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September 2021

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Kollektive Absturzsicherung GUARD – So geht Seitenschutz

Kollektive Absturzsicherung GUARD – So geht Seitenschutz

Dacharbeiten zählen zu den gefährlichsten Arbeiten am Bau. Dachhandwerker müssen daher optimal gesichert und vor dem Absturz geschützt werden – von den ersten Arbeiten beim Bau des Daches bis hin zu späteren Wartungs- oder Instandhaltungsarbeiten. Dies gilt nicht nur für Steildächer, auch auf dem Flachdach spielt Absturzsicherung eine große Rolle, denn Flachdächer sind längst nicht mehr nur der obere Gebäudeabschluss. Sie werden zunehmend zu Nutzflächen und neben der Begehung zu Wartungs-, Pflege- und Instandhaltungsarbeiten auch zur Aufstellung von technischen Anlagen etc. genutzt. Auch Gründächer werden so zum Verkehrsweg oder zur Arbeitsstätte. Die Sicherheit der Menschen ist hier das oberste Gebot und es ist dafür Sorge zu tragen, dass ein Absturz verhindert wird.

Die Verantwortung hierfür liegt nicht nur beim Bauherrn und dem Betreiber der Gebäude, sondern auch die planenden und ausführenden Firmen sind für die Einhaltung der arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften verantwortlich. Bei Nichtbeachtung bzw. mangelnder Beratung drohen unter Umständen verhängnisvolle Haftungsfolgen.

„Für meinen Betrieb ist ein Geländersystem überdimensioniert, das können wir uns auch gar nicht leisten“

Auch für kleinere Betriebe zahlt sich die Investition in ein Geländersystem zur Absturzsicherung aus. Dank seiner einfachen und schnellen Montage kann das GUARD Seitenschutzsystem innerhalb kürzester Zeit aufgestellt, nach Beendigung der Dacharbeiten demontiert und zur nächsten Baustelle transportiert werden. Der Schutz der Mitarbeiter gibt diesen nicht nur ein gutes Gefühl, er ist auch für den Unternehmer entscheidend: Gerade in kleineren Betrieben kann der längerfristige, krankheitsbedingte Ausfall schon nur eines Mitarbeiters sich gravierend auf das Unternehmensergebnis auswirken.

Absturzprävention wird auch von der BG BAU besonders wichtig eingestuft. So bietet sie in ihrem Prämienpaket jetzt auch beitragsunabhängige Förderungen, die Unternehmen unabhängig von der Höhe ihres Mitgliedsbeitrages dabei unterstützen, verstärkt in entsprechende Sicherungsmaßnahmen zu investieren. Die maximale Fördersumme beträgt 10.000 Euro.

Kollektivschutz versus Individualschutz

Als Hersteller hochwertiger Abdichtungslösungen aus EPDM, die sicher zu verarbeiten sind, war es für CARLISLE® eine logische Konsequenz, in punkto Arbeitsschutz weiterzudenken und sein Produktportfolio um das GUARD Seitenschutzsystem zu ergänzen, das eine kollektive Absturzsicherung ermöglicht.

Als kollektive Absturzsicherung bezeichnet man eine Sicherungsmaßnahme, die Personen vor einem Absturz schützt, indem sie den Zugang zur Absturzkante versperrt. Individualschutzlösungen hingegen bestehen aus Rückhalte- oder Auffangsystemen, die einen Sturz verhindern oder abfangen. Individualschutzlösungen werden von einer Einzelperson mitgeführt und schützen daher auch nur diese Person. Daher ist bei der Wahl der Absturzsicherung der Kollektivschutz (z.B. Geländer) dem Individualschutz (persönliche Schutzausrüstung) stets vorzuziehen.

Mit GUARD gibt es keine Personenbegrenzung, mehrere Personen dürfen gleichzeitig das Dach betreten. Es ist keine zusätzliche Schutzausrüstung erforderlich. Alle Personen, die sich auf dem Dach befinden, werden unabhängig von ihrer Ausrüstung und ihrem Verhalten geschützt. Das Betreten der Dachflächen zu Wartungszwecken, Pflege- und Instandhaltungsarbeiten ist bereits ab einer Person ohne PSA und somit auch ohne besondere PSA-Schulung und -Einweisung vor Ort gestattet.

„Mir wird schon nichts passieren und man muss ja nicht gleich mit dem Schlimmsten rechnen“

Ein mangelndes Gefahrenbewusstsein gepaart mit einer gewissen Nachlässigkeit zählen zu den wesentlichen Gründen für Dachabstürze, die zwei Drittel aller Unfälle bei Dacharbeiten ausmachen. Diese führen nicht selten zu dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis hin zur Berufsunfähigkeit und enden schlimmstenfalls tödlich. In der Baustellenpraxis scheint es dennoch immer noch nicht angekommen zu sein, dass das Ergreifen von präventiven Maßnahmen zum Schutz vor Absturz oberstes Gebot ist. Abgesehen davon drohen möglicherweise gravierende haftungsrechtliche Konsequenzen, wenn die arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften nicht eingehalten werden.

Geprüfte Qualität – gehobene Ausstattungsklasse

Das GUARD Seitenschutzsystem wird in Europa gefertigt. Es ist geprüft nach EN 13374 (2019), Klasse A+B und entspricht der Ausstattungsklasse 3. Somit ist es für alle Nutzungskategorien, bis hin zu mehrmals im Jahr stattfindenden Nutzungs- und Wartungsaktivitäten, geeignet und erlaubt das Arbeiten auf dem Dach sogar bei ungünstiger Witterung und bei Dunkelheit. Auch private Nutzer, also Personen, die nicht im Umgang mit Anseilschutz geschult sind, können sich frei auf der Dachfläche bewegen.

Das GUARD Geländersystem schützt auch bei Arbeiten auf dem Gründach

 

Das selbsttragende Geländersystem ist bestens für die einfache und kostengünstige Einrüstung bzw. Nachrüstung auf Flachdächern geeignet. Es bietet diverse Vorteile gegenüber dem Individualschutz. Dieser wird stets fest auf die darunter liegende Dachfläche montiert, ist kosten- und dokumentationsintensiv und immer mit Durchdringungen der Dachabdichtung verbunden. Die Gefahr von Leckagen und gewährleistungsrechtlichen Problemen ist hoch.

Das GUARD System hingegen wird durchdringungsfrei, einfach und schnell durch ein patentiertes Klemmsystem und vormontierte Pfosten montiert. Es ist bis zur letzten Schraube durchdacht, wartungsärmer als Sekuranten und auf allen Untergründen im Flachdach aufstellbar.

„Ein Geländersystem ist doch wesentlich aufwendiger und teurer als eine PSAgA“

Gegenüber herkömmlichen PSAgA-Systemen können die Anschaffungskosten für ein Geländersystem gegebenenfalls höher sein. Betrachtet man jedoch den gesamten Nutzungszeitraum, ist das Geländersystem im Vergleich deutlich wirtschaftlicher. Für die einfache Montage des GUARD Geländersystems müssen Dachdeckerbetriebe nicht speziell zertifiziert werden, die Installation erfolgt schnell und wirtschaftlich. Die Dokumentation begrenzt sich auf ein Minimum, die Ausarbeitung eines Rettungskonzeptes entfällt und eine Überprüfung ist nur alle zwei Jahre mit geringem Aufwand notwendig. Außerdem kann eine Person alleine die Arbeiten auf dem Dach ausführen, die Anwesenheit einer zweiten Person ist im Gegensatz zum Einsatz einer PSAgA nicht immer erforderlich. Auch das spart Zeit und Geld. 

Das GUARD Seitenschutzsystem ist besonders einfach und schnell zu montieren

„Einfacher geht es nicht: Aufklappen, Handlauf und Knielauf einsetzen und anschrauben. Fertig! Das ist sozusagen Plug and Play“, fasst Marko Grimm, Schulungsleiter der CARLISLE® ACADEMY Hamburg, begeistert seine Erfahrungen mit dem GUARD Seitenschutzsystem zusammen. „Dabei ist das Geländer in der Standardvariante bis 3 cm höhenverstellbar und in der Variante GUARD PLUS sogar 20 cm. Zudem ermöglichen alle Varianten verschiedene Winkeleinstellungen zwischen 60 und 90 Grad“, ergänzt er. Von seinen Kursteilnehmern, die Marko Grimm in der ACADEMY auf ihrem Weg zum qualifizierten Fachverleger für RESITRIX® und oder HERTALAN® begleitet, bekommt er ebenfalls durchweg positives Feedback. „Die Verarbeiter begrüßen es sehr, dass wir als Hersteller unsere Kunden ganzheitlich sehen und uns auch um Aspekte der Sicherheit Gedanken machen“, freut sich der Schulungsleiter.

Das absolut flexible GUARD System ist auch zur Umwehrung Dachzugängen, Lichtkuppeln und Oberlichtern geeignet

„Es ist uns besonders wichtig, ein absolut flexibles Geländersystem anzubieten, das individuell an die spezifischen Anforderungen eines Objektes angepasst werden kann“, erklärt Torsten Stegner, Beratungsingenieur im CARLISLE® Team Architektenberatung. „Mit dem GUARD System bieten wir nicht nur ein Standard-Geländersystem, sondern auch Lösungen zur Überbrückung von Gefälledifferenzen auf dem Dach oder für besonders enge Dachflächen mit zahlreichen technischen Aufbauten“, erläutert er.

Das einzelnen Elemente des GUARD Systems können in zahlreichen Varianten miteinander kombiniert werden. Neben der Sicherung von Dachabsturzkanten ist das Geländersystem auch zur Umwehrung von Dachzugängen, Lichtkuppeln und Oberlichtern geeignet sowie für die seitliche Begrenzung von Wartungs- und Rettungswegen.

 

 


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