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November 2018

Wissen

Gesetzliche Anforderung: Radondichtheit?! Wir bieten Ihnen Lösungen!

Radon Illustration

Was ist Radon?

Radon ist eine noch immer weitgehend unbekannte und vor allem unterschätzte Gefahr. Das radioaktive Edelgas entsteht überall auf der Erde in Gesteinen und Bodenteilchen und diffundiert von dort aus über Spalten oder das Grundwasser zum Teil auch in die Atmosphäre. Im Freien ist dies ungefährlich, da sich das Radon sehr schnell verteilt. Dringt das Gas hingegen durch undichte Stellen von Gebäudeteilen im erdberührten Bereich in Innenräume ein, so sammelt es sich in den unteren Räumen an, da es schwerer ist als Luft. Da Radon geruchlos, geschmacklos und farblos ist, kann es von den menschlichen Sinnen nicht wahrgenommen werden.

Gesundheitliche Gefahren durch Radon:

Je höher die Radonbelastung in der Atemluft ist und je länger man diese Luft einatmet, desto größer ist die Gefahr, die von dem Edelgas ausgeht. Nach dem Rauchen und noch deutlich vor Asbest und Dieselruß ist Radon die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebserkrankungen. Je nach Region und Gesteinszusammensetzung des jeweiligen Bodens können in Einzelfällen Radonkonzentrationen von mehr als 10.000 Becquerel pro Kubikmeter auftreten. Das Bundesamt für Strahlenschutz geht davon aus, dass schon Radonbelastungen von 100 Becquerel je Kubikmeter das Krebsrisiko signifikant erhöhen.

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat den Ursprung und die Wirkung des Gases im folgenden Video zusammengefasst:

Radon Risiko lauert auch im Haus

Das radioaktive Gas Radon kann aus dem Boden ins Gebäude eindringt. Eigentümer können bei Neubauten vorsorgen. Im Bestand lässt sich die Konzentration mithilfe der Technik senken.

Ob das Radongas ins Haus eindringen kann, hängt in erster Linie davon ab, wie dicht das Haus im Kontakt gegenüber dem Untergrund ist.

Beispiele von undichten Stellen in der Gebäudehülle:

  • Risse und Fugen in Wänden und Böden
  • Öffnungen für die Durchführung von Kabeln und Rohren
  • Kellerböden aus Erde oder Kies

Dringt das Gas jedoch in Gebäude ein, so sammelt es sich in den unteren Räumen an.

Gesetzliche Anforderungen in Deutschland

Das neue Strahlenschutzgesetz tritt bis Jahresende 31.12.2018 schrittweise in Kraft!!
Dieses Gesetz, das der Bundesrat am 12. Mai 2017 verabschiedet hat, bietet erstmals eine gesetzliche Grundlage für verbindliche Regeln zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere in Gebäuden der öffentlichen Hand wie Kindergärten oder Schulen und für Arbeitsplätze.

Der Referenzwert für die über das Jahr gemittelte Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft in Aufenthaltsräumen (§ 124) und an Arbeitsplätzen (§ 126) beträgt 300 Becquerel je Kubikmeter (Bq/m³).

Wie kann man sich vor Radon schützen?

Am einfachsten durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung. Insbesondere in Kellerräumen ist dies jedoch nicht immer möglich bzw. ausreichend.
Daher empfiehlt sich das Versiegeln von Kellerwänden und Bodenplatten. Hierbei haben sich unsere vollflächig selbstklebenden RESITRIX® SKW Full Bond EPDM-Dichtungsbahnen bewährt.

Sie bieten nicht nur einen DIN konformen und effektiven Schutz gegen Feuchtigkeit, sondern sorgen auch dafür, dass das radioaktive Gas nicht ins Gebäudeinnere gelangen kann.

Auch unsere ALUTRIX® Dampfsperrbahnen sind zum Schutz vor Radon geeignet. Für beide Produkte liegen unabhängige Prüfberichte über die Radondichtigkeit vor.

Bei Neubauten kann diese zusätzliche Lage Sicherheit von Anfang an mitgeplant werden, bzw. mit unseren Produkten mit der Bauwerksabdichtung kombiniert werden.

Mit unserem Produkt RESITRIX® SKW Full Bond vereinen Sie die Bauwerkabdichtung mit dem Radonschutz Ihres Gebäudes.
Aber auch bei Altbauten können neben einer kontrollierten Wohnraumlüftung auch unsere RESITRIX® EPDM-Bahnen oder die ALUTRIX® Dampfsperrbahnen nachträglich als Radonschutz aufgebracht werden.

Weiterführende Informationen zur Bauwerksabdichtung mit RESITRIX® finden Sie unter www.resitrix.com

EPDM-Lösungen von CCM Europe: Wir sind für Sie da – vor, während und nach der Verlegung!

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Produkte Wissen

Dichtungsbahnen von CCM: Einordnung in das technische Regelwerk

EPDM-Bahnen und EPDM Planen für Bauteilabdichtungen: Einordnung in das technische Regelwerk

Grundlage für die Planung und Ausführung von Bauteilabdichtungen bilden die allgemein anerkannten Regeln. Die EU Normung führt zunächst dazu, dass die Produkte mit einem CE-Zeichen versehen werden. Zusammen mit der CE-Kennzeichnung werden vom Hersteller mit der CE-Leistungserklärung die Eigenschaften des Bauproduktes deklariert und damit das Inverkehrbringen ermöglicht. Für Dachabdichtungen aus Kunststoff- und Elastomerbahnen gilt hierfür DIN EN 13956, für Mauersperrbahnen DIN EN 14909 und alle sonstigen Bauteilabdichtungen (früher Bauwerksabdichtungen) DIN EN 13967. Die CE-Kennzeichnung und die CE-Leistungserklärung beinhalten aber keine Angaben für konkrete Anwendungsbedingungen des Bauproduktes, da die Verwendung der Bauprodukte national geregelt wird. Die CE-Kennzeichnung gilt in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die Verwendungsregeln können national unterschiedlich sein, so auch in Deutschland.

Es gelten folgende, zusätzliche Anwendungsnormen:

  • DIN SPEC 20000-201 Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken – Teil 201: Anwendungsnorm für Abdichtungsbahnen nach Europäischen Produktnormen zur Verwendung in Dachabdichtungen
  • DIN SPEC 20000-202 Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken – Teil 202: Anwendungsnorm für Abdichtungsbahnen nach Europäischen Produktnormen zur Verwendung in Bauwerksabdichtungen

Darüber hinaus gehören zum technischen Regelwerk noch folgende Konstruktionsnormen:

  • DIN 18531 Abdichtung von Dächern sowie von Balkonen, Loggien und Laubengängen
  • Deutsches Dachdeckerhandwerk, Fachregel für Abdichtungen – mit Flachdachrichtlinie –
  • DIN 18532 Abdichtung von befahrbaren Verkehrsflächen aus Beton
  • DIN 18533 Abdichtung von erdberührten Bauteilen
  • DIN 18534 Abdichtung von Innenräumen
  • DIN 18535 Abdichtung von Behältern und Becken

Dabei regelt die DIN 18531 die Anforderungen an die Abdichtung von nicht genutzten und genutzten Dächern. DIN 18532 bis 18535 bilden die Nachfolge der bisherigen DIN 18195. Die neue DIN 18195 legt nach der Überarbeitung Mitte 2017 Begriffe sowie Abkürzungen und Bezeichnungen für die Anwendung der gesamten Normenreihe fest.

Die im Dezember 2016 überarbeitete Flachdachrichtlinie befasst sich hauptsächlich mit Aspekten von Dachabdichtungen, enthält aber auch Regelungen für die Abdichtung anderer Bauteile. Hierbei ist besonders hervorzuheben, dass die darin enthaltenden Anforderungen nicht in jeder Hinsicht mit denen der aufgeführten DIN-Reihe übereinstimmen. Um eine notwendige Sicherheit bei der Planung und Ausführung, v.a. aber bei der Bewertung möglicher Mängel und Schäden, herzustellen, ist es unumgänglich, bereits bei der Leistungsbeschreibung den konkreten Bezug auf das jeweilige Regelwerk exakt zu benennen.

Die EPDM-Abdichtungssysteme RESITRIX® und HERTALAN® EASY COVER wurden nach den europäischen Vorgaben zertifiziert und sind Bestandteil des oben aufgeführten, deutschen Regelwerkes. Sie können somit für Dach- und Bauteilabdichtungen jeglicher Art eingesetzt werden.

Wir haben für Sie eine Gesamtübersicht unserer Produkte des neuen technischen Regelwerks für Abdichtung von Bauteilen mit RESITRIX® und HERTALAN® erstellt.

Laden Sie sich hier bequem die Übersicht als PDF herunter:

Gesamtübersicht neues technisches Regelwerk für Abdichtungen von Bauteilen

Gesamtübersicht neues technisches Regelwerk für Abdichtungen von Bauteilen

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