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Das neue Gesicht der ACADEMY Waltershausen

Willkommen zu Hause. Mit diesem guten Gefühl biegt Carsten Henkel jeden Morgen gegen sieben Uhr in das Gewerbegebiet an der Gothaer Straße in Waltershausen ab und fährt auf das Werksgelände der neuen CARLISLE® Fabrik. Dort stellt er seinen Wagen, einen sportlichen Pick-Up, auf dem Mitarbeiterparkplatz ab. „Alle Kollegen aus unserem Team fahren diesen Fahrzeugtyp. Natürlich in Schwarz – wie unser Material, das ist quasi unser Markenzeichen“, schmunzelt der CARLISLE® Anwendungstechniker. „Da passt einfach jede Menge Material und Werkzeug rein, was wir ebenso bei unseren Verarbeiterschulungen auf der Baustelle oder im Handel brauchen“, erläutert er die Fahrzeugwahl des Unternehmens.

Die Kundenparkplätze sind um diese Zeit noch leer. Bis die ersten Gäste eintreffen, die sich für die heute stattfindende Firmenzertifizierung im hauseigenen Schulungszentrum CARLISLE® ACADEMY angemeldet haben, bleibt Carsten Henkel genügend Zeit für einen letzten Check, ob alles perfekt vorbereitet ist.

Seit Januar 2019 ist der Dachdeckermeister Schulungsleiter und somit das Gesicht der ACADEMY Waltershausen. Hier sorgt er dafür, dass die Kursteilnehmer nicht nur in der Theorie alles Wissenswerte über die EPDM-Abdichtungslösungen von CARLISLE® lernen, sondern auch den perfekten praktischen Umgang mit dem Material trainieren. Carsten Henkel geht zuerst zum Seminarraum im ersten Stock, aber nur, um sich noch schnell einen Kaffee zu holen. Mehr ist für ihn hier oben nicht zu tun, das hat bereits alles seine Kollegin Anja Wolf erledigt. Die Assistentin Betriebsleitung und ACADEMY Waltershausen ist die gute Seele des Schulungszentrums. Sie organisiert die Anmeldungen der Teilnehmer, die Schulungsunterlagen und Teilnahme-Zertifikate und kümmert sich auch um das leibliche Wohl der ACADEMY Besucher, denn Lernen macht bekanntlich hungrig.

Praxistraining im Herz der Akademie

Nun betritt Carsten Henkel sein Reich im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes, den praktischen Übungsraum. Hier stehen große Arbeitstische, an denen Verarbeiter, aber auch Architekten und Planer, die einfache und sichere Heißluftverschweißung von RESITRIX® und HERTALAN® selbst ausprobieren können. Der Schulungsleiter betrachtet das Herz der Akademie mit prüfendem Blick und ist zufrieden. EPDM-Zuschnitte, Scheren, Heißluftföne, Silikon-Andrückroller, Drahtbürsten – mehr braucht es nicht, um perfekte Nahtfügungen auszuführen. An den Wänden stehen Modelle mit Detailausbildungen wie Innen- und Außenecken oder Durchdringungen. Auch diese Arbeiten werden die Schulungsteilnehmer kräftig üben. Neben den Arbeitstischen sind Behälter aufgestellt, in denen Materialreste sauber nach Werkstoffen getrennt gesammelt und später fachgerecht entsorgt werden. „Für mich ist ganz wichtig, dass unsere schöne neue Fabrik auch überall tadellos in Schuss gehalten wird,“ sagt Carsten Henkel. „das ist ja auch unsere Visitenkarte nach außen. Und das zahlt sich aus – ich habe bisher durchweg positives Feedback von unseren Besuchern bekommen, für die moderne Produktion aber natürlich auch für unser Schulungszentrum. Hier zeigen wir unseren Respekt für das Material und dazu gehören auch solche Kleinigkeiten, wie den Verschnitt nicht achtlos in die Gegend zu werfen, sondern ordentlich aufzulesen.“

Wenn es um die Verarbeitung und die Anwendungsmöglichkeiten von EPDM-Abdichtungen geht, macht dem 45-jährigen Familienvater, der gebürtig aus dem Süden Niedersachsens stammt, so leicht keiner etwas vor. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet der Anwendungstechniker mit diesem Werkstoff, seit nunmehr neun Jahren ist er technischer Berater im Team Anwendungstechnik bei CARLISLE®. Er vermittelt sein Wissen und seine Erfahrung im Umgang mit RESITRIX® und HERTALAN® gern und erfolgreich an seine Kunden und ist damit die ideale Besetzung für die Position des Schulungsleiters in der Waltershausener Akademie.

Für bessere Qualitätsstandards und höhere Kundenzufriedenheit

Wozu braucht es denn eigentlich die CARLISLE® ACADEMY, wenn die EPDM-Produkte des Herstellers doch so einfach und sicher zu verarbeiten sind und das Kursangebot sich doch an ausgebildete Fachleute richtet? Hier muss Carsten Henkel nicht lange überlegen. „Das ist an sich ja kein Widerspruch. Wir beginnen damit, den Verarbeitern und Architekten erst einmal den Werkstoff EPDM näherzubringen. Deutschland ist traditionell noch ein Bitumenmarkt und obwohl es EPDM schon seit mehr als 50 Jahren gibt, sind seine besonderen Materialeigenschaften und Verlegevorteile noch nicht überall bekannt. In unseren Basis-Schulungen vermitteln wir also erst einmal einen Überblick über unsere Produkte und deren Verarbeitung. Darauf bauen dann verschiedene Schulungsbausteine auf, die natürlich entsprechend viele praktische Übungen beinhalten, auch das Arbeiten am großen Modell. Die Teilnehmer erfahren, wie sie ihren Qualitätsstandard in der Anwendung und damit auch die Kundenzufriedenheit verbessern können“, führt der CARLISLE® Mann aus.

„Für Architekten bieten wir ein Seminar zu allen Aspekten rund um das sichere Flachdach an. Die Inhalte reichen von Entwässerung über Windsogberechnung bis zum Brandschutz. Denn auch in dieser Zielgruppe besteht noch Informationsbedarf, damit nicht immer nur traditionsbehaftete Materialien ausgeschrieben werden“, erläutert Carsten Henkel und ergänzt „Aber auch neue Anwendungsbereiche außerhalb des Flachdaches werden in der ACADEMY vorgestellt und geschult.“.

RESITRIX® erfüllt auch die Anforderungen für alle Lastfälle der DIN 18533

Wie aufs Stichwort öffnet sich die Tür des Übungsraumes und zwei Kollegen rollen ein fast mannshohes Modell herein, dass vom Schulungsleiter erfreut in Empfang genommen und an prominenter Stelle platziert wird. Das Modell zeigt die Abdichtung von Bauteilen im erdberührten Bereich nach DIN 18533 mit RESITRIX® und kommt frisch von der Messe BAU 2019 in München zurück, wo es den Fachbesuchern am CARLISLE® Stand präsentiert wurde. „Unsere RESITRIX® Dichtungsbahnen erfüllen auch die Anforderungen für alle Lastfälle der DIN 18533 und sind somit bestens für die Abdichtung von Kellerräumen und Bodenplatten geeignet“ erklärt Carsten Henkel. „Außerdem schützt unser Material nicht nur vor eindringender Feuchtigkeit, sondern auch vor dem radioaktiven Edelgas Radon. Hierüber liegt ein unabhängiges Prüfzeugnis vor.“ Das Thema Radonschutz ist in den betroffenen Regionen brandaktuell, denn zum Jahreswechsel ist das „Gesetz zur Neuordnung des Rechts zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung“ in Kraft getreten.

Mehr zum Thema Radon finden Sie in unserem Blogbeitrag: Gesetzliche Anforderung: Radondichtheit?! Wir bieten Ihnen Lösungen!

Die Firmenzertifizierung für geschulte RESITRIX® Fachverleger

Nun ist alles bereit und pünktlich treffen die Teilnehmer für die Firmenzertifizierung in der ACADEMY ein. Dieses Schulungsangebot richtet sich gezielt an Firmen, deren Mitarbeiter bereits die Basis-Schulung durchlaufen haben. Nach erfolgreichem Bestehen der Aufbaukurse 1 und 2 erhält der verarbeitende Betrieb das Prädikat „Geschulter RESITRIX® Fachverleger“ bzw. „Geschulter HERTALAN® Fachverleger“. An diesem Tag absolvieren die Mitarbeiter der Betriebe Dach+ Markus Pieschel, Dachbau Rüdiger und Konzept Metall-Bedachungs GmbH den Aufbaukurs 2 und halten schlussendlich stolz ihre Auszeichnung in den Händen. Carsten Henkel erklärt den Nutzen der Firmenzertifizierung für die teilnehmenden Betriebe: „Persönliche Empfehlungen sind oft die beste Werbung. Als zertifizierte Firma werden die Verarbeiter von unseren Architektenberatern und Außendienstmitarbeitern bei Ausschreibungen und an Bauherren weiterempfohlen. Das zahlt sich schnell aus.“. Die Seminare werden von den Dachdeckerbetrieben sehr gut angenommen und sind meist recht schnell ausgebucht. Es lohnt sich daher, regelmäßig auf der CARLISLE® ACADEMY Website vorbeizuschauen, dort sind die aktuellen Schulungstermine mit Buchungsstatus übersichtlich aufgelistet.

Den Schulungsleiter freut besonders, dass auch Betriebe, die bereits mit RESITRIX® arbeiten, das Weiterbildungsangebot der ACADEMY nutzen – wie Marcus Krämer und sein Team von der Konzept Metall-Bedachungs GmbH. Sie arbeiten schon seit ein paar Jahren mit der Premium-Bahn und gewannen 2016 sogar den Sanierungspreis mit einem RESITRIX® Projekt. Trotzdem legt der Chef großen Wert auf die ständige Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Gemeinsam besuchten sie daher das Seminar in Waltershausen und lobten die Veranstaltung, weil sie trotz ihrer großen Erfahrung noch viele sehr hilfreiche Kniffe und Tricks durch Dachdeckermeister Carsten Henkel gelernt haben.

Als Erinnerung erhalten die Absolventen ihr Firmen-Zertifikat, ein Foto von der Übergabe, sowie das CARLISLE® Praxishandbuch als nützlichen Begleiter für unterwegs. Der Ratgeber im praktischen Hosentaschenformat zeigt die wesentlichen Verarbeitungsschritte in Bild- und Textform, so dass man im Zweifelsfall schnell noch einmal alles nachlesen kann.

Für Carsten Henkel geht ein erfolgreicher Tag zu Ende. Die guten Arbeitsergebnisse der Schulungsteilnehmer und ihr Lob für die gelungene Veranstaltung stimmen ihn zufrieden. „Boris Becker hat einmal gesagt ‚Wimbledon ist mein Wohnzimmer‘ – bei mir ist es die CARLISLE® ACADEMY in Waltershausen“, sind seine abschließenden Worte und die nimmt man ihm voll und ganz ab.


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Flachdachsanierung einer Architektur-Ikone mit RESITRIX EPDM-Bahnen

Lifting für Architektur-Ikone

Am 28. Februar 2019 feierte Star-Architekt Frank O. Gehry seinen 90sten Geburtstag. Seine kühnen Entwürfe haben Architekturgeschichte geschrieben und zahlreiche Ikonen geschaffen. Aber auch Ikonen kommen in die Jahre, wie das Energie-Forum-Innovation in Bad Oeynhausen. Zwanzig Jahre nach seiner Fertigstellung wurde eine Rundumsanierung fällig – einen Schwerpunkt dabei bildete die markante Dachlandschaft, die sich aus zahlreichen einzelnen Dachflächen zusammensetzt.

Grünspan und Durchfeuchtung

Zunächst fiel auf, dass sich an den schrägen WDVS-Fassaden Grünspan gebildet hatte. Kein schöner Anblick für die Besucher des Veranstaltungsforums mit Ausstellungshalle im Gebäude. Der Eigentümer, die Westfalen Weser Energie, entschied sich für eine grundlegende Sanierung. In diesem Zuge wurden auch die Dachflächen genau unter die Lupe genommen. Eine Dachbegehung zeigte, dass der Kies auf den Flachdächern stark durchmoost und verschmutzt war und dringend erneuert werden musste. Der ausführende Dachdeckerbetrieb, Kottmeier Bedachungen aus Vlotho, empfahl vorsorglich eine Dachöffnung. Diese ergab, dass die Wärmedämmung bereits an mehreren Stellen stark durchfeuchtet war. Die Mineralfaserplatten hatten sich teilweise so mit Wasser vollgesogen, dass zwei Mann nötig waren, um die Dämmplatten überhaupt anheben zu können. Es bestand also akuter Handlungsbedarf.

Die Sanierungslösung

Der alte Dachaufbau wurde bis zur vorhandenen Dampfsperre entfernt. Auf den alten Bitumen-Dampfsperren wurden selbstklebende ALUTRIX® 600 Dampfsperrbahnen verlegt, darüber eine neue Wärmedämmschicht aus PUR/PIR. Die Abdichtung wurde einlagig mit 3,1 mm starken RESITRIX® CL EPDM-Dichtungsbahnen ausgeführt, die per Heißluft miteinander verschweißt wurden, ohne offene Flamme und somit ohne Brandgefahr. Die EPDM-Bahnen bieten einen sicheren Schutz vor eindringender Feuchtigkeit, denn sie sind äußerst witterungs- bzw. alterungsbeständig und dauerhaft elastisch. Das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum bescheinigt RESITRIX® eine Gebrauchsdauer von über 50 Jahren, als einzigem Produkt auch für die Nahtfügung.

Mehr zu RESITRIX® finden Sie hier.

Auf eine Schutzlage aus Polyestervlies brachten die Dachdecker die neue Kiesschüttung auf. Zusätzlich modifizierten sie die Dachentwässerung und rüsteten eine Notentwässerung nach. Hierzu installierten sie systemkonforme Edelstahl-Entwässerungselemente mit vorgefertigten RESITRIX® Anschlussmanschetten, die sich ebenfalls per Heißluft mit den Dachbahnen verschweißen lassen. Im Sommer 2017 konnte die Sanierung abgeschlossen werden. Seither erstrahlt das Energie-Forum wieder in neuem Glanz.

Weitere Referenzen finden Sie unter: https://www.ccm-europe.com/referenzen/

Fachkundige Beratungsleistungen durch CARLISLE®

Michael Pietsch, der auch Sachverständiger für Schäden an Gebäuden ist, begleitete das Sanierungsvorhaben von Anfang an und beriet fachkundig unter anderem zu kniffeligen Detailanschlüssen, Umweltfragen und der Entwässerung.

Mehr zu unseren Beratungsleistungen finden Sie hier.

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Fachbereich Produkte Wissen

DIN 18533 – Vergleich von RESITRIX® und Bitumen bei der Abdichtung von erdberührten Bauteilen

Trockene Kellerräume – Auf die Abdichtung kommt es an!

Bauherren, die sich trotz höherer Baukosten bewusst für einen Keller entschieden haben, möchten diesen selbstverständlich auch möglichst vielfältig nutzen. Ob Fitness- oder Hobbyraum, Kinosaal oder behagliche Sauna – die Möglichkeiten sind zahlreich. Unbedingte Voraussetzung hierfür ist allerdings eine trockene Gebäudehülle. Eingedrungene Feuchtigkeit verursacht nicht nur den typischen, unangenehmen Modergeruch, sondern führt schlimmstenfalls dazu, dass die Kellerräume nicht mehr nutzbar sind. Wie so oft gilt auch hier: Vorbeugen ist besser als Heilen.

Mit der Entscheidung für die richtige Abdichtung zusammen mit einer passend dimensionierten Perimeterdämmung wird sozusagen der eigentliche Grundstein für dauerhaft trockene Räume im Untergeschoss gelegt. Sie wird üblicherweise aus Bitumendickbeschichtung oder Bitumenbahnen hergestellt. Aber auch eine Abdichtung mit Elastomerbahnen aus dem Synthesekautschuk EPDM ist möglich und bietet darüber hinaus diverse Vorteile gegenüber den bituminösen Werkstoffen.

Neue Regeln für die Bauteilabdichtung

Mit der Einführung des neuen, differenzierten Regelwerkes für die verschiedenen Bauteilabdichtungen wurden auch neue Festlegungen für die Abdichtung von erdberührten Bauteilen getroffen. Die Konstruktionsnorm DIN 18533 umfasst alle Vorgaben für die Abdichtung gegen Bodenfeuchte, gegen nicht drückendes sowie gegen von außen drückendes Wasser, gegen nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken, gegen Spritzwasser am Wandsockel und gegen Kapillarwasser in und unter erdberührten Wänden. Sie definiert fünf Kriterien zur Auswahl der richtigen Abdichtungsart: Wassereinwirkungsklasse, Rissklasse, Rissüberbrückungsklasse, Raumnutzungsklasse und Zuverlässigkeitsanforderungen.

Die neuen Wassereinwirkungsklassen im Überblick (DIN 18533)

Wassereinwirkungsklasse Einstufung
W1-E Bodenfeuchte und nichtdrückendes Wasser
W2-E Drückendes Wasser
W3-E Nichtdrückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken
W4-E Spritzwasser und Bodenfeuchte am Wandsockel sowie Kapillarwasser in und unter Wänden

Mehr zum neuen Regelwerk finden Sie hier.

RESITRIX®  – starker Schutz für Dach und Bauwerk

Eine besonders sichere Abdichtung im erdberührten Bereich kann mit RESITRIX® EPDM-Dichtungsbahnen ausgeführt werden. Die Produkte sind als einlagige, dauerhaft sichere Flachdachabdichtung nach DIN 18531 schon lange bekannt. Sie erfüllen jedoch gleichzeitig die Anforderungen für alle Wassereinwirkungsklassen der DIN 18533 und haben auch bei Eintauchtiefen über drei Metern keine Probleme. RESITRIX® Bahnen besitzen eine Verstärkungseinlage aus Glasgelege und sind zur einfachen und sicheren Verarbeitung unterseitig mit polymermodifiziertem Bitumen beschichtet. RESITRIX® erfüllt die Anforderungen an die Ausführung der genannten Abdichtungen im erdberührten Bereich und dabei für alle Raumnutzungsklassen, Riss- bzw. Rissüberbrückungsklassen sowie alle Wassereinwirkungsklassen. Bei Einwirkung von drückendem Wasser können Resitrix Dichtungsbahnen für alle infrage kommenden Eintauchtiefen eingesetzt werden. Je nach Anwendungsfall können sie lose verlegt bzw. voll- oder teilflächig verklebt werden.

Sichere Heißluftverschweißung

Der Bahnenaufbau von RESITRIX® stellt ein Alleinstellungsmerkmal unter den am Markt verfügbaren EPDM-Dichtungsbahnen dar. Die unterseitige Polymerbitumenschicht von RESITRIX® wird in die mittels Heißluft zu verschweißenden Nahtverbindungen einbezogen. Es gibt also keine besonderen Fügenähte. Separate Deckstreifen an Querstößen und bei der Verlegung von angeschnittenen Bahnen entfallen. Der Bitumenfluss während der Nahtverschweißung erfordert keine Zusatzmaßnahmen im Bereich von T-Stößen. Die gleichmäßig austretende und gut erkennbare Bitumenraupe an der Bahnenkante sowie das enorm große Schweißfenster bieten dem Verarbeiter zusätzliche Vorteile und erhöhen die Ausführungssicherheit. Dazu gehört natürlich auch der Ausschluss einer offenen Flamme während der Verlegung.

RESITRIX® Nahtverschweißung einfach erklärt:

An die Untergrundbeschaffenheit bestehen geringe Anforderungen. Lediglich überstehende Putzreste müssen beseitigt werden. Zusätzliche Spachtelungen oder Putzschichten sind nicht erforderlich. Offene Stoßfugen bzw. Hohlstellen bis 5 mm können verbleiben. Einen derart vorbereiteten und festen Untergrund vorausgesetzt, sind vertikal verlaufende Abdichtungen, wie an Wänden oder im Sockelbereich, mit der vollflächig selbstklebenden Bahn RESITRIX® SK W Full Bond standfest bzw. abrutschsicher. Sie gelten in dieser Ausführung auf vorbereitetem Beton mit einer Rautiefe bis maximal 1,5 mm auch als unterlaufsicher.

Detailpunkte können mit separaten, selbstklebenden Bahnenzuschnitten bzw. mit dem Systemzubehör einfach und sicher ausgebildet werden. Übergänge zu Abdichtungsbereichen an Sockeln aus mineralischen Dichtungsschlämmen sind ebenfalls problemlos herstellbar. Bei Einwirkung von drückendem Wasser erfolgt der Anschluss mit Fest- und Losflanschverbindungen. Die Anordnung von Hohlkehlen ist nicht erforderlich. Außerdem kann auf die aufwendige Prüfung der Dicke sowie Kontrollen der Trocknungszeiten, wie bei Bitumendickbeschichtung nötig, verzichtet werden. Direkt nach der Verarbeitung sind die EPDM-Abdichtungen wasser- und schlagregendicht. Das Ergebnis überzeugt, so bescheinigt das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum (SKZ) Resitrix eine Nutzungsdauer von über 50 Jahren, als einzigem Produkt auch für die Nahtfügung.

Übergänge von Wandabdichtungen auf Bodenplatten aus wasserundurchlässigem Beton stellen eine besondere Herausforderung dar. Auch hierfür gibt es eine passende Lösung mit RESITRIX® SK W Full Bond. Die Bahn wird bis auf die Stirnseite der vorbereiteten, abgeschliffenen Bodenplatte geführt und dort am Bahnenende in einer Breite von 5 cm mittels Heißluft aufgeschweißt. In gleicher Weise können DIN-übergreifend Arbeits- und Sollrissfugen innerhalb von WU-Betonbauteilen abgedichtet werden und dabei auch bei Einwirkung von drückendem Wasser. Für diese besonderen Einsatzgebiete liegt ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis vor.

Gegenüberstellung von RESITRIX® Abdichtungen mit ausgewählten Stoffvarianten

1.1 Stoffauswahl in Abhängigkeit von der Beanspruchung:

1.2 Verlegetechnische Angaben

Hier die Gegenüberstellung bequem als PDF heruterladen.

Gut geschützt – auch gegen Radon

Eine weitere Besonderheit von Resitrix liegt darin, dass die EPDM-Bahnen nicht nur effektiv vor eindringender Feuchtigkeit schützen, sondern auch vor dem radioaktiven Edelgas Radon. Das farb- und geruchlose Gas kann durch undichte Stellen in Kellerwänden und Bodenplatten in Gebäude gelangen und sich dort in bedenklichen Konzentrationen in der Raumluft anreichern. Radon ist die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs und fordert in Deutschland pro Jahr rund 1.900 Todesopfer. Daher soll nun bis zum 31.12.2018 das „Gesetz zur Neuordnung des Rechts zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung“ schrittweise in Kraft treten. Über die Radondichtigkeit von RESITRIX® Dichtungsbahnen liegt ein unabhängiger Prüfbericht vor.

Wie sie sich effektiv gegen Radon schützen erfahren Sie hier in unserem Blogbeitrag.

Vorteile von RESITRIX® Abdichtungen auf einem Blick

  • Ein Material für alle Aufgaben
  • Einlagige Verlegung für

                – alle Wassereinwirkungsklassen (W1-E, W2-E, W3-E, W4-E)

                – alle Raumnutzungsklassen (RN1-E, RN2-E, RN3-E)

                – alle Rissklassen (R1-E, R2-E, R3-E, R4-E) bzw.

                – Rissüberbrückungsklassen (RÜ1-E, RÜ2-E, RÜ3-E, RÜ4-E)

  • Geringe Anforderungen an die Untergrundbeschaffenheit
  • Keine Trocknungszeiten, damit sofort wasser- und schlagregendicht
  • Kein Messen der Schichtdicke notwendig
  • Keine Hohlkehlen erforderlich
  • Nahtverschweißbar an allen Stellen der Dichtungsbahnen, damit keine separaten Deckstreifen erforderlich
  • Standfeste Wandabdichtung bei Selbstklebung mit RESITRIX® SK W Full Bond
  • Einfache und sichere Ausbildung von Details mit separaten Bahnenzuschnitten bzw. Systemzubehör
  • Übergänge auf vorbereiteten WU-Beton ohne zusätzliche Einbauteile, auch bei Druckwassereinwirkung
  • Nachträgliche Abdichtung von Arbeitsfugen innerhalb von WU-Betonelementen mit Resitrix SK W Full Bond, auch bei Druckwasserbelastung
  • Unterlaufsichere Verlegung mit RESITRIX® SK W Full Bond auf vorbereitetem Beton möglich
  • Kein Einsatz einer offenen Flamme
  • Nutzungsdauer von über 50 Jahren nach SKZ-Studie

Mehr Informationen finden Sie in der Broschüre „Professionelle Abdichtung von erdberührten Bauteilen mit CARLISLE“.  Jetzt PDF ansehen.

Weitere Broschüren finden Sie hier: https://www.ccm-europe.com/de/downloads/

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Dichtungsbahnen von CCM: Einordnung in das technische Regelwerk

EPDM-Bahnen und EPDM Planen für Bauteilabdichtungen: Einordnung in das technische Regelwerk

Grundlage für die Planung und Ausführung von Bauteilabdichtungen bilden die allgemein anerkannten Regeln. Die EU Normung führt zunächst dazu, dass die Produkte mit einem CE-Zeichen versehen werden. Zusammen mit der CE-Kennzeichnung werden vom Hersteller mit der CE-Leistungserklärung die Eigenschaften des Bauproduktes deklariert und damit das Inverkehrbringen ermöglicht. Für Dachabdichtungen aus Kunststoff- und Elastomerbahnen gilt hierfür DIN EN 13956, für Mauersperrbahnen DIN EN 14909 und alle sonstigen Bauteilabdichtungen (früher Bauwerksabdichtungen) DIN EN 13967. Die CE-Kennzeichnung und die CE-Leistungserklärung beinhalten aber keine Angaben für konkrete Anwendungsbedingungen des Bauproduktes, da die Verwendung der Bauprodukte national geregelt wird. Die CE-Kennzeichnung gilt in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die Verwendungsregeln können national unterschiedlich sein, so auch in Deutschland.

Es gelten folgende, zusätzliche Anwendungsnormen:

  • DIN SPEC 20000-201 Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken – Teil 201: Anwendungsnorm für Abdichtungsbahnen nach Europäischen Produktnormen zur Verwendung in Dachabdichtungen
  • DIN SPEC 20000-202 Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken – Teil 202: Anwendungsnorm für Abdichtungsbahnen nach Europäischen Produktnormen zur Verwendung in Bauwerksabdichtungen

Darüber hinaus gehören zum technischen Regelwerk noch folgende Konstruktionsnormen:

  • DIN 18531 Abdichtung von Dächern sowie von Balkonen, Loggien und Laubengängen
  • Deutsches Dachdeckerhandwerk, Fachregel für Abdichtungen – mit Flachdachrichtlinie –
  • DIN 18532 Abdichtung von befahrbaren Verkehrsflächen aus Beton
  • DIN 18533 Abdichtung von erdberührten Bauteilen
  • DIN 18534 Abdichtung von Innenräumen
  • DIN 18535 Abdichtung von Behältern und Becken

Dabei regelt die DIN 18531 die Anforderungen an die Abdichtung von nicht genutzten und genutzten Dächern. DIN 18532 bis 18535 bilden die Nachfolge der bisherigen DIN 18195. Die neue DIN 18195 legt nach der Überarbeitung Mitte 2017 Begriffe sowie Abkürzungen und Bezeichnungen für die Anwendung der gesamten Normenreihe fest.

Die im Dezember 2016 überarbeitete Flachdachrichtlinie befasst sich hauptsächlich mit Aspekten von Dachabdichtungen, enthält aber auch Regelungen für die Abdichtung anderer Bauteile. Hierbei ist besonders hervorzuheben, dass die darin enthaltenden Anforderungen nicht in jeder Hinsicht mit denen der aufgeführten DIN-Reihe übereinstimmen. Um eine notwendige Sicherheit bei der Planung und Ausführung, v.a. aber bei der Bewertung möglicher Mängel und Schäden, herzustellen, ist es unumgänglich, bereits bei der Leistungsbeschreibung den konkreten Bezug auf das jeweilige Regelwerk exakt zu benennen.

Die EPDM-Abdichtungssysteme RESITRIX® und HERTALAN® EASY COVER wurden nach den europäischen Vorgaben zertifiziert und sind Bestandteil des oben aufgeführten, deutschen Regelwerkes. Sie können somit für Dach- und Bauteilabdichtungen jeglicher Art eingesetzt werden.

Wir haben für Sie eine Gesamtübersicht unserer Produkte des neuen technischen Regelwerks für Abdichtung von Bauteilen mit RESITRIX® und HERTALAN® erstellt.

Laden Sie sich hier bequem die Übersicht als PDF herunter:

Gesamtübersicht neues technisches Regelwerk für Abdichtungen von Bauteilen

Gesamtübersicht neues technisches Regelwerk für Abdichtungen von Bauteilen

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