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Nachhaltige Flachdachsanierung mit EPDM-Planen – sogar auf PVC-Altabdichtungen

Die Komplettsanierung eines Flachdaches ist üblicherweise sehr zeit- und kostenintensiv, v.a. wenn die Altabdichtung komplett demontiert und als Sondermüll entsorgt werden muss. Die Lösung: Ein speziell entwickeltes System, mit dem eine Direktsanierung sogar auf PVC-Altabdichtungen möglich ist.

Jährlich werden in Deutschland ca. 90 Millionen Quadratmeter Flachdachfläche mit einer neuen Abdichtung belegt, wovon der Anteil der Sanierungsfälle ca. 60 Millionen Quadratmeter beträgt. Im Rahmen der Sanierung ist zunächst eine Entscheidung über den Verbleib des vorhandenen Schichtenaufbaus oder dessen Erneuerung zu treffen. Die Bewertung des Ist-Zustandes umfasst dabei vordergründig Aspekte des Wärme- und Feuchteschutzes, des Brandschutzes, der Windsog- und Standsicherheit und der Entwässerung.

Fällt diese Bewertung positiv aus, kann der Altdachaufbau in aller Regel verbleiben. Die Dachfläche ist dann lediglich mit einer geeigneten Neuabdichtung zu versehen. Gegebenenfalls muss aus energetischen Gründen noch eine zusätzliche Dämmschicht oberhalb der Altabdichtung angeordnet werden. Abhängig von der Gesamtkonstellation kann die Neuabdichtung lose mit Auflast, verklebt oder mechanisch befestigt werden.

Dachabdichtungen aus großflächigen EPDM-Planen

Dachabdichtungen werden vorrangig aus bahnenförmigen Stoffen ausgebildet, sowohl im Neubau als auch im Sanierungsbereich. Möglich sind auch Abdichtungen aus flüssig zu verarbeitenden Werkstoffen. Eine spezielle und vorteilhafte Alternative stellt die Verlegung von Werkstoffen auf Basis des Synthesekautschuks EPDM dar. Die spezifischen stofflichen Vorzüge dieses Werkstofftyps sind hinlänglich bekannt. Sie besitzen ein dauerelastisches Verhalten in einem sehr breiten Temperaturbereich und sind gleichzeitig äußerst alterungs- bzw. witterungsbeständig. Hohe Nutzungsdauern von mehreren Jahrzehnten sind bei fachgerechtem Einbau also sichergestellt.

Eine großflächige Planenverlegung, wie sie nur bei diesem Materialtyp möglich ist, bietet darüber hinaus in vielen Fällen zusätzlich verlegetechnische Vorteile. Die Planen werden von uns aus Bahnenmaterial durch Heißvulkanisation unter definierten Temperatur- und Druckbedingungen vorgefertigt. Je nach Dachgröße und dem entsprechenden Aufmaß werden eine Gesamtplane oder mehrere Teilplanen gefertigt und nach der Verlegung abschließend auf der Baustelle miteinander wasserdicht verbunden. Die Anzahl der auf der Baustelle herzustellenden Nahtverbindungen wird gegenüber einer Abdichtung mit Bahnenware um bis zu 90 % gesenkt.

Da die EPDM-Planen an fast allen An- und Abschlussbereichen, vornehmlich im Dachrandbereich und an aufgehenden Wänden, ohne Unterbrechung aus der Regelfläche hochgeführt und dort standfest verklebt werden, verringert sich der Anteil von verschweiß- oder verklebbaren Fügenähten zusätzlich. Im Idealfall, z.B. bei kleinflächigen Dächern mit rechteckigem Grundriss, sind sogar gar keine Nahtfügungen mehr erforderlich. Insgesamt entsteht eine maßgeschneiderte Lösung, angepasst an die jeweilige Dachgeometrie. Die notwendige Verlegezeit sinkt im Vergleich zur herkömmlichen Bahnenverlegung entscheidend. Die Verlegung kommt insgesamt ohne Bitumenkocher oder Einsatz einer offenen Flamme aus.

Mehr zu unseren HERTALAN® EPDM-Planen finden sie hier >

Mechanische Befestigung auf PVC-Altabdichtungen oder Bitumen

In Kombination mit unserem RhinoBond® System können die HERTALAN® EPDM-Planen mechanisch per Induktionsverschweißung auf der PVC- oder  anderen Altabdichtungen befestigt werden und das ohne Durchdringung der Dachabdichtung. Hierfür werden zunächst induktionsfähige Halteteller über die gesamte Dachfläche nach den Vorgaben der erstellten Windlastberechnung auf der Altabdichtung befestigt. Durch diese sogenannte Feldbefestigung wird die Windlast gleichmäßig auf die Plane verteilt. Diese spezielle Art der Feldbefestigung ist bei Untergründen aus Stahltrapezprofilen, wie sie vorrangig auf großflächigen Industriedächern vorkommen, nicht an den Obergurtabstand der Profile gebunden. Das Verfahren kann aber auch auf allen anderen infrage kommenden Tragschichten mit oder ohne Wärmedämmschichten angewendet werden. Im Gegensatz zur traditionellen Saumbefestigung wird die Windlast gleichmäßig auf die Plane verteilt. Hierdurch wird die asymmetrische Krafteinwirkung auf Teller und Naht verhindert und damit das unerwünschte Flattern der Abdichtung vermieden.

Eine weitere Besonderheit bei der Sanierung stellen die Anforderungen des allgemeinen technischen Regelwerkes an die Beschaffenheit geeigneter Schrauben dar. Es dürfen nur korrosionsbeständige Schrauben verwendet werden, um deren Funktionssicherheit dauerhaft zu gewährleisten. Bei Belassung der vorhandenen Dachschichten ist immer von eingeschlossener Restfeuchte auszugehen. Nach DIN 18531 müssen derartige Schrauben sogar im Bereich Neubau eingesetzt werden, wenn die Anforderungen an die Anwendungsklasse K2 für höherwertige Abdichtungen erfüllt werden sollen. Das beschriebene Befestigungssystem sieht hierfür Schrauben aus Edelstahl vor.  Mit diesen korrosionsbeständigen Schrauben werden die Halteteller befestigt, um einen langfristig schädlichen Einfluss von eingeschlossener Restfeuchte zu vermeiden. Bei direkter Befestigung auf harten Untergründen ohne zusätzliche Wärmedämmung, wie Beton, Porenbeton oder Holz, besteht das Befestigungssystem aus der passenden Schraube und dem speziellen, für das Induktionsverfahren zugelassenen Halteteller. Enthält der Schichtenaufbau eine Wärmedämmung, wird zusätzlich eine Tülle aus Kunststoff integriert. Dadurch wird die Schraubenlänge reduziert und es wird auch die Durchtrittsicherheit gewährleistet, so dass die Dachbahn nicht zerstört werden kann. Je nach Dämmschichtdicke besitzen die Tüllen Längen von 30 bis 150 mm.

Eine patentrechtlich geschützte Besonderheit bildet eine Schmelzsicherung am unteren Ende der Kunststofftülle. Beim Eindrehen der Schraube wird die Schmelzsicherung plastisch verformt und bildet dadurch eine Unterlagsscheibe. Die auftretende Reibungswärme wird somit absorbiert. Bestimmte Untergründe, wie z.B. Poren- oder Bimsbeton, garantieren keine ausreichende Festigkeit. Hier sind durch Auszugsversuche die Bemessungslasten der Befestiger gesondert zu bestimmen.

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Fälle:

  • Trapezblech: bei Blechdicken unter 0,75 mm
  • Porenbeton: bei Altdächern oder wenn Feuchteschäden bekannt sind
  • Bims- und Bimshohlkammerdielen: immer
  • Beton-Hohlkammerdielen: abhängig von der Betondeckung über den Hohlkammern
  • Holz und Holzwerkstoffe: generell bei Dicken unter 21 mm oder wenn Durchfeuchtungen bekannt sind
  • Sonstige Problemuntergründe (z.B. Aludächer, Sandwichelemente oder KalZip): immer

Die Verarbeitung der Schraubensysteme erfolgt mit Setzautomaten sowie Handsetzgeräten.

Die vormontierten Befestigungselemente bestehen aus einer Edelstahlschraube, einer Kunststofftülle mit patentierter, integrierter Schmelzsicherung und einem für die Induktionsverschweißung speziell beschichteten Halteteller. Für die Befestigung in Betonuntergründen kommt eine zusätzliche Kunststofftülle zum Einsatz (Bild r.)

Sichere Induktionsverschweißung

Danach werden die Plane bzw. Teilplanen auf der Dachfläche ausgebreitet und das Induktionsgerät über den Befestigungstellern positioniert. Die Aktivierungszeit für den Schweißvorgang mit den Haltetellern beträgt ca. 5 Sekunden. Abschließend werden die Schweißbereiche mit zum System gehörenden magnetischen Kühlstangen beschwert. Innerhalb von 45 weiteren Sekunden wird die Verbindung der Plane mit den Haltetellern dauerhaft gefestigt.

Ein weiterer, unschätzbarer Vorteil des Induktionsverfahrens besteht in der späteren, schadensfreien Trennung der EPDM-Plane von den Haltetellern. So kann z.B. bei einer nachträglich geplanten Flachdachaufstockung die Plane für eine erneute Induktionsverschweißung wiederverwendet werden. Es sind lediglich neue, speziell beschichtete Halteteller einzusetzen.

Sämtliche Systemkomponenten lassen sich insgesamt sicher und einfach auf der Baustelle handhaben. Details können vor Ort angefertigt werden oder man greift auf das umfangreiche Planenzubehör zurück. Zusätzlich stehen dem Verleger verschiedene Zubehörteile aus Edelstahl für die Ausbildung der Dachentwässerung zur Verfügung.

Mehr zum HERTALAN® RhinoBond® System finden Sie hier >

 


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Erdberührte Bauteilabdichtung – Trockene Keller mit EPDM

RESITRIX® Dichtungsbahnen von CARLISLE® CM Europe haben sich seit Jahrzehnten bei der Abdichtung von Flachdächern aller Art bewährt. Die einlagigen EPDM-Abdichtungen schützen aber nicht nur Dächer. Sie gehören zu den sichersten Produkten, die zur Bauteilabdichtung im erdberührten Bereich eingesetzt werden können und überzeugen dabei durch eine lange Nutzungsdauer sowie eine einfache Verarbeitung.

Zunehmende Starkregenereignisse, die zu steigenden Grundwasserspiegeln führen und Überflutungsgefahren mit sich bringen sowie deutlich höhere Baukosten veranlassen zahlreiche Bauherren dazu, ihr Haus nicht zu unterkellern. Wer sich trotzdem bewusst für einen Keller entschieden hat, möchte diesen selbstverständlich auch möglichst vielfältig nutzen. Ob Fitness- oder Hobbyraum, Kinosaal oder behagliche Sauna – die Möglichkeiten sind zahlreich. Unbedingte Voraussetzung hierfür ist allerdings eine trockene Gebäudehülle. Eingedrungene Feuchtigkeit verursacht nicht nur den typischen, unangenehmen Modergeruch, sondern führt schlimmstenfalls dazu, dass die Kellerräume nicht mehr nutzbar sind. Wie so oft gilt auch hier: Vorbeugen ist besser als Heilen. Mit der Entscheidung für die richtige Abdichtung zusammen mit einer passend dimensionierten Perimeterdämmung wird sozusagen der eigentliche Grundstein für dauerhaft trockene Räume im Untergeschoss gelegt. Die Kellerabdichtung wird üblicherweise aus Bitumendickbeschichtung oder Bitumenbahnen hergestellt. Eine sehr gute Alternative stellen Elastomerbahnen aus dem Synthesekautschuk EPDM dar: Sie bieten diverse Vorteile gegenüber den bituminösen Werkstoffen.

BAUTEILABDICHTUNG NEU GEREGELT

Mit der Einführung des neuen, differenzierten Regelwerkes für die verschiedenen Bauteilabdichtungen wurden auch neue Festlegungen für die Abdichtung von erdberührten Bauteilen getroffen. Die seit 2017 geltende Konstruktionsnorm DIN 18533 umfasst alle Vorgaben für die Abdichtung gegen Bodenfeuchte, gegen nicht drückendes sowie gegen von außen drückendes Wasser, gegen nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken, gegen Spritzwasser am Wandsockel und gegen Kapillarwasser in und unter erdberührten Wänden. Sie definiert vordergründig folgende Kriterien zur Auswahl des geeigneten Abdichtungsstoffes und seiner Bauart:

  • Raumnutzungsklasse
  • Wassereinwirkungsklasse
  • Rissklasse des Untergrundes sowie Rissüberbrückungsklasse des Abdichtungssystems
  • Verformungsklasse im Bereich von Bewegungsfugen

 

RESITRIX® – EINLAGIGES MULTITALENT MIT VERSTÄRKUNG

Zu den bahnenförmigen Abdichtungsstoffen nach DIN 18533 gehören Elastomerbahnen, die bei einlagiger Ausführung die höchsten Einstufungen aller vorgenannten Kriterien erfüllen. RESITRIX® Dichtungsbahnen weisen einige material- und verlegetechnische Besonderheiten auf. Sie bestehen aus dem Synthesekautschuk EPDM und besitzen eine Verstärkung aus Glasgelege. Je nach Typ sind sie zusätzlich mit einer unterseitigen Beschichtung aus Polymerbitumen oder einer selbstklebenden Polymerbitumenschicht ausgerüstet.

Wie alle EPDM-Bahnen zeichnen sie sich durch ein dauerelastisches Verhalten bei gleichzeitig sehr hoher Witterungs- bzw. Alterungsbeständigkeit aus. Ihre Verstärkungseinlage sowie ihre weichmacherfreie Beschaffenheit garantieren ein schrumpffreies Verhalten. RESITRIX® gehört zur höchsten Rissklasse und erfüllt die Anforderungen für alle Wassereinwirkungsklassen. Diese Einstufung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Infolge der klimatischen Veränderungen ist zunehmend mit wechselnden, teilweise heftigen Niederschlägen zu rechnen. Die Hochwassergefahr nimmt stetig zu. So müssen gerade unterkellerte Gebäude, denen in der Vergangenheit lediglich die Wasserbeanspruchung „Bodenfeuchte“ zugeordnet wurde, vorsorglich als druckwasserbeansprucht eingestuft werden. Mit RESITRIX® EPDM-Bahnen kann eine besonders sichere Abdichtung im erdberührten Bereich ausgeführt werden. Je nach Anwendungsfall können sie lose verlegt bzw. voll- oder teilflächig verklebt werden.

VORTEILE DER ERDBERÜHRTEN BAUTEILABDICHTUNG MIT RESITRIX®

  • Ein Material für alle Aufgaben
  • Keine Trocknungszeiten – sofort wasser- und schlagregendicht
  • Keine Hohlkehlen und kein Messen der Schichtdicke erforderlich
  • Standfeste Wandabdichtung bei Selbstklebung mit RESITRIX® SK W Full Bond
  • Übergänge auf vorbereiteten WU-Beton ohne zusätzliche Einbauteile möglich

>Produktkatalog Bauwerksabdichtung hier herunterladen.

SICHERE HEISSLUFT-VERSCHWEISSUNG

Der Bahnenaufbau von RESITRIX® bildet ein Alleinstellungsmerkmal unter den am Markt verfügbaren EPDM-Dichtungsbahnen. Die unterseitige Polymerbitumenschicht von RESITRIX® wird in die mittels Heißluft zu verschweißenden Nahtverbindungen einbezogen. Es gibt also keine besonderen Fügenähte. Separate Deckstreifen an Querstößen und bei der Verlegung von angeschnittenen Bahnen entfallen. Der Bitumenfluss während der Nahtverschweißung erfordert
keine Zusatzmaßnahmen im Bereich von T-Stößen. Die gleichmäßig austretende und gut erkennbare Bitumenraupe an der Bahnenkante sowie das enorm große Schweißfenster bieten dem Verarbeiter zusätzliche Vorteile und erhöhen die Ausführungssicherheit. Dazu gehört natürlich auch der Ausschluss einer offenen Flamme während der Verlegung.

Resitrix Schichtenaufbau Visual

Schichtenaufbau der vollflächig selbstklebenden EPDM-Bahn RESITRIX® SK W Full Bond.

EINBAUMÖGLICHKEITEN VON RESITRIX®

Wegen des elastischen Verhaltens von RESITRIX® bestehen nur geringe Anforderungen an die Untergrundbeschaffenheit. Lediglich überstehende Putzreste müssen beseitigt werden. Offene Stoßfugen bzw. Hohlstellen bis 5 mm können verbleiben. Mit der selbstklebenden Bahnenvariante RESITRIX® SK W Full Bond werden nach vollflächiger Grundierung standfeste, abrutschsichere Klebeverbindungen hergestellt. Gerade im Bereich von Kellerwänden und Sockelbereichen ist dies ein unschätzbarer Vorteil. Auf vorbereitetem Betonuntergrund mit Rautiefen bis 1,5 mm können zudem nachweislich unterlaufsichere Verbindungen ausgeführt werden. So wird verhindert, dass im Leckagefall eine großflächige Wasserausbreitung unterhalb der Abdichtung stattfindet. Bodenplatten werden vorrangig aus wasserundurchlässigem Beton hergestellt. Übergänge von Wandabdichtungen auf solche Bodenplatten stellen eine besondere Herausforderung dar. Aber auch hierfür gibt es eine einfache und sichere Lösung mit RESITRIX® SK W Full Bond. Dabei wird die Abdichtung bis auf die Stirnseite der Bodenplatte geführt und dort in einer Breite von 5 cm auf den geglätteten und von Schalungsölen befreiten Untergrund mittels Heißluft aufgeschweißt. In ähnlicher Weise können Arbeits- und Sollrissfugen innerhalb von WU-Betonbauteilen außenseitig abgedichtet werden. Hierbei werden Streifen aus RESITRIX® SK W Full Bond oberhalb der Fugen auf den entsprechend vorbereiteten Untergrund aufgeklebt und an beiden Seiten mittels Heißluft aufgeschweißt. Beide Anwendungsfälle gelten sowohl bei Einwirkung von nicht drückendem als auch von drückendem Wasser. Da sie nicht durch die DIN 18533 geregelt werden, liegen dafür gesonderte Nachweise in Form von allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen (abP) vor. Im Sockelbereich kann RESITRIX® SK W Full Bond außerdem auf weiterführende, mit Dichtungsschlämmen abgedichtete Bereiche aufgeschweißt werden. Bei Einwirkung von drückendem Wasser erfolgt der Anschluss an Durchdringungen bzw. Einbauteile mit Fest- und Losflanschverbindungen. Die Anordnung von Hohlkehlen ist nicht erforderlich. Außerdem kann auf die aufwendige Prüfung der Dicke sowie Kontrollen der Trocknungszeiten, wie bei Abdichtungen aus Bitumendickbeschichtungen nötig, verzichtet werden. Direkt nach der Verarbeitung sind die EPDM-Abdichtungen wasser- und schlagregendicht.

 


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CARLISLE® ACADEMY – Weiterbildung, die wirklich weiterbringt!

Wir lassen Sie nicht im Regen stehen! Dieses Versprechen bezieht sich nicht nur auf die Qualität der CARLISLE® Abdichtungsprodukte, sondern auch auf die professionellen Kundenschulungen in der CARLISLE® ACADEMY.

Die Schulung der Anwender im Umgang mit den CARLISLE® Abdichtungsprodukten hat Tradition. Der Hersteller hat seit jeher darauf gesetzt, gemeinsam mit dem Handel Informationsveranstaltungen und Praxisvorführungen anzubieten, damit die Handwerker das Beste aus dem Material herausholen können. Hat ein Verarbeiter noch keine Erfahrung mit RESITRIX® EPDM-Bahnen oder HERTALAN® EPDM-Planen machen können, bietet CARLISLE® bei der Erstverlegung eine Baustelleneinweisung durch einen Mitarbeiter der hauseigenen Anwendungstechnik an. Dieser Service ist nicht selbstverständlich und wird daher von den Betrieben sehr begrüßt. In Summe kommen so pro Jahr einige hundert Schulungen im Handel und auf Baustellen zusammen. Daher reifte im Unternehmen der Gedanke, das Thema Weiterbildung zu Einsatzmöglichkeiten und sicherer Verarbeitung der CARLISLE® Produkte auf die nächste Ebene zu heben und die CARLISLE® ACADEMY zu gründen.

Hier geht’s zur CARLISLE® ACADEMY Website

VERANTWORTUNG FÜR UNSERE KUNDEN

Rudolf Bürdek, Leiter CARLISLE® ACADEMY

„Wir sind uns bewusst, dass wir als Europas führender Hersteller von dauerhaft sicheren EPDM-Abdichtungsprodukten eine große Verantwortung für unsere Kunden tragen“, erklärt Rudolf Bürdek, Leiter der CARLISLE® ACADEMY. Der Diplom-Ingenieur ist seit 2014 Leiter der Architektenberatung bei CARLISLE® und verantwortet in dieser Funktion auch das Schulungsangebot der ACADEMY an den Standorten Hamburg und Waltershausen in Thüringen.

„Wenn wir in unseren Räumlichkeiten schulen, haben wir ganz andere Möglichkeiten, auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen einzugehen“,

erläutert Rudolf Bürdek. „In der Schulungsumgebung darf man auch einmal einen Fehler machen und so ohne Risiko erfahren, wo die eigenen Grenzen oder die des Materials liegen. Denn man läuft nicht gleich Gefahr, diesen Fehler auf der Baustelle zu machen, wo er unter Umständen nicht mehr korrgiert werden kann“, ergänzt er.

PROFIWISSEN AN ZWEI STANDORTEN

Im Oktober 2015 öffnete die CARLISLE® ACADEMY am Produktionsstandort Hamburg-Harburg ihre Türen. Dort befindet sich auch das Technikum, Sitz der hausinternen Forschung und Entwicklung. Hier werden nicht nur neue Produkte und Einsatzmöglichkeiten entwickelt, sondern auch die gleichbleibend hohe Qualität der bestehenden Produkte gesichert. Im Prüflabor werden dazu beispielsweise kontinuierliche Windsog- und Alterungstests durchgeführt. Den Ingenieuren und Technikern ist der regelmäßige Austausch mit den Kunden sehr wichtig, denn sie begreifen ihre Arbeit als möglichst kunden- und anwendungsorientiert. Die Besucher der ACADEMY schätzen es wiederum, dass ihre Meinung gefragt ist und sie auch einmal einen Blick hinter die Kulissen
der EPDM-Produktion werfen können.

Seit September 2018 gibt es einen zweiten ACADEMY Standort im thüringischen Waltershausen. Dort entstand auf einer 11.600 Quadratmeter großen Innenfläche eine hochmoderne und flexibel erweiterbare Produktions- und Logistikhalle. Unter einem Dach vereint das Unternehmen auch Räume für die Verwaltung sowie die ACADEMY.

„Obwohl viele Schulungsteilnehmer auch sehr gern zu uns nach Hamburg kommen, war es für uns logisch, ein weiteres Schulungszentrum in der geographischen Mitte Deutschlands zu eröffnen. So ermöglichen wir es deutschlandweit einfach noch mehr Kunden, unser Weiterbildungsangebot zu nutzen“,

begründet Rudolf Bürdek die Entscheidung des Unternehmens.

DAS CARLISLE® ACADEMY TEAM

Der ACADEMY Leiter ist für die Ausgestaltung und Entwicklung des Weiterbildungsangebotes an beiden Standorten verantwortlich. Für das Tagesgeschäft jedoch vertraut er voll und ganz auf seine erfahrenen Schulungsleiter: Carsten Henkel in der ACADEMY Waltershausen, Marko Grimm in der Hamburger ACADEMY. Beide Kollegen kennen die Möglichkeiten der CARLISLE® Produkte in- und auswendig: Carsten Henkel arbeitete jahrelang im Team Anwendungstechnik des Herstellers, Marko Grimm war zuvor mehrere Jahre als Fachberater im Vertriebsaußendienst für CARLISLE® unterwegs. Die Schulungsleiter leben praktisch für „ihre“ ACADEMY und vermitteln ihr Profiwissen mit Engagement und Leidenschaft an die Teilnehmer. Dass sie richtig Freude an ihrer Arbeit haben, merkt man auch daran, dass der Spaßfaktor bei den Schulungen nicht zu kurz kommt – nicht zuletzt das schätzen die Kunden an den CARLISLE® Veranstaltungen. Tatkräftig unterstützt werden die beiden von den ACADEMY Assistentinnen: Astrid Tumforde in Hamburg und Anja Wolf in Waltershausen. Ihr Motto lautet „Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger!“. Und bei all den vielen Aufgaben, die die Kolleginnen täglich hervorragend meistern, haben sie immer noch ein freundliches Lächeln für Teilnehmer und Kollegen übrig.

(v.l.n.r.) Schulungsleiter Marko Grimm (Hamburg), Rudolf Bürdek, Leiter CARLISLE® ACADEMY, ACADEMY Assistentinnen: Astrid Tumforde (Hamburg) und Anja Wolf (Waltershausen), Schulungsleiter Carsten Henkel (Waltershausen)

WAS BIETET DIE CARLISLE® ACADEMY?

„Unser Weiterbildungsangebot umfasst Grund- und Aufbaukurse für Verarbeiter, in denen wir eine gesunde Mischung aus Theorie und Praxis für die Kunden bereithalten“, beschreibt Carsten Henkel das Konzept der CARLISLE® ACADEMY.

„Sie können nur das Beste aus unserem Material herausholen, wenn wir unsere jahrzehntelange Erfahrung mit EPDM an sie weitergeben und sie professionell und umfassend in der Verarbeitung unserer Produkte schulen“,

ergänzt er. Marko Grimm fügt hinzu „Nach erfolgreich absolviertem Aufbaukurs erfolgt die Prüfung zum qualifizierten Fachverleger für unsere Produkte. So können unsere Kunden nicht nur die Qualität ihrer Arbeit verbessern, sondern auch die Zufriedenheit ihrer Kunden steigern und das zahlt sich aus.“ Aber auch Fachhändler sowie Architekten und Planer finden in der ACADEMY speziell auf sie zugeschnittene Seminare, die sich auszahlen. Für die Tagesveranstaltung „Das sichere Flachdach!“, das Rudolf Bürdek und seine Kollegen aus der Architektenberatung bundesweit anbieten, sind sogar Weiterbildungspunkte der Architektenkammern erhältlich. Das Konzept geht auf: CARLISLE® verzeichnet stetig steigende Besucherzahlen an beiden Schulungsstandorten. Bis einschließlich Herbst 2019 hat das ACADEMY Team bereits über 5.000 Teilnehmer erfolgreich durch spannende Schulungstage begleitet und freut sich bereits auf die nächste Schulungssaison.

Zum Schulungsprogramm der CARLISLE® ACADEMY

 


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8 Praxistipps für die fachgerechte Flachdachabdichtung

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Einbaubedingungen für Dachabdichtungen nach dem technischen Regelwerk

Die vordringliche Aufgabe von Dachabdichtungen besteht in der schnellen, gezielten und dauerhaften Ableitung von anfallendem Niederschlagswasser. Das technische Regelwerk formuliert dazu eine Reihe von Anforderungen. Neben der konstruktiven Ausbildung sind aber auch das Alterungsverhalten des Abdichtungsmaterials, ihr Zusammenwirken mit anderen Schichten des Dachaufbaus und die fachgerechte Ausführung des Gesamtwerkes von hoher Bedeutung.

Dachabdichtungen können sowohl nach DIN 18531 als auch nach der Fachregel für Abdichtungen (Flachdachrichtlinie) geplant und ausgeführt werden. Da beide Vorschriften teilweise unterschiedliche Anforderungen aufweisen, ist der Bezug auf die jeweilige Regel schon in der Ausschreibungsphase bzw. bei der Angebotserstellung von entscheidender Bedeutung, um spätere Mängelanzeigen schon im Vorfeld auszuschließen. Ebenso wichtig ist es, die Bedeutung der innerhalb des Regelwerkes enthaltenen Modalverben zu erkennen und anzuwenden.

Hierbei ist besonderes Augenmerk auf den kleinen, aber entscheidenden Unterschied zwischen den Modalverben „sollten“ und „sollen“ zu richten. Eine Gesamtübersicht ist in der Grundregel für Abdichtungen enthalten.

Nachfolgend werden acht wichtige Kriterien beschrieben, die für eine gezielte Ableitung des Niederschlagswassers verantwortlich sind. Dabei werden vorhandene Unterschiede des Regelwerkes berücksichtigt.

1. Dachneigung, Gefälle

Gemäß der Flachdachrichtlinie soll das geplante Gefälle mindestens 2 % betragen. Nur in begründeten Fällen, die beispielhaft aufgelistet werden, können auch gefällelose Flächen geplant und ausgeführt werden. Im Unterschied dazu sollte nach DIN 18531 lediglich ein Mindestgefälle von 2 % geplant werden. Gefällelose Dächer sind demnach möglich, wenn die Auswahl der Abdichtung die Anforderungen der Anwendungsklasse K2 erfüllt. Der Unterschied zwischen beiden Regelwerken liegt jedoch eindeutig im Gebrauch der Modalverben. Hinsichtlich der Pfützenfreiheit werden in beiden Regelwerken die gleichen Aussagen getroffen. Danach ist bei Dachflächen mit einer Neigung bis ungefähr 5 % Pfützenbildung unvermeidbar.

TIPP: Abweichungen vom geplanten Gefälle sind nicht immer vermeidbar und deshalb zulässig.

 

2. Dachentwässerung

Abläufe der Innenentwässerung sind an den tiefsten Stellen der zu entwässernden Teilflächen anzuordnen. Nach der Flachdachrichtlinie sollen Abläufe zusätzlich durch Kies-/Laubfangkörbe vor Verstopfungen geschützt werden. Traufbohlen sollen nach der Flachdachrichtlinie 10 mm niedriger als die vorhandene Dämmschicht sein.

TIPP: Eine regelmäßige Kontrolle bzw. Wartung der Ablauföffnungen ist unverzichtbar.

3. Ausbildung von Anschlüssen

Auch hierfür gelten einheitliche Vorgaben. Die Höhe der Abdichtung beträgt bei Dachneigungen bis 5° (ca. 9 %) mindestens 15 cm, bei Dachneigungen über 5° (ca. 9 %) mindestens 10 cm, jeweils über Oberkante Belag. An der Oberkante sind die Anschlüsse gegen hinterläufiges Spritzwasser und Schlagregen durch geeignete konstruktive Maßnahmen zu sichern.

TIPP: Auskragende Elemente und Anschluss-Schienen sind geeignete konstruktive Maßnahmen.

 

4. Ausbildung von Türanschlüssen

Die Anschlusshöhe über Oberkante Belag kann bis auf 5 cm verringert werden, wenn im Belag unmittelbar vor der gesamten Türbreite durch Einbau einer wannenbildenden Entwässerungsrinne oder einer vergleichbaren Konstruktion die Wasserbelastung minimiert wird. Eine solche Rinne muss unmittelbar an die Entwässerung angeschlossen werden. Es wird außerdem auf die Gefahr von Verformungen oder Verhärtungen der Kunststoffteile bei Verwendung von erhitztem Bitumen, einer offenen Flamme oder von Heißluft hingewiesen. Barrierefreie Übergänge mit einer weiteren Unterschreitung der Anschlusshöhe sind dagegen Sonderkonstruktionen und erfordern abdichtungstechnische Sonderlösungen.

TIPP: Sonderkonstruktionen müssen genau zwischen den Baubeteiligten abgestimmt werden.

 

5. Einbau der Dachabdichtung

Die fachgerechte Verlegung der Abdichtung in allen Bereichen ist von entscheidender Bedeutung. Das Regelwerk legt neben Parametern zur stofflichen Beschaffenheit der Abdichtungsmaterialien auch deren Einbaubedingungen fest. Hervorzuheben sind hierbei die materialspezifischen Methoden der Nahtfügung von Abdichtungsbahnen. Nur eine handwerklich korrekte Verlegung schafft neben den beschriebenen, vordergründig konstruktiven Einbaubedingungen die Voraussetzung für die Funktionssicherheit des Gesamtwerkes und damit auch für eine dauerhafte Abführung von auf die Dachfläche einwirkenden Niederschlägen.

Tipp: Für die Abdichtung von Detailausbildungen kann Flüssigkunststoff eine sinnvolle Ergänzung bilden.

 

6. Dachrandausbildung

Die Höhe der Abdichtung beträgt bei Dachneigungen bis 5° mindestens 10 cm, bei Dachneigungen über 5° mindestens 5 cm, jeweils über Oberkante Belag. Direkt in die Abdichtung eingeklebte Dachrandprofile sind ungeeignet. Demzufolge sind mehrteilige Profile zu verwenden.

Tipp: Ausreichende Dachrandhöhen verhindern Schäden an der Fassade.

 

7. Durchdringungen

Der Abstand von Durchdringungen untereinander und zu anderen Bauteilen sollte nach DIN 18531 bei bahnenförmigen Abdichtungsstoffen mit mindestens 30 cm geplant werden. Bei flüssig zu verarbeitenden Abdichtungsstoffen sollte dieser Abstand mindestens 10 cm betragen. Innerhalb der Flachdachrichtlinie wird dagegen das Modalverb sollen verwendet, womit die Empfehlung durch eine Anforderung ersetzt wird, von der nur in begründeten Fällen abgewichen werden kann. Zu geringe Abstände von Durchdringungen erschweren die fachgerechte und dauerhafte Herstellung ihrer Anschlüsse und führen nicht selten zu Undichtigkeiten innerhalb dieser Bereiche.

Tipp: Bauteile mit werkseitigen Manschetten und einfachen Einbaumöglichkeiten mindern das Risiko späterer Schäden erheblich.

 

8. Abrutschsicherung

Im Regelwerk wird auf zusätzliche Maßnahmen zur Verhinderung des Abgleitens aller Schichten des Dachaufbaus hingewiesen. Das betrifft Flächen mit einem Gefälle über 3°, insbesondere bei Verwendung von Abdichtungsbahnen oder/und deren Klebemassen mit eingeschränkter Wärmestandfestigkeit. Gleiches gilt für Teilflächen mit hoher Sonneneinstrahlung. In der Regel wird die Abrutschsicherung durch geeignete mechanische Befestigungen erreicht. Bei Nichtbeachtung solcher Maßnahmen wird nicht nur die Nutzungsdauer der Abdichtung eingeschränkt, sondern auch unnötige Pfützenbildung hinter abgerutschten Bahnen verursacht.

Tipp: Systemaufbauten stellen eine besonders geeignete Lösung zur Abrutschsicherung dar.

 

Die aufgeführten Kriterien stehen in enger Wechselwirkung zueinander. Das verdeutlicht die Komplexität der Problematik. Schon der Ausfall eines Gliedes innerhalb der Kette kann die Funktionalität des Gesamtwerkes infrage stellen und zu Schäden führen. Daher sind die fachgerechte Planung und Ausführung nach den Vorgaben des entsprechenden technischen Regelwerkes von entscheidender Bedeutung.

 


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Langzeitverhalten von RESITRIX® EPDM-Dichtungsbahnen

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Ein Dach bildet den oberen Abschluss eines Gebäudes und schützt den darunter liegenden Innenraum vor Witterungseinflüssen. Die Anforderungen an dieses Bauteil variieren dabei zunächst nach dem Grad der Dachneigung. Dacheindeckungen von Steildächern und flach geneigten Dächern müssen lediglich regensicher sein, Flachdachabdichtungen hingegen dauerhaft wasserdicht. Die Flachdachabdichtung muss daher besonders genau geplant und ausgeführt sowie alle Einzelkomponenten des gesamten Dachaufbaus sorgfältig ausgewählt werden. Schon kleine Mängel oder Nachlässigkeiten können die Funktionssicherheit gefährden oder zu gravierenden Schäden führen.

Einordnung in das technische Regelwerk

Nach dem technischen Regelwerk für Dachabdichtungen kann die Abdichtung aus bahnenförmigen oder flüssig zu verarbeitenden Stoffen hergestellt werden. Alle in DIN 18531-2 aufgeführten Kunststoff- und Elastomerbahnen werden bei einlagiger Ausführung der höchsten Eigenschaftsklasse E1 zugeordnet. Die Zertifizierung nach DIN EN 13956 schafft die Grundlage für das Inverkehrbringen der Bahnen. In DIN SPEC 20000-201 sind die anwendungstechnischen Anforderungen formuliert. Die spezifischen Einbaubedingungen innerhalb des Gesamtdachaufbaus werden über zusätzliche Konstruktionsvorschriften geregelt. Nicht genutzte und genutzte Dächer können entweder nach DIN 18531 oder nach der Fachregel für Dachabdichtungen (Flachdachrichtlinie) geplant und ausgeführt werden. Neben konstruktiven Anforderungen sind im gesamten Regelwerk eine Reihe physikalischer und stofflicher Anforderungen enthalten. Allerdings sind nicht alle relevanten Kennwerte für den Nutzungszustand, sondern lediglich für den frischen Einbauzustand nachzuweisen. Gleiche Einbaubedingungen vorausgesetzt, können sich jedoch bestimmte Eigenschaften in Abhängigkeit vom Bahnentyp im Verlauf von Jahren oder Jahrzehnten gravierend verändern und so zu teils erheblichen Unterschieden bezüglich der zu erwartenden Nutzungsdauer von Abdichtungen führen.

Eine ausführliche Einordnung unserer Dichtungsbahnen in das technische Regelwerk finden Sie hier.

Besondere Eigenschaften von EPDM-Dichtungsbahnen

Während bei plastischen Werkstoffen die notwendigen Zugkräfte von der Trägerlage aufgenommen werden, bildet bei Elastomerbahnen die Reißdehnung den entscheidenden Kennwert zur Charakterisierung des Alterungsverhaltens. Hierbei ist ihre Wechselwirkung mit anderen thermischen und mechanischen Einflüssen zu berücksichtigen.

Die Molekülketten von Elastomeren sind hochgradig miteinander vernetzt. Diese stoffliche Besonderheit bildet die Grundlage für das über mehrere Jahrzehnte auf hohem Niveau nahezu gleichbleibende gummielastische Verhalten. Es muss also nicht erst durch die Zugabe von Weichmachern erzeugt werden. Somit besteht auch nicht die Gefahr, dass nach allmählichem Entweichen von Weichmachern unter Wärmeeinwirkung ein Masseverlust und damit eine Längenänderung der Dichtungsbahnen (Materialschrumpf) eintreten kann.

Zusätzliche Belastungen für frei bewitterte Dachabdichtungen entstehen vor allem durch hohe mechanische und thermische Einwirkungen. Ein Extremereignis stellt z.B. ein plötzlich auftretender, starker Temperatursturz oder ein Hagelschlag dar. Infolge von Materialschrumpf spannungsgeladene Dichtungsbahnen können nach plötzlichem Temperatursturz und eingeschränkter Kälteflexibilität diesen einwirkenden Kräften oft nicht widerstehen. Eine solche Extremsituation kann Rissbildungen verschiedenen Ausmaßes hervorrufen.

Alterungsverhalten von RESITRIX® Dichtungsbahnen

RESITRIX® Dichtungsbahnen von CARLISLE® CM Europe stellen eine spezielle Elastomerbahnvariante mit einem spezifischen Langzeitverhalten dar. Im Unterschied zu herkömmlichen EPDM-Bahnen sind sie unterseitig mit Polymerbitumen oder selbstklebendem Polymerbitumen beschichtet und besitzen eine Verstärkung aus Glasgelege. Ihre Bezeichnung nach DIN SPEC 20000-201 lautet DE/E1 EPDM-BV-V-GG-1,6-PBS/SK.

Resitrix Schichtenaufbau Visual

Schichtenaufbau der vollflächig selbstklebenden EPDM-Bahn RESITRIX® SK W Full Bond.

RESITRIX® Kennwerte im Neuzustand und nach Freibewitterung bzw. künstlicher Alterung

In vorstehender Tabelle werden einige, für das Nutzungsverhalten von Dachabdichtungen relevante, Kennwerte dargestellt. Dabei ist zu erkennen, dass nach Freibewitterung von 20 Jahren keine signifikante Verschlechterung dieser Kennwerte eintritt. Für RESITRIX® Dichtungsbahnen mit einer EPDM-Dicke von 1,6 mm liegen noch keine Praxisdaten vor, da eine Erhöhung der EPDM-Dicke erst in 2016 vorgenommen wurde. Die Prüfbedingungen nach künstlicher Alterung bestätigen jedoch, dass auch hierfür die Eigenschaften nahezu unverändert bleiben. Untersuchungen haben ergeben, dass die thermisch bedingten Veränderungen der Kennwerte ein entscheidender Gradmesser für die Beurteilung des Alterungsverhaltens sind.

Nach DIN 18531 werden für Dachabdichtungen zwei Anwendungsklassen unterschieden: die Standardausführung K1 und die höherwertige Anwendungsklasse K2. Diese stellt erhöhte Anforderungen an die Konstruktion (Dachgefälle, Untergrundbeschaffenheit, Detailgestaltung) und gibt für einlagig verlegte Kunststoff- und Elastomerbahnen höhere Bahnendicken vor. So müssen Abdichtungen von nicht genutzten Dächern mit verstärkten EPDM-Dichtungsbahnen, zu denen auch RESITRIX® gehört, bei Ausbildung nach K1 eine Mindestbahnendicke von 1,3 mm besitzen, bei Ausbildung nach K2 von 1,6 mm. Die in der Tabelle dargestellten Untersuchungsergebnisse belegen jedoch, dass eine Erhöhung der Bahnendicke die Prüfergebnisse der nutzungsrelevanten Eigenschaften unwesentlich beeinflusst. Diese stoffliche Anforderung stellt also eine pauschale Vereinfachung dar, die den tatsächlich auftretenden Beanspruchungen der Dachabdichtung nicht gerecht wird.

Auch im Alter gut gehalten

Die Gegenüberstellung der nach dem Regelwerk geltenden Kennwerte für RESITRIX® zeigt, dass die einlagig verlegte EPDM-Bahn den Praxisanforderungen in vollem Umfang gerecht wird und sich bewährt hat. Die Funktionstauglichkeit sowohl der frei bewitterten als auch der künstlich gealterten RESITRIX® Dichtungsbahnen ist noch in vollem Umfang gesichert. Die Prüfergebnisse spiegeln zudem die Aussagen einer Langzeitstudie zur Abschätzung der Gebrauchsdauer von EPDM-Dichtungsbahnen wider, die vom SKZ Würzburg im Jahr 2003 durchgeführt wurde. Sie beziffert die Gebrauchsdauer von RESITRIX® auf mehr als 50 Jahre – dies gilt auch für die Nahtfügung.

Die 32.000 Quadratmeter große Dachfläche des Hamburger Hauptbahnhofs ist seit 1993 sicher mit RESITRIX® CL EPDM-Dichtungsbahnen abgedichtet, die auf einer Stahlkonstruktion mit Holzschalung mechanisch befestigt wurden.

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Produkte Referenzen

Flachdachsanierung einer Architektur-Ikone mit RESITRIX EPDM-Bahnen

Lifting für Architektur-Ikone

Am 28. Februar 2019 feierte Star-Architekt Frank O. Gehry seinen 90sten Geburtstag. Seine kühnen Entwürfe haben Architekturgeschichte geschrieben und zahlreiche Ikonen geschaffen. Aber auch Ikonen kommen in die Jahre, wie das Energie-Forum-Innovation in Bad Oeynhausen. Zwanzig Jahre nach seiner Fertigstellung wurde eine Rundumsanierung fällig – einen Schwerpunkt dabei bildete die markante Dachlandschaft, die sich aus zahlreichen einzelnen Dachflächen zusammensetzt.

Grünspan und Durchfeuchtung

Zunächst fiel auf, dass sich an den schrägen WDVS-Fassaden Grünspan gebildet hatte. Kein schöner Anblick für die Besucher des Veranstaltungsforums mit Ausstellungshalle im Gebäude. Der Eigentümer, die Westfalen Weser Energie, entschied sich für eine grundlegende Sanierung. In diesem Zuge wurden auch die Dachflächen genau unter die Lupe genommen. Eine Dachbegehung zeigte, dass der Kies auf den Flachdächern stark durchmoost und verschmutzt war und dringend erneuert werden musste. Der ausführende Dachdeckerbetrieb, Kottmeier Bedachungen aus Vlotho, empfahl vorsorglich eine Dachöffnung. Diese ergab, dass die Wärmedämmung bereits an mehreren Stellen stark durchfeuchtet war. Die Mineralfaserplatten hatten sich teilweise so mit Wasser vollgesogen, dass zwei Mann nötig waren, um die Dämmplatten überhaupt anheben zu können. Es bestand also akuter Handlungsbedarf.

Die Sanierungslösung

Der alte Dachaufbau wurde bis zur vorhandenen Dampfsperre entfernt. Auf den alten Bitumen-Dampfsperren wurden selbstklebende ALUTRIX® 600 Dampfsperrbahnen verlegt, darüber eine neue Wärmedämmschicht aus PUR/PIR. Die Abdichtung wurde einlagig mit 3,1 mm starken RESITRIX® CL EPDM-Dichtungsbahnen ausgeführt, die per Heißluft miteinander verschweißt wurden, ohne offene Flamme und somit ohne Brandgefahr. Die EPDM-Bahnen bieten einen sicheren Schutz vor eindringender Feuchtigkeit, denn sie sind äußerst witterungs- bzw. alterungsbeständig und dauerhaft elastisch. Das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum bescheinigt RESITRIX® eine Gebrauchsdauer von über 50 Jahren, als einzigem Produkt auch für die Nahtfügung.

Mehr zu RESITRIX® finden Sie hier.

Auf eine Schutzlage aus Polyestervlies brachten die Dachdecker die neue Kiesschüttung auf. Zusätzlich modifizierten sie die Dachentwässerung und rüsteten eine Notentwässerung nach. Hierzu installierten sie systemkonforme Edelstahl-Entwässerungselemente mit vorgefertigten RESITRIX® Anschlussmanschetten, die sich ebenfalls per Heißluft mit den Dachbahnen verschweißen lassen. Im Sommer 2017 konnte die Sanierung abgeschlossen werden. Seither erstrahlt das Energie-Forum wieder in neuem Glanz.

Weitere Referenzen finden Sie unter: https://www.ccm-europe.com/referenzen/

Fachkundige Beratungsleistungen durch CARLISLE®

Michael Pietsch, der auch Sachverständiger für Schäden an Gebäuden ist, begleitete das Sanierungsvorhaben von Anfang an und beriet fachkundig unter anderem zu kniffeligen Detailanschlüssen, Umweltfragen und der Entwässerung.

Mehr zu unseren Beratungsleistungen finden Sie hier.

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Fachbereich Produkte Wissen

DIN 18533 – Vergleich von RESITRIX® und Bitumen bei der Abdichtung von erdberührten Bauteilen

Trockene Kellerräume – Auf die Abdichtung kommt es an!

Bauherren, die sich trotz höherer Baukosten bewusst für einen Keller entschieden haben, möchten diesen selbstverständlich auch möglichst vielfältig nutzen. Ob Fitness- oder Hobbyraum, Kinosaal oder behagliche Sauna – die Möglichkeiten sind zahlreich. Unbedingte Voraussetzung hierfür ist allerdings eine trockene Gebäudehülle. Eingedrungene Feuchtigkeit verursacht nicht nur den typischen, unangenehmen Modergeruch, sondern führt schlimmstenfalls dazu, dass die Kellerräume nicht mehr nutzbar sind. Wie so oft gilt auch hier: Vorbeugen ist besser als Heilen.

Mit der Entscheidung für die richtige Abdichtung zusammen mit einer passend dimensionierten Perimeterdämmung wird sozusagen der eigentliche Grundstein für dauerhaft trockene Räume im Untergeschoss gelegt. Sie wird üblicherweise aus Bitumendickbeschichtung oder Bitumenbahnen hergestellt. Aber auch eine Abdichtung mit Elastomerbahnen aus dem Synthesekautschuk EPDM ist möglich und bietet darüber hinaus diverse Vorteile gegenüber den bituminösen Werkstoffen.

Neue Regeln für die Bauteilabdichtung

Mit der Einführung des neuen, differenzierten Regelwerkes für die verschiedenen Bauteilabdichtungen wurden auch neue Festlegungen für die Abdichtung von erdberührten Bauteilen getroffen. Die Konstruktionsnorm DIN 18533 umfasst alle Vorgaben für die Abdichtung gegen Bodenfeuchte, gegen nicht drückendes sowie gegen von außen drückendes Wasser, gegen nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken, gegen Spritzwasser am Wandsockel und gegen Kapillarwasser in und unter erdberührten Wänden. Sie definiert fünf Kriterien zur Auswahl der richtigen Abdichtungsart: Wassereinwirkungsklasse, Rissklasse, Rissüberbrückungsklasse, Raumnutzungsklasse und Zuverlässigkeitsanforderungen.

Die neuen Wassereinwirkungsklassen im Überblick (DIN 18533)

Wassereinwirkungsklasse Einstufung
W1-E Bodenfeuchte und nichtdrückendes Wasser
W2-E Drückendes Wasser
W3-E Nichtdrückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken
W4-E Spritzwasser und Bodenfeuchte am Wandsockel sowie Kapillarwasser in und unter Wänden

Mehr zum neuen Regelwerk finden Sie hier.

RESITRIX®  – starker Schutz für Dach und Bauwerk

Eine besonders sichere Abdichtung im erdberührten Bereich kann mit RESITRIX® EPDM-Dichtungsbahnen ausgeführt werden. Die Produkte sind als einlagige, dauerhaft sichere Flachdachabdichtung nach DIN 18531 schon lange bekannt. Sie erfüllen jedoch gleichzeitig die Anforderungen für alle Wassereinwirkungsklassen der DIN 18533 und haben auch bei Eintauchtiefen über drei Metern keine Probleme. RESITRIX® Bahnen besitzen eine Verstärkungseinlage aus Glasgelege und sind zur einfachen und sicheren Verarbeitung unterseitig mit polymermodifiziertem Bitumen beschichtet. RESITRIX® erfüllt die Anforderungen an die Ausführung der genannten Abdichtungen im erdberührten Bereich und dabei für alle Raumnutzungsklassen, Riss- bzw. Rissüberbrückungsklassen sowie alle Wassereinwirkungsklassen. Bei Einwirkung von drückendem Wasser können Resitrix Dichtungsbahnen für alle infrage kommenden Eintauchtiefen eingesetzt werden. Je nach Anwendungsfall können sie lose verlegt bzw. voll- oder teilflächig verklebt werden.

Sichere Heißluftverschweißung

Der Bahnenaufbau von RESITRIX® stellt ein Alleinstellungsmerkmal unter den am Markt verfügbaren EPDM-Dichtungsbahnen dar. Die unterseitige Polymerbitumenschicht von RESITRIX® wird in die mittels Heißluft zu verschweißenden Nahtverbindungen einbezogen. Es gibt also keine besonderen Fügenähte. Separate Deckstreifen an Querstößen und bei der Verlegung von angeschnittenen Bahnen entfallen. Der Bitumenfluss während der Nahtverschweißung erfordert keine Zusatzmaßnahmen im Bereich von T-Stößen. Die gleichmäßig austretende und gut erkennbare Bitumenraupe an der Bahnenkante sowie das enorm große Schweißfenster bieten dem Verarbeiter zusätzliche Vorteile und erhöhen die Ausführungssicherheit. Dazu gehört natürlich auch der Ausschluss einer offenen Flamme während der Verlegung.

RESITRIX® Nahtverschweißung einfach erklärt:

An die Untergrundbeschaffenheit bestehen geringe Anforderungen. Lediglich überstehende Putzreste müssen beseitigt werden. Zusätzliche Spachtelungen oder Putzschichten sind nicht erforderlich. Offene Stoßfugen bzw. Hohlstellen bis 5 mm können verbleiben. Einen derart vorbereiteten und festen Untergrund vorausgesetzt, sind vertikal verlaufende Abdichtungen, wie an Wänden oder im Sockelbereich, mit der vollflächig selbstklebenden Bahn RESITRIX® SK W Full Bond standfest bzw. abrutschsicher. Sie gelten in dieser Ausführung auf vorbereitetem Beton mit einer Rautiefe bis maximal 1,5 mm auch als unterlaufsicher.

Detailpunkte können mit separaten, selbstklebenden Bahnenzuschnitten bzw. mit dem Systemzubehör einfach und sicher ausgebildet werden. Übergänge zu Abdichtungsbereichen an Sockeln aus mineralischen Dichtungsschlämmen sind ebenfalls problemlos herstellbar. Bei Einwirkung von drückendem Wasser erfolgt der Anschluss mit Fest- und Losflanschverbindungen. Die Anordnung von Hohlkehlen ist nicht erforderlich. Außerdem kann auf die aufwendige Prüfung der Dicke sowie Kontrollen der Trocknungszeiten, wie bei Bitumendickbeschichtung nötig, verzichtet werden. Direkt nach der Verarbeitung sind die EPDM-Abdichtungen wasser- und schlagregendicht. Das Ergebnis überzeugt, so bescheinigt das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum (SKZ) Resitrix eine Nutzungsdauer von über 50 Jahren, als einzigem Produkt auch für die Nahtfügung.

Übergänge von Wandabdichtungen auf Bodenplatten aus wasserundurchlässigem Beton stellen eine besondere Herausforderung dar. Auch hierfür gibt es eine passende Lösung mit RESITRIX® SK W Full Bond. Die Bahn wird bis auf die Stirnseite der vorbereiteten, abgeschliffenen Bodenplatte geführt und dort am Bahnenende in einer Breite von 5 cm mittels Heißluft aufgeschweißt. In gleicher Weise können DIN-übergreifend Arbeits- und Sollrissfugen innerhalb von WU-Betonbauteilen abgedichtet werden und dabei auch bei Einwirkung von drückendem Wasser. Für diese besonderen Einsatzgebiete liegt ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis vor.

Gegenüberstellung von RESITRIX® Abdichtungen mit ausgewählten Stoffvarianten

1.1 Stoffauswahl in Abhängigkeit von der Beanspruchung:

1.2 Verlegetechnische Angaben

Hier die Gegenüberstellung bequem als PDF heruterladen.

Gut geschützt – auch gegen Radon

Eine weitere Besonderheit von Resitrix liegt darin, dass die EPDM-Bahnen nicht nur effektiv vor eindringender Feuchtigkeit schützen, sondern auch vor dem radioaktiven Edelgas Radon. Das farb- und geruchlose Gas kann durch undichte Stellen in Kellerwänden und Bodenplatten in Gebäude gelangen und sich dort in bedenklichen Konzentrationen in der Raumluft anreichern. Radon ist die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs und fordert in Deutschland pro Jahr rund 1.900 Todesopfer. Daher soll nun bis zum 31.12.2018 das „Gesetz zur Neuordnung des Rechts zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung“ schrittweise in Kraft treten. Über die Radondichtigkeit von RESITRIX® Dichtungsbahnen liegt ein unabhängiger Prüfbericht vor.

Wie sie sich effektiv gegen Radon schützen erfahren Sie hier in unserem Blogbeitrag.

Vorteile von RESITRIX® Abdichtungen auf einem Blick

  • Ein Material für alle Aufgaben
  • Einlagige Verlegung für

                – alle Wassereinwirkungsklassen (W1-E, W2-E, W3-E, W4-E)

                – alle Raumnutzungsklassen (RN1-E, RN2-E, RN3-E)

                – alle Rissklassen (R1-E, R2-E, R3-E, R4-E) bzw.

                – Rissüberbrückungsklassen (RÜ1-E, RÜ2-E, RÜ3-E, RÜ4-E)

  • Geringe Anforderungen an die Untergrundbeschaffenheit
  • Keine Trocknungszeiten, damit sofort wasser- und schlagregendicht
  • Kein Messen der Schichtdicke notwendig
  • Keine Hohlkehlen erforderlich
  • Nahtverschweißbar an allen Stellen der Dichtungsbahnen, damit keine separaten Deckstreifen erforderlich
  • Standfeste Wandabdichtung bei Selbstklebung mit RESITRIX® SK W Full Bond
  • Einfache und sichere Ausbildung von Details mit separaten Bahnenzuschnitten bzw. Systemzubehör
  • Übergänge auf vorbereiteten WU-Beton ohne zusätzliche Einbauteile, auch bei Druckwassereinwirkung
  • Nachträgliche Abdichtung von Arbeitsfugen innerhalb von WU-Betonelementen mit Resitrix SK W Full Bond, auch bei Druckwasserbelastung
  • Unterlaufsichere Verlegung mit RESITRIX® SK W Full Bond auf vorbereitetem Beton möglich
  • Kein Einsatz einer offenen Flamme
  • Nutzungsdauer von über 50 Jahren nach SKZ-Studie

Mehr Informationen finden Sie in der Broschüre „Professionelle Abdichtung von erdberührten Bauteilen mit CARLISLE“.  Jetzt PDF ansehen.

Weitere Broschüren finden Sie hier: https://www.ccm-europe.com/de/downloads/

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Dichtungsbahnen von CCM: Einordnung in das technische Regelwerk

EPDM-Bahnen und EPDM Planen für Bauteilabdichtungen: Einordnung in das technische Regelwerk

Grundlage für die Planung und Ausführung von Bauteilabdichtungen bilden die allgemein anerkannten Regeln. Die EU Normung führt zunächst dazu, dass die Produkte mit einem CE-Zeichen versehen werden. Zusammen mit der CE-Kennzeichnung werden vom Hersteller mit der CE-Leistungserklärung die Eigenschaften des Bauproduktes deklariert und damit das Inverkehrbringen ermöglicht. Für Dachabdichtungen aus Kunststoff- und Elastomerbahnen gilt hierfür DIN EN 13956, für Mauersperrbahnen DIN EN 14909 und alle sonstigen Bauteilabdichtungen (früher Bauwerksabdichtungen) DIN EN 13967. Die CE-Kennzeichnung und die CE-Leistungserklärung beinhalten aber keine Angaben für konkrete Anwendungsbedingungen des Bauproduktes, da die Verwendung der Bauprodukte national geregelt wird. Die CE-Kennzeichnung gilt in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die Verwendungsregeln können national unterschiedlich sein, so auch in Deutschland.

Es gelten folgende, zusätzliche Anwendungsnormen:

  • DIN SPEC 20000-201 Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken – Teil 201: Anwendungsnorm für Abdichtungsbahnen nach Europäischen Produktnormen zur Verwendung in Dachabdichtungen
  • DIN SPEC 20000-202 Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken – Teil 202: Anwendungsnorm für Abdichtungsbahnen nach Europäischen Produktnormen zur Verwendung in Bauwerksabdichtungen

Darüber hinaus gehören zum technischen Regelwerk noch folgende Konstruktionsnormen:

  • DIN 18531 Abdichtung von Dächern sowie von Balkonen, Loggien und Laubengängen
  • Deutsches Dachdeckerhandwerk, Fachregel für Abdichtungen – mit Flachdachrichtlinie –
  • DIN 18532 Abdichtung von befahrbaren Verkehrsflächen aus Beton
  • DIN 18533 Abdichtung von erdberührten Bauteilen
  • DIN 18534 Abdichtung von Innenräumen
  • DIN 18535 Abdichtung von Behältern und Becken

Dabei regelt die DIN 18531 die Anforderungen an die Abdichtung von nicht genutzten und genutzten Dächern. DIN 18532 bis 18535 bilden die Nachfolge der bisherigen DIN 18195. Die neue DIN 18195 legt nach der Überarbeitung Mitte 2017 Begriffe sowie Abkürzungen und Bezeichnungen für die Anwendung der gesamten Normenreihe fest.

Die im Dezember 2016 überarbeitete Flachdachrichtlinie befasst sich hauptsächlich mit Aspekten von Dachabdichtungen, enthält aber auch Regelungen für die Abdichtung anderer Bauteile. Hierbei ist besonders hervorzuheben, dass die darin enthaltenden Anforderungen nicht in jeder Hinsicht mit denen der aufgeführten DIN-Reihe übereinstimmen. Um eine notwendige Sicherheit bei der Planung und Ausführung, v.a. aber bei der Bewertung möglicher Mängel und Schäden, herzustellen, ist es unumgänglich, bereits bei der Leistungsbeschreibung den konkreten Bezug auf das jeweilige Regelwerk exakt zu benennen.

Die EPDM-Abdichtungssysteme RESITRIX® und HERTALAN® EASY COVER wurden nach den europäischen Vorgaben zertifiziert und sind Bestandteil des oben aufgeführten, deutschen Regelwerkes. Sie können somit für Dach- und Bauteilabdichtungen jeglicher Art eingesetzt werden.

Wir haben für Sie eine Gesamtübersicht unserer Produkte des neuen technischen Regelwerks für Abdichtung von Bauteilen mit RESITRIX® und HERTALAN® erstellt.

Laden Sie sich hier bequem die Übersicht als PDF herunter:

Gesamtübersicht neues technisches Regelwerk für Abdichtungen von Bauteilen

Gesamtübersicht neues technisches Regelwerk für Abdichtungen von Bauteilen

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