Funktionssicherheit des Gesamtwerkes und damit auch für eine dauerhafte Abführung von auf die Dachfläche einwirkenden Niederschlägen.

Tipp: Für die Abdichtung von Detailausbildungen kann Flüssigkunststoff eine sinnvolle Ergänzung bilden.

 

6. Dachrandausbildung

Die Höhe der Abdichtung beträgt bei Dachneigungen bis 5° mindestens 10 cm, bei Dachneigungen über 5° mindestens 5 cm, jeweils über Oberkante Belag. Direkt in die Abdichtung eingeklebte Dachrandprofile sind ungeeignet. Demzufolge sind mehrteilige Profile zu verwenden.

Tipp: Ausreichende Dachrandhöhen verhindern Schäden an der Fassade.

 

7. Durchdringungen

Der Abstand von Durchdringungen untereinander und zu anderen Bauteilen sollte nach DIN 18531 bei bahnenförmigen Abdichtungsstoffen mit mindestens 30 cm geplant werden. Bei flüssig zu verarbeitenden Abdichtungsstoffen sollte dieser Abstand mindestens 10 cm betragen. Innerhalb der Flachdachrichtlinie wird dagegen das Modalverb sollen verwendet, womit die Empfehlung durch eine Anforderung ersetzt wird, von der nur in begründeten Fällen abgewichen werden kann. Zu geringe Abstände von Durchdringungen erschweren die fachgerechte und dauerhafte Herstellung ihrer Anschlüsse und führen nicht selten zu Undichtigkeiten innerhalb dieser Bereiche.

Tipp: Bauteile mit werkseitigen Manschetten und einfachen Einbaumöglichkeiten mindern das Risiko späterer Schäden erheblich.

 

8. Abrutschsicherung

Im Regelwerk wird auf zusätzliche Maßnahmen zur Verhinderung des Abgleitens aller Schichten des Dachaufbaus hingewiesen. Das betrifft Flächen mit einem Gefälle über 3°, insbesondere bei Verwendung von Abdichtungsbahnen oder/und deren Klebemassen mit eingeschränkter Wärmestandfestigkeit. Gleiches gilt für Teilflächen mit hoher Sonneneinstrahlung. In der Regel wird die Abrutschsicherung durch geeignete mechanische Befestigungen erreicht. Bei Nichtbeachtung solcher Maßnahmen wird nicht nur die Nutzungsdauer der Abdichtung eingeschränkt, sondern auch unnötige Pfützenbildung hinter abgerutschten Bahnen verursacht.

Tipp: Systemaufbauten stellen eine besonders geeignete Lösung zur Abrutschsicherung dar.

 

Die aufgeführten Kriterien stehen in enger Wechselwirkung zueinander. Das verdeutlicht die Komplexität der Problematik. Schon der Ausfall eines Gliedes innerhalb der Kette kann die Funktionalität des Gesamtwerkes infrage stellen und zu Schäden führen. Daher sind die fachgerechte Planung und Ausführung nach den Vorgaben des entsprechenden technischen Regelwerkes von entscheidender Bedeutung.

 


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Niederländische Architektur ist ein weltweites Exportprodukt

Spätestens mit der Jahrtausendwende begann der Hype um niederländische Architektur. Es bleibt jedoch die Frage nach ihrem Erfolgsgeheimnis, nach dem Entstehen sowie der Umsetzung der originellen und effektiven Ideen. Ein Erklärungsversuch von Jan Knikker, Partner bei MVRDV.

Würfelförmige Häuser, die auf der Spitze stehen, eine Markthalle in Form eines gigantischen Hufeisens, eine Bibliothek mit hellgelben Lüftungsschächten, daneben ein knallroter Wohnturm. Das Zentrum von Rotterdam sieht an manchen Stellen aus wie ein Freiluftarchitekturmuseum. Und das trotz der niedrigen Baupreise, von denen deutsche Bauherren nur träumen können: schon für 900 Euro pro Quadratmeter kann man in Holland Büros bauen. Und das auch noch mit gewagten, spannenden Entwürfen, wo in Deutschland oft Ödnis herrscht wie die Süddeutsche Zeitung bemängelt.

„In Deutschland gibt es eine Kultur der Angst. Neue Gebäude sollen möglichst neutral aussehen. Damit die Investoren sie leichter wieder verkaufen können und die Stadt ein einheitliches Bild bewahrt“, sagt MVRDV Gründungspartner Winy Maas, der den Entwurf der Markthal Rotterdam geleitet hat.

Markthal Rotherdam

©Ossip-van-Duivenbode

Die Markthal kann man als bemerkenswertes Objekt erfassen, mit seiner großen Halle und dem enormen, fast barocken Deckengemälde, oder man sieht es als eine mutige und zugleich schlaue Lösung, die aus einem verhältnismäßig kleinen Budget das Beste herausgeholt hat. Man hat Wohnungen genommen, diese zu Wänden und einer Decke aufgestapelt und so fast gratis eine Markthalle bekommen. Gebaut für nur 1.750 Euro pro Quadratmeter.

Gründungspartnerin Nathalie de Vries fasste die nationalen Klischees europäischer Baukultur einmal ironisch zusammen, wonach die deutsche Architektur technologisch sei, die französische elegant und die belgische minimalistisch. Und die holländische, lässt sich die auch auf ein Klischee reduzieren? Die niederländischen Botschafter sagen gerne im Ausland, dass es Demokratie ist, sie bauen gerne einfach, bürgerlich und ohne Monumentalismus. Ein berühmtes niederländisches Sprichwort besagt, dass, wenn man sich normal benimmt, man schon verrückt genug ist. Das kann man allerdings auch umdrehen: Wenn niederländische Architekturstudenten an der Universität eine Ausbildung erhalten, in der konzeptuelles Denken stimuliert wird, Pragmatismus, Innovation und auch eine Prise Humor gewünscht ist, kann man auf diesem dann normalen Niveau ganz außergewöhnliche Architektur schaffen.

VALLEY-Amsterdam–MVRDV

VALLEY, Amsterdam – MVRDV

Dieses konzeptuelle und pragmatische Denken hat niederländische Architektur zu einem weltweiten Exportprodukt gemacht und damit aber auch zu einer internationalen Zusammenarbeit, die praktisch keine Grenzen mehr kennt. In vielen Rotterdamer Architekturbüros sind 30 oder mehr Nationalitäten beschäftigt, einerseits aus praktischen Gründen, andererseits aber auch, um ein offenes Visier zu behalten. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Team aus Niederländern, Deutschen, Indern und Amerikanern an einem Projekt in Argentinien zusammenarbeitet.

Das wird als kulturelle Bereicherung und Gewinn für alle Seiten gesehen, so gesehen ist nicht die niederländische Architektur mit einem einheitlichen Stil oder die niederländische Identität das Exportprodukt, sondern die Arbeitsmethode, die sich auszeichnet durch Liberalität, Aufgeschlossenheit und Mut zu unkonventionellen Lösungen und die oft in starken Konzepten mit Egalitarismus und einem Sinn für Humor resultiert. Da für den Bau oftmals nur erstaunlich niedrige Budgets zur Verfügung stehen, wird immer wieder mit neuen Materialien experimentiert. Sozusagen die Suche nach dem heiligen Gral, um doch noch etwas Besonderes machen zu können. Vielleicht liegt darin ja das Erfolgsgeheimnis – gegebene Grenzen werden kreativ neu interpretiert zu fantastischen Chancen.

 

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UV-Strahlung – die unterschätzte Gefahr

©Thomas Lucks – BG BAU

Sommer, Sonne, Hitze: Des einen Freud, des anderen Leid. Während sich viele Arbeitnehmer in den heißen Monaten des Jahres im Sommerurlaub erholen können, müssen die Beschäftigten der Baubranche oftmals erst richtig an ihre Grenzen gehen. Stabile Wetterlagen werden genutzt, um die zahlreichen Aufträge abzuarbeiten. Das betrifft insbesondere auch das Dachhandwerk. Bei Temperaturen zwischen 25 und 40 Grad im Schatten, die 2018 im Sommer der Superlative keine Seltenheit waren, müssen sich die Dachdecker dringend vor Hitze und UV-Strahlen schützen, um ihre Gesundheit nicht zu gefährden.

Weißer Hautkrebs durch arbeitsbedingte UV-Strahlung

Es ist längst wissenschaftlich erwiesen, das bestimmte Hautkrebserkrankungen durch langjährige, intensive UV-Strahlung verursacht werden können, die auf ungeschützte Körperregionen einwirkt. Mittlerweile ist auch anerkannt, dass diese Hautkrebserkrankungen auch „arbeitsbedingt“, also durch eine überwiegend im Freien ausgeübte Tätigkeit entstehen können. Seit dem 1. Januar 2015 können bestimmte Formen des weißen Hautkrebses, die durch Sonnenstrahlung verursacht werden, als Berufskrankheit anerkannt werden: Plattenepithelkarzinome sowie ihre Vorstufen, die multiplen aktinischen Keratosen. 2017 wurden der BG BAU fast 2.800 neue Verdachtsfälle der Berufskrankheit weißer Hautkrebs gemeldet. Damit waren durch UV-Strahlung ausgelöste Hauttumore in dem Jahr die am häufigsten angezeigte Berufskrankheit der Bauwirtschaft.

Leider gehen immer noch zu viele Handwerker allzu sorglos mit diesem Thema um und arbeiten oberkörperfrei, in kurzen Hosen und ohne Sonnenschutz auf der Baustelle. Derart ungeschützt riskieren sie nicht nur Hautschäden in Form von Sonnenbrand, sondern auch eine Schädigung der DNS, des Erbmaterials der menschlichen Zellen. Bis zu einem gewissen Maß ist der Körper in der Lage, die DNS zu reparieren. Wird der Schaden jedoch größer, kann an den betroffenen Stellen Krebs entstehen. Ganz wichtig: Hautkrebs kann auch ohne vorherigen Sonnenbrand entstehen!

UV-Schutz bei der Arbeit im Freien

Wer trotz der Arbeit im Freien gesund bleiben will, braucht daher umfassenden UV-Schutz für den gesamten Körper, den Kopf und die Augen, auch wenn hochsommerliche Temperaturen zu leichter Bekleidung verlocken. Aber wie kann man sich richtig schützen? Optimal ist eine Kombination aus technischen und organisatorischen Maßnahmen, die mit personenbezogenen Schutzmaßnahmen kombiniert werden.

Beispiele für technische Maßnahmen

Technische Maßnahmen reduzieren die UV-Belastung am Arbeitsplatz durch den Einsatz technischer Hilfsmittel, wie

  • Überdachungen an Arbeitsplätzen im Freien
  • Einsatz von Sonnenschirmen / Sonnensegeln

Beispiele für organisatorische Maßnahmen

In Mitteleuropa ist die Sonneneinstrahlung in der Sommerzeit zwischen 11 und 15 Uhr am stärksten. Durch organisatorische Maßnahmen kann ein Aufenthalt in der direkten Sonne während dieser Zeit reduziert werden, z.B. durch

  • Verschieben von Arbeits- und Pausenzeiten (z.B. den Arbeitsbeginn in die frühen Morgenstunden vorverlegen)
  • Durchführen von Außenarbeiten auf von der Sonne abgewandten Gebäudeseite (morgens auf der Westseite, mittags auf der Nordseite und nachmittags auf der Ostseite)

Beispiele für personenbezogene Maßnahmen

  • Bekleidung mit langen Ärmeln und Beinen (idealerweise UV-Schutz-Funktionskleidung für einen besseren Feuchtigkeitstransport)
  • Kopfbedeckung, die auch Nacken und Ohren schützt
  • Sonnenbrille mit UV-Schutz und seitlicher Abschirmung nach der Norm DIN EN 166 oder 172
  • Sonnenschutzmittel mit mindestens Lichtschutzfaktor (LSF) 30, besser LSF 50

Die Anschaffung von UV-Schutzkleidung wird von der BG Bau gefördert. Für weitere Infos klicken Sie hier.

Auf den Internetseiten der BG BAU finden Betroffene weitere umfassende Informationen rund um das Thema Sonne und Hitze (https://www.bgbau.de/themen/sicherheit-und-gesundheit/sonne-und-hitze/). Sehr empfehlenswert ist auch die Broschüre „Sonnenschutz auf dem Bau“ der BG BAU, die dort als PDF-Datei heruntergeladen werden kann.

 

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Langzeitverhalten von RESITRIX® EPDM-Dichtungsbahnen

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Ein Dach bildet den oberen Abschluss eines Gebäudes und schützt den darunter liegenden Innenraum vor Witterungseinflüssen. Die Anforderungen an dieses Bauteil variieren dabei zunächst nach dem Grad der Dachneigung. Dacheindeckungen von Steildächern und flach geneigten Dächern müssen lediglich regensicher sein, Flachdachabdichtungen hingegen dauerhaft wasserdicht. Die Flachdachabdichtung muss daher besonders genau geplant und ausgeführt sowie alle Einzelkomponenten des gesamten Dachaufbaus sorgfältig ausgewählt werden. Schon kleine Mängel oder Nachlässigkeiten können die Funktionssicherheit gefährden oder zu gravierenden Schäden führen.

Einordnung in das technische Regelwerk

Nach dem technischen Regelwerk für Dachabdichtungen kann die Abdichtung aus bahnenförmigen oder flüssig zu verarbeitenden Stoffen hergestellt werden. Alle in DIN 18531-2 aufgeführten Kunststoff- und Elastomerbahnen werden bei einlagiger Ausführung der höchsten Eigenschaftsklasse E1 zugeordnet. Die Zertifizierung nach DIN EN 13956 schafft die Grundlage für das Inverkehrbringen der Bahnen. In DIN SPEC 20000-201 sind die anwendungstechnischen Anforderungen formuliert. Die spezifischen Einbaubedingungen innerhalb des Gesamtdachaufbaus werden über zusätzliche Konstruktionsvorschriften geregelt. Nicht genutzte und genutzte Dächer können entweder nach DIN 18531 oder nach der Fachregel für Dachabdichtungen (Flachdachrichtlinie) geplant und ausgeführt werden. Neben konstruktiven Anforderungen sind im gesamten Regelwerk eine Reihe physikalischer und stofflicher Anforderungen enthalten. Allerdings sind nicht alle relevanten Kennwerte für den Nutzungszustand, sondern lediglich für den frischen Einbauzustand nachzuweisen. Gleiche Einbaubedingungen vorausgesetzt, können sich jedoch bestimmte Eigenschaften in Abhängigkeit vom Bahnentyp im Verlauf von Jahren oder Jahrzehnten gravierend verändern und so zu teils erheblichen Unterschieden bezüglich der zu erwartenden Nutzungsdauer von Abdichtungen führen.

Eine ausführliche Einordnung unserer Dichtungsbahnen in das technische Regelwerk finden Sie hier.

Besondere Eigenschaften von EPDM-Dichtungsbahnen

Während bei plastischen Werkstoffen die notwendigen Zugkräfte von der Trägerlage aufgenommen werden, bildet bei Elastomerbahnen die Reißdehnung den entscheidenden Kennwert zur Charakterisierung des Alterungsverhaltens. Hierbei ist ihre Wechselwirkung mit anderen thermischen und mechanischen Einflüssen zu berücksichtigen.

Die Molekülketten von Elastomeren sind hochgradig miteinander vernetzt. Diese stoffliche Besonderheit bildet die Grundlage für das über mehrere Jahrzehnte auf hohem Niveau nahezu gleichbleibende gummielastische Verhalten. Es muss also nicht erst durch die Zugabe von Weichmachern erzeugt werden. Somit besteht auch nicht die Gefahr, dass nach allmählichem Entweichen von Weichmachern unter Wärmeeinwirkung ein Masseverlust und damit eine Längenänderung der Dichtungsbahnen (Materialschrumpf) eintreten kann.

Zusätzliche Belastungen für frei bewitterte Dachabdichtungen entstehen vor allem durch hohe mechanische und thermische Einwirkungen. Ein Extremereignis stellt z.B. ein plötzlich auftretender, starker Temperatursturz oder ein Hagelschlag dar. Infolge von Materialschrumpf spannungsgeladene Dichtungsbahnen können nach plötzlichem Temperatursturz und eingeschränkter Kälteflexibilität diesen einwirkenden Kräften oft nicht widerstehen. Eine solche Extremsituation kann Rissbildungen verschiedenen Ausmaßes hervorrufen.

Alterungsverhalten von RESITRIX® Dichtungsbahnen

RESITRIX® Dichtungsbahnen von CARLISLE® CM Europe stellen eine spezielle Elastomerbahnvariante mit einem spezifischen Langzeitverhalten dar. Im Unterschied zu herkömmlichen EPDM-Bahnen sind sie unterseitig mit Polymerbitumen oder selbstklebendem Polymerbitumen beschichtet und besitzen eine Verstärkung aus Glasgelege. Ihre Bezeichnung nach DIN SPEC 20000-201 lautet DE/E1 EPDM-BV-V-GG-1,6-PBS/SK.

Resitrix Schichtenaufbau Visual

Schichtenaufbau der vollflächig selbstklebenden EPDM-Bahn RESITRIX® SK W Full Bond.

RESITRIX® Kennwerte im Neuzustand und nach Freibewitterung bzw. künstlicher Alterung

In vorstehender Tabelle werden einige, für das Nutzungsverhalten von Dachabdichtungen relevante, Kennwerte dargestellt. Dabei ist zu erkennen, dass nach Freibewitterung von 20 Jahren keine signifikante Verschlechterung dieser Kennwerte eintritt. Für RESITRIX® Dichtungsbahnen mit einer EPDM-Dicke von 1,6 mm liegen noch keine Praxisdaten vor, da eine Erhöhung der EPDM-Dicke erst in 2016 vorgenommen wurde. Die Prüfbedingungen nach künstlicher Alterung bestätigen jedoch, dass auch hierfür die Eigenschaften nahezu unverändert bleiben. Untersuchungen haben ergeben, dass die thermisch bedingten Veränderungen der Kennwerte ein entscheidender Gradmesser für die Beurteilung des Alterungsverhaltens sind.

Nach DIN 18531 werden für Dachabdichtungen zwei Anwendungsklassen unterschieden: die Standardausführung K1 und die höherwertige Anwendungsklasse K2. Diese stellt erhöhte Anforderungen an die Konstruktion (Dachgefälle, Untergrundbeschaffenheit, Detailgestaltung) und gibt für einlagig verlegte Kunststoff- und Elastomerbahnen höhere Bahnendicken vor. So müssen Abdichtungen von nicht genutzten Dächern mit verstärkten EPDM-Dichtungsbahnen, zu denen auch RESITRIX® gehört, bei Ausbildung nach K1 eine Mindestbahnendicke von 1,3 mm besitzen, bei Ausbildung nach K2 von 1,6 mm. Die in der Tabelle dargestellten Untersuchungsergebnisse belegen jedoch, dass eine Erhöhung der Bahnendicke die Prüfergebnisse der nutzungsrelevanten Eigenschaften unwesentlich beeinflusst. Diese stoffliche Anforderung stellt also eine pauschale Vereinfachung dar, die den tatsächlich auftretenden Beanspruchungen der Dachabdichtung nicht gerecht wird.

Auch im Alter gut gehalten

Die Gegenüberstellung der nach dem Regelwerk geltenden Kennwerte für RESITRIX® zeigt, dass die einlagig verlegte EPDM-Bahn den Praxisanforderungen in vollem Umfang gerecht wird und sich bewährt hat. Die Funktionstauglichkeit sowohl der frei bewitterten als auch der künstlich gealterten RESITRIX® Dichtungsbahnen ist noch in vollem Umfang gesichert. Die Prüfergebnisse spiegeln zudem die Aussagen einer Langzeitstudie zur Abschätzung der Gebrauchsdauer von EPDM-Dichtungsbahnen wider, die vom SKZ Würzburg im Jahr 2003 durchgeführt wurde. Sie beziffert die Gebrauchsdauer von RESITRIX® auf mehr als 50 Jahre – dies gilt auch für die Nahtfügung.

Die 32.000 Quadratmeter große Dachfläche des Hamburger Hauptbahnhofs ist seit 1993 sicher mit RESITRIX® CL EPDM-Dichtungsbahnen abgedichtet, die auf einer Stahlkonstruktion mit Holzschalung mechanisch befestigt wurden.

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